Das Weiterbildungsprogramm der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) ist in verschiedene Themenfelder gegliedert. Sie bündeln Veranstaltungen zu zentralen Fragestellungen und Handlungsfeldern der Heilpädagogik und erleichtern die Orientierung im vielfältigen Weiterbildungsangebot. Entdecken Sie die Themenfelder und die jeweils dazugehörigen Veranstaltungen.
Frühkindliche Förderung und Bildung
Das Themenfeld „Heilpädagogik im Kontext früher Förderung und Bildung“ umfasst Weiterbildungen rund um die heilpädagogische Entwicklungsbegleitung von Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen Frühförderung, Entwicklungsförderung, Teilhabe und inklusive Bildung sowie die Frage, wie heilpädagogische Fachkräfte individuelle Entwicklungswege erkennen und professionell begleiten können.
Kinder erschließen sich die Welt über Spiel, Bewegung, Wahrnehmung, Beziehungen und eigene Erfahrungen. Heilpädagogisches Handeln knüpft daran an und schafft Bedingungen, in denen Kinder ihre Fähigkeiten entdecken, Beziehungen gestalten und Selbstwirksamkeit erfahren können. Dabei stehen nicht Defizite im Mittelpunkt, sondern die Ressourcen des Kindes und die Frage, welche Unterstützung Entwicklung und Teilhabe ermöglicht.
Entwicklungsbesonderheiten, Behinderungen, autistische Wahrnehmungsweisen, herausforderndes Verhalten oder belastende Lebensbedingungen können unterschiedliche Zugänge zu Kommunikation, Beziehung und Lernen notwendig machen. Heilpädagogische Fachkräfte lernen, individuelle Ausdrucksformen zu verstehen, Barrieren wahrzunehmen und passende Förder- und Unterstützungsangebote zu entwickeln.
Zu den Themen des Weiterbildungsbereichs gehören unter anderem Spiel und kreative Methoden, Bewegung und Wahrnehmung, Medienbildung, alltagsnahe Entwicklungsförderung, Kommunikation sowie Kinderrechte und Kinderschutz. Ziel ist eine ressourcenorientierte und inklusive heilpädagogische Praxis, die Kinder beteiligt, ihre Rechte wahrt und ihre individuellen Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten stärkt.
12.01.2027 – 19.01.2027
29.01.2027 – 18.03.2027
12.03.2027 – 12.03.2027
18.03.2027 – 18.03.2027
03.04.2027 – 17.04.2027
09.04.2027 – 13.05.2027
15.04.2027 – 15.04.2027
28.04.2027 – 28.04.2027
16.06.2027 – 16.06.2027
17.09.2027 – 17.09.2027
17.09.2027 – 18.09.2027
06.11.2027 – 13.11.2027
09.11.2027 – 09.11.2027
24.11.2027 – 24.11.2027
Kreative und spielerische Methoden
Das Themenfeld „Kreative und spielerische Methoden in der Heilpädagogik“ umfasst Weiterbildungen zu Spiel, Gestaltung, Bewegung und kreativen Ausdrucksformen in der heilpädagogischen Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie spielerische und kreative Methoden Entwicklungsprozesse unterstützen, neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen und Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsentwicklung stärken können.
Spiel und Kreativität gehören seit Langem zum heilpädagogischen Methodenrepertoire. Sie ermöglichen Zugänge zu Erfahrungen, Gefühlen und Bedürfnissen, die sich nicht immer unmittelbar sprachlich ausdrücken lassen. Heilpädagog:innen können solche Methoden nutzen, um gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen individuelle Ausdrucks- und Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und neue Entwicklungsimpulse zu setzen.
Die Weiterbildungen vermitteln unterschiedliche methodische Zugänge – darunter Kinderpsychodrama, heilpädagogische Geschichten, Rhythmik, haptisch-sensomotorische Ansätze, Tonfeldtherapie, kreative und projektive Methoden, Puppenspiel, Clowning sowie spielpädagogische Gruppenangebote. Dabei geht es sowohl um das Kennenlernen konkreter Methoden als auch um deren reflektierten Einsatz in unterschiedlichen heilpädagogischen Arbeitsfeldern.
Kreative und spielerische Methoden verstehen Behinderung oder Entwicklungsbesonderheiten nicht als etwas, das überwunden werden muss. Ziel ist vielmehr, Ressourcen sichtbar zu machen, individuelle Ausdrucksformen ernst zu nehmen und gemeinsam Möglichkeiten für Entwicklung, Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben zu erschließen.
23.02.2027 – 23.02.2027
12.03.2027 – 12.03.2027
12.04.2027 – 12.04.2027
04.06.2027 – 05.06.2027
05.06.2027 – 05.06.2027
18.06.2027 – 19.06.2027
10.09.2027 – 11.09.2027
29.10.2027 – 30.10.2027
05.11.2027 – 06.11.2027
Bindung und Beziehung in der Heilpädagogik
Das Themenfeld „Bindung und Beziehung heilpädagogisch gestalten“ umfasst Weiterbildungen zu bindungsorientiertem und beziehungssensiblem Handeln in der heilpädagogischen Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie verlässliche Beziehungen Entwicklung und Teilhabe unterstützen und wie heilpädagogische Fachkräfte Menschen mit belastenden Bindungs- und Beziehungserfahrungen professionell begleiten können.
Bindung und Beziehung bilden zentrale Grundlagen für Entwicklung, psychische Stabilität und soziale Teilhabe. Frühe Trennungserfahrungen, Vernachlässigung, Bindungsabbrüche, traumatische Erlebnisse oder instabile Lebensbedingungen können den Aufbau sicherer Beziehungen erschweren und sich in Ängsten, herausforderndem Verhalten oder besonderen Bewältigungsstrategien zeigen.
Die Weiterbildungen vermitteln fachliche Grundlagen und Handlungsmöglichkeiten rund um Bindung, Beziehungsgestaltung, Vernachlässigung, Bindungsstörungen, Trauma, Resilienz, Sucht und neurobiologische Zusammenhänge. Dabei geht es darum, Verhalten in seinem biografischen und sozialen Kontext zu verstehen, individuelle Bindungs- und Entwicklungsbedürfnisse wahrzunehmen und tragfähige Beziehungen bewusst zu gestalten.
Eine bindungsorientierte Heilpädagogik versteht Beziehung nicht nur als Voraussetzung pädagogischen Handelns, sondern als wichtigen Wirkfaktor für Entwicklung und Veränderung. Ziel ist eine reflektierte, wertschätzende und professionelle Beziehungsgestaltung, die Sicherheit vermittelt, Selbstwert stärkt und neue Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten eröffnet.
26.02.2027 – 27.02.2027
16.04.2027 – 17.04.2027
18.06.2027 – 19.06.2027
03.07.2027 – 03.07.2027
10.12.2027 – 11.12.2027
Schule und Bildung für alle
Das Themenfeld „Schule: Gute Bildung für alle“ umfasst Weiterbildungen zur heilpädagogischen Arbeit in Schule und Bildung. Im Mittelpunkt stehen inklusive Bildungsprozesse, individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung sowie die Frage, wie Heilpädagog:innen Teilhabe und gelingendes Lernen im System Schule unterstützen können.
Schule ist ein komplexer Bildungs- und Lebensort, an dem viele unterschiedliche Akteur:innen zusammenwirken. Heilpädagog:innen begleiten Schüler:innen, arbeiten mit Lehrkräften und weiteren Fachkräften zusammen und bringen ihre fachliche Perspektive in Förderplanung, Differenzierung und die Gestaltung individueller Lern- und Entwicklungsangebote ein.
Die Weiterbildungen greifen unterschiedliche Aspekte des schulischen Handlungsfeldes auf. Dazu gehören emotional-kognitives Lernen, Vorläuferfähigkeiten für schulisches Lernen, heilpädagogische Begleitung im Unterricht, Förderplanung sowie die Gestaltung gelingender Übergänge von der Kita in die Schule. Theorie und Praxis werden dabei miteinander verbunden und auf konkrete heilpädagogische Handlungsmöglichkeiten bezogen.
Ziel ist eine inklusive und wertschätzende Bildungspraxis, die unterschiedliche Lern- und Entwicklungswege berücksichtigt, Barrieren abbaut und allen Kindern Teilhabe an Bildung ermöglicht. Zugleich stärken die Weiterbildungen Heilpädagog:innen darin, ihre Rolle und ihre Aufgaben im multiprofessionellen System Schule fachlich zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
12.03.2027 – 12.03.2027
02.04.2027 – 03.04.2027
18.06.2027 – 19.06.2027
24.09.2027 – 25.09.2027
Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Kontext von Behinderung
Das Themenfeld „Liebe und Sexualität im Kontext von Behinderung“ umfasst Weiterbildungen zu sexueller Bildung, Selbstbestimmung, Partnerschaft, Intimität sowie Schutz und Prävention in der heilpädagogischen Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Heilpädagog Menschen mit Behinderung oder kognitiven Beeinträchtigungen in Fragen von Sexualität und Beziehung professionell begleiten und gleichzeitig Schutzrechte und individuelle Grenzen wahren können.
Sexualität gehört in jedem Lebensalter zur Persönlichkeitsentwicklung und ist Ausdruck von Identität, Beziehung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe. Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf sexuelle Bildung, Partnerschaft und Intimität sowie auf Schutz vor sexualisierter Gewalt. Heilpädagogisches Handeln bewegt sich dabei zwischen der Stärkung von Autonomie und der Verantwortung für Schutz und Prävention.
Die Weiterbildungen behandeln unter anderem kindliche Sexualität und sexuelle Bildung, sexuelle Rechte von Menschen mit Behinderung, Liebe und Partnerschaft, sexualisierte Gewalt, Täter sowie den professionellen Umgang mit Grenzverletzungen und Übergriffen. Sie vermitteln Fachwissen, stärken eine reflektierte Haltung und unterstützen Fachkräfte dabei, sensible Situationen sicher einzuordnen und angemessen zu handeln.
Ziel ist eine sexualfreundliche und zugleich schutzorientierte heilpädagogische Praxis, die Sexualität nicht tabuisiert, Selbstbestimmung stärkt und verlässliche Rahmenbedingungen für Beziehung, Teilhabe und Gewaltschutz schafft.
19.03.2027 – 19.03.2027
10.06.2027 – 10.06.2027
02.09.2027 – 02.09.2027
17.09.2027 – 17.09.2027
29.09.2027 – 29.09.2027
12.11.2027 – 12.11.2027
Erwachsene Menschen mit Behinderung im Blick
Das Themenfeld „Erwachsene Menschen mit Behinderung im Blick“ umfasst Weiterbildungen zur heilpädagogischen Begleitung erwachsener und älterer Menschen mit Behinderung in unterschiedlichen Lebensbereichen. Im Mittelpunkt stehen Teilhabe, Selbstbestimmung, Lebensqualität und individuelle Unterstützungsbedarfe sowie die Frage, wie heilpädagogische Fachkräfte passende Unterstützungsangebote gestalten und bestehende Barrieren abbauen können.
Erwachsene Menschen mit Behinderung bilden eine heterogene Personengruppe mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Ressourcen und Unterstützungsbedarfen. Heilpädagogisches Handeln setzt deshalb an der individuellen Lebenssituation an und berücksichtigt soziale, gesundheitliche, biografische und gesellschaftliche Bedingungen.
Die Weiterbildungen greifen unterschiedliche Themen des Erwachsenenlebens auf, darunter Gesundheit und Alter, Demenz, Wohnen, Pflege, soziale Beziehungen und Einsamkeit, heilpädagogische Diagnostik, komplexer Unterstützungsbedarf sowie Teilhabe am Arbeitsleben. Auch Schnittstellen zwischen Eingliederungshilfe und Pflege werden thematisiert.
Ziel ist eine personenzentrierte und teilhabeorientierte heilpädagogische Praxis, die Menschen mit Behinderung in ihrer Selbstbestimmung stärkt, individuelle Lebensentwürfe berücksichtigt und Fachkräfte dabei unterstützt, ihre Haltung und ihr professionelles Handeln kontinuierlich zu reflektieren.
25.01.2027 – 25.01.2027
17.03.2027 – 05.05.2027
19.04.2027 – 19.04.2027
24.06.2027 – 10.07.2027
30.09.2027 – 30.09.2027
01.10.2027 – 02.10.2027
06.10.2027 – 07.10.2027
12.10.2027 – 12.10.2027
03.11.2027 – 03.11.2027
ICF und personenzentrierte Planung
Das Themenfeld „ICF und personenzentrierte Planung“ umfasst Weiterbildungen zur Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und der ICF-CY sowie zu personenzentrierten Ansätzen der individuellen Lebens- und Zukunftsplanung. Im Mittelpunkt stehen Teilhabe, Bedarfsermittlung und die Frage, wie Unterstützungsprozesse fachlich fundiert und zugleich an den Wünschen, Zielen und Ressourcen der Menschen ausgerichtet werden können.
Die ICF und ICF-CY basieren auf dem bio-psycho-sozialen Modell der WHO. Sie ermöglichen es, Funktionsfähigkeit, Aktivitäten, Teilhabe sowie relevante Kontextfaktoren systematisch zu erfassen und eine gemeinsame Fachsprache für interdisziplinäre Zusammenarbeit zu nutzen. In der heilpädagogischen Praxis bilden sie unter anderem eine Grundlage für Förderplanung, Bedarfsermittlung sowie Berichte und Anträge im Rahmen der Eingliederungshilfe.
Die Weiterbildungen vermitteln Grundlagen und praktische Anwendung der ICF und ICF-CY, teilhabeorientierte Bedarfsermittlung, ICF-basierte Berichterstattung und Förderplanung sowie Persönliche Zukunftsplanung. Praxisbeispiele, Reflexion und Intervision unterstützen den Transfer in unterschiedliche heilpädagogische Arbeitsfelder.
Ziel ist eine personenzentrierte Praxis, die strukturierte fachliche Einschätzung mit den individuellen Lebensvorstellungen der Menschen verbindet und Teilhabe, Selbstbestimmung und eigene Zukunftsplanung stärkt.
26.02.2027 – 27.02.2027
06.04.2027 – 06.04.2027
24.04.2027 – 24.04.2027
13.10.2027 – 03.12.2027
13.11.2027 – 13.11.2027
Sozialrechtliche Rahmungen heilpädagogischen Handelns
Das Themenfeld „Sozialrechtliche Rahmungen heilpädagogischen Handelns“ umfasst Weiterbildungen zu den rechtlichen Grundlagen heilpädagogischer Arbeit, insbesondere im SGB VIII und SGB IX. Im Mittelpunkt stehen Leistungsansprüche, Zuständigkeiten, Teilhabeleistungen sowie Fragen des Leistungs- und Leistungserbringungsrechts.
Heilpädagog:innen begleiten Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen und unterstützen sie dabei, ihre Rechte und Ansprüche auf passende Leistungen wahrzunehmen. Dabei spielen unter anderem Eingliederungshilfe, Teilhabe an Bildung, Wunsch- und Wahlrecht, Bedarfsermittlung sowie Verwaltungsverfahren wie Bescheid, Widerspruch und Klage eine wichtige Rolle.
Die Weiterbildungen vermitteln rechtliche Orientierung und Handlungssicherheit für die heilpädagogische Praxis. Sie greifen sowohl die Perspektive der Leistungsberechtigten als auch die der Leistungserbringer auf und behandeln unter anderem Anspruchsvoraussetzungen, Zuständigkeiten, Leistungsumfang, Vereinbarungen und Vergütungen.
Ziel ist es, sozialrechtliche Zusammenhänge verständlich zu machen, rechtliche Handlungsmöglichkeiten einzuordnen und Fachkräfte darin zu stärken, Menschen bei der Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer Rechte professionell zu unterstützen.
12.02.2027 – 06.03.2027
09.03.2027 – 16.03.2027
29.06.2027 – 07.09.2027
21.09.2027 – 26.10.2027
26.10.2027 – 09.11.2027
Heilpädagogik wirkt in Leitungsfunktionen
Das Themenfeld „Heilpädagogik wirkt in Leitungsfunktionen“ umfasst Weiterbildungen zu Führung, Leadership und Organisationsentwicklung in heilpädagogischen Arbeitsfeldern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Leitungskräfte heilpädagogische Fachlichkeit, Teilhabe, Personenzentrierung und eine wertschätzende Zusammenarbeit nachhaltig in Teams und Organisationen verankern können.
Heilpädagogische Leitung bedeutet mehr als Organisation und den Einsatz einzelner Führungstechniken. Führungskräfte geben Orientierung, treffen Entscheidungen, gestalten Beziehungen und begleiten Veränderungsprozesse. Dabei reflektieren sie ihre eigene Rolle und schaffen Rahmenbedingungen, in denen Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und gemeinsame Entwicklungsprozesse möglich werden.
Die Weiterbildungen greifen unter anderem Führungspraxis und Coaching, inklusives Leadership, Rollen- und Haltungsfragen, Mitbestimmung, Personal- und Organisationsentwicklung, Wissensmanagement sowie die fachliche Entwicklung von Teams auf. Im Fokus steht dabei immer die Verbindung von Führungskompetenz und heilpädagogischer Fachlichkeit.
Ziel ist ein reflektiertes heilpädagogisches Leitungshandeln, das Entwicklung ermöglicht, Beteiligung stärkt und dazu beiträgt, Teilhabe, Selbstbestimmung und professionelle Qualität dauerhaft in Organisationen zu verankern.
05.04.2027 – 19.04.2027
15.04.2027 – 15.04.2027
04.06.2027 – 04.06.2027
21.07.2027 – 21.07.2027
23.09.2027 – 23.09.2027
28.09.2027 – 28.09.2027
11.10.2027 – 11.10.2027
05.11.2027 – 05.11.2027
Heilpädagogische Professionalität und Haltung
Das Themenfeld „Heilpädagogische Professionalität und Haltung“ umfasst Weiterbildungen zu Berufsethik, professioneller Selbstreflexion, Beziehungsgestaltung und der Weiterentwicklung heilpädagogischer Fachlichkeit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Heilpädagog ihr berufliches Handeln bewusst reflektieren und ihre fachliche Haltung in unterschiedlichen Praxisfeldern weiterentwickeln können.
Heilpädagogisches Handeln ist immer durch Beziehungen, fachliche Werte und ein bestimmtes Menschenbild geprägt. Dazu gehören die Anerkennung jedes Menschen als Person, die Überzeugung von Entwicklungs- und Bildungsfähigkeit sowie eine wertschätzende und ressourcenorientierte Grundhaltung.
Die Weiterbildungen greifen unterschiedliche Aspekte professioneller Haltung auf, darunter fachliches und autobiografisches Schreiben, Reflexion inklusiver Prozesse, der Umgang mit Diskriminierung, Mitbestimmung, Kommunikation sowie die öffentliche Darstellung heilpädagogischer Fachlichkeit. Sie verbinden fachliches Wissen mit Selbstreflexion und der Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Fachkraft.
Ziel ist eine reflektierte heilpädagogische Professionalität, die fachliche Kompetenz, ethische Orientierung und persönliche Haltung miteinander verbindet und dadurch verantwortungsvolles und teilhabeorientiertes Handeln ermöglicht.
05.02.2027 – 06.02.2027
15.02.2027 – 01.03.2027
24.02.2027 – 24.02.2027
08.04.2027 – 08.04.2027
14.09.2027 – 14.09.2027
04.12.2027 – 04.12.2027
Selbstständigkeit als Heilpädagog:in
Das Themenfeld „Selbstständigkeit als Heilpädagog:in“ umfasst Weiterbildungen zur Gründung, Führung, Weiterentwicklung und Übergabe heilpädagogischer Praxen und Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen fachliche, rechtliche, wirtschaftliche und organisatorische Fragen rund um die selbstständige Tätigkeit in der Heilpädagogik.
Eine eigene heilpädagogische Praxis zu führen bedeutet, fachliche Qualität mit unternehmerischer Verantwortung zu verbinden. Dazu gehören unter anderem Praxisgründung, Finanzierung, Personalführung, Datenschutz, rechtliche Rahmenbedingungen, Organisationsentwicklung sowie die Weiterentwicklung der eigenen unternehmerischen Rolle.
Die Weiterbildungen begleiten unterschiedliche Phasen der Selbstständigkeit – vom Weg in die eigene Praxis über Wachstum und Veränderungsprozesse bis zur Praxisnachfolge, Betriebsveräußerung oder Betriebsaufgabe. Dabei geht es sowohl um konkretes unternehmerisches Wissen als auch um die Frage, wie heilpädagogische Werte und fachliche Standards im Praxisalltag dauerhaft gesichert werden können.
Ziel ist ein professionelles heilpädagogisches Unternehmertum, das fachliche Qualität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und rechtliche Sicherheit miteinander verbindet und selbstständige Heilpädagog:innen dabei unterstützt, ihre Praxis nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.
05.03.2027 – 06.03.2027
20.04.2027 – 20.04.2027
24.04.2027 – 06.11.2027
15.10.2027 – 16.10.2027
08.11.2027 – 09.11.2027
Herausforderndem Verhalten heilpädagogisch begegnen
Das Themenfeld „Herausforderndes Verhalten – heilpädagogische Betrachtungsweisen“ umfasst Weiterbildungen zum Verstehen und professionellen Begleiten von Menschen, deren Verhalten Fachkräfte und ihr Umfeld vor besondere Herausforderungen stellt. Im Mittelpunkt steht die heilpädagogische Grundannahme, dass Verhalten sinnhaft ist und im Zusammenhang mit individuellen Erfahrungen, Beziehungen, Umweltbedingungen und institutionellen Strukturen betrachtet werden muss.
Herausforderndes Verhalten kann Ausdruck von Überforderung, Bedürfnissen, Ängsten, biografischen Erfahrungen oder fehlenden Handlungsmöglichkeiten sein. Heilpädagogisches Handeln setzt deshalb nicht allein an der Veränderung von Verhalten an, sondern fragt nach dessen Bedeutung und nach Bedingungen, die Entwicklung, Beziehung und Teilhabe ermöglichen.
Die Weiterbildungen vermitteln unterschiedliche Zugänge, darunter verstehende heilpädagogische Ansätze, Fallbesprechung und Coaching, Rehistorisierung, Low Arousal, Perspektivwechsel sowie die Reflexion von pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen. Praxisbeispiele unterstützen dabei, neue Sichtweisen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für herausfordernde Situationen zu entwickeln.
Ziel ist eine professionelle und wertschätzende Haltung, die Menschen nicht auf ihr Verhalten reduziert, Ressourcen und Barrieren gleichermaßen in den Blick nimmt und Fachkräfte darin stärkt, auch in belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben.
22.02.2027 – 03.03.2027
30.04.2027 – 30.04.2027
14.06.2027 – 14.06.2027
03.09.2027 – 12.11.2027
09.09.2027 – 23.09.2027
11.11.2027 – 11.11.2027
Familien begleiten und stärken
Das Themenfeld „Familien stärken und begleiten“ umfasst Weiterbildungen zur heilpädagogischen Beratung und Begleitung von Familien in belastenden oder veränderten Lebenssituationen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung von Eltern und Kindern, der Schutz kindlicher Entwicklung sowie die Frage, wie Familien ressourcenorientiert, wertschätzend und professionell begleitet werden können.
Psychische Erkrankungen, Behinderungen oder schwere Erkrankungen eines Familienmitglieds können das gesamte Familiensystem beeinflussen. Heilpädagogisches Handeln nimmt deshalb die Bedürfnisse, Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten aller Beteiligten in den Blick und unterstützt Familien dabei, Orientierung zu gewinnen, Selbstwirksamkeit zu erfahren und individuelle Lösungswege zu entwickeln.
Die Weiterbildungen behandeln unter anderem Kinder psychisch erkrankter Eltern, Psychoedukation, ressourcenorientierte und systemische Familienberatung sowie die Begleitung von Eltern nach der Diagnose einer Behinderung oder schweren Erkrankung ihres Kindes. Auch der Aufbau tragfähiger Unterstützungsnetzwerke und der Umgang mit besonderen familiären Belastungssituationen spielen eine wichtige Rolle.
Ziel ist eine heilpädagogische Familienbegleitung, die Beziehungen stärkt, Ressourcen aktiviert, Kinder schützt und Familien darin unterstützt, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven weiterzuentwickeln.
12.01.2027 – 12.01.2027
05.03.2027 – 05.03.2027
06.03.2027 – 06.03.2027
21.05.2027 – 22.05.2027
25.10.2027 – 25.10.2027
Kultursensible Perspektiven
Das Themenfeld „Kultursensible Perspektiven in der Heilpädagogik“ umfasst Weiterbildungen zu Migration, Mehrsprachigkeit, Fluchterfahrung und intersektionalen Lebenslagen in der heilpädagogischen Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Heilpädagog:innen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen und biografischen Erfahrungen professionell, diskriminierungssensibel und teilhabeorientiert begleiten können.
Heilpädagogisches Handeln findet immer in gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten statt. Vorstellungen von Behinderung, Entwicklung, Erziehung und Unterstützung können sich ebenso unterscheiden wie sprachliche Voraussetzungen, Erfahrungen von Zugehörigkeit oder Ausgrenzung. Eine kultursensible Perspektive unterstützt Fachkräfte dabei, diese Unterschiede wahrzunehmen, eigene Deutungsmuster zu reflektieren und Barrieren in Kommunikation und Unterstützung abzubauen.
Die Weiterbildungen behandeln unter anderem Mehrsprachigkeit und Sprachförderung, Elternarbeit im Kontext von Autismus und Migration, heilpädagogische Begleitung von Kindern mit Fluchterfahrung sowie intersektionale Perspektiven auf Behinderung und Migration.
Ziel ist eine kultursensible und diskriminierungskritische heilpädagogische Praxis, die Vielfalt anerkennt, unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt und Zugänge zu Beratung, Bildung, Förderung und gesellschaftlicher Teilhabe verbessert.
16.04.2027 – 17.04.2027
08.06.2027 – 08.06.2027
16.09.2027 – 11.11.2027
08.10.2027 – 15.10.2027
11.10.2027 – 11.10.2027
Barrieren in der Kommunikation abbauen
Das Themenfeld „Barrieren in der Kommunikation abbauen“ umfasst Weiterbildungen zu Unterstützter Kommunikation, Kommunikationsförderung und teilhabeorientierter Verständigung in der heilpädagogischen Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Heilpädagog:innen Menschen mit unterschiedlichen Kommunikationsbedarfen dabei unterstützen können, sich auszudrücken, verstanden zu werden und aktiv am sozialen Leben teilzunehmen.
Kommunikation ist eine zentrale Voraussetzung für Selbstbestimmung, Beziehung und gesellschaftliche Teilhabe. Wenn lautsprachliche Kommunikation erschwert oder nicht möglich ist, braucht es alternative und ergänzende Ausdrucksformen. Dazu gehören unter anderem Gebärden, Symbole, Bilder, elektronische Kommunikationshilfen, Leichte Sprache und körperbezogene Ausdrucksformen.
Die Weiterbildungen vermitteln Grundlagen und praktische Methoden der Unterstützten Kommunikation (UK), der Bedarfsanalyse, des Modellings sowie der Kommunikationsanbahnung bei Kindern und Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf. Weitere Themen sind selektiver Mutismus, Gebärdenunterstützung und Partizipation durch einfache und alltagsnahe Kommunikation.
Ziel ist eine heilpädagogische Praxis, die kommunikative Barrieren abbaut, individuelle Ausdrucksmöglichkeiten erweitert und Verständigung als Grundlage für Selbstwirksamkeit, Beziehung und Teilhabe stärkt.
22.01.2027 – 23.01.2027
19.02.2027 – 19.03.2027
26.02.2027 – 09.04.2027
13.03.2027 – 13.03.2027
14.07.2027 – 14.07.2027
24.09.2027 – 24.09.2027
01.10.2027 – 01.10.2027
Intensiv-Erkundungen
Das Themenfeld „Intensiv-Erkundungen“ richtet sich an erfahrene heilpädagogische Fachkräfte, die komplexe fachliche, ethische und professionelle Fragestellungen vertiefend bearbeiten möchten. Im Mittelpunkt stehen Themen, für die es keine einfachen Antworten gibt und die eine fundierte Auseinandersetzung mit heilpädagogischem Wissen, Praxiserfahrung und professioneller Haltung erfordern.
Heilpädagogisches Handeln ist von Spannungsfeldern und Dilemmata geprägt. Die Intensiv-Erkundungen schaffen Raum, solche Fragen genauer zu betrachten, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und bestehende Annahmen kritisch zu reflektieren. Ein fachlicher Impuls bildet jeweils den Ausgangspunkt für eine vertiefende gemeinsame Diskussion.
Die Weiterbildungen greifen unterschiedliche aktuelle und grundlegende Fragestellungen auf, darunter projektive Verfahren aus phänomenologischer Perspektive, Unterstützte Kommunikation bei Menschen im Autismus-Spektrum, Unterstützte Entscheidungsfindung bei komplexer Behinderung sowie psychosoziale Belastungen von Kindern und Jugendlichen in Krisenzeiten.
Ziel ist nicht die Vermittlung fertiger Lösungen, sondern die gemeinsame fachliche Erkundung komplexer Fragen. Die Teilnehmenden erweitern ihre Perspektiven, schärfen ihre professionelle Urteilskraft und entwickeln neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten für die heilpädagogische Praxis.
05.03.2027 – 05.03.2027
09.04.2027 – 09.04.2027
29.04.2027 – 29.04.2027
22.10.2027 – 22.10.2027
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