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Datenschutz in Heilpädagogischen Praxen. Sozialdatenschutz und EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

In heilpädagogischen Praxen werden eine Fülle von überwiegend sensiblen Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert. Die Weitergabe erfolgt intern sowie an Personen außerhalb der Einrichtung.

Zum Umgang mit diesen Daten stellen sich unter anderem folgende Fragen:

Welche Daten von Klient:innen, Kooperationspartner:innen und Mitarbeitenden dürfen erhoben, gesammelt, elektronisch gespeichert oder weitergegeben werden?

Dürfen Personen fotografiert oder per Video aufgezeichnet werden?

Wer erteilt bei getrenntlebenden Eltern eine Einwilligung zur Datenweitergabe?

Wie sind Daten vor unrechtmäßigem Zugriff oder Weitergabe zu schützen?

Wann sind die Daten zu löschen?

Welche Notwendigkeiten zur Regelung des Umgangs mit KI bestehen für Heilpädagogische Praxen?

Welche Praxen benötigen eine Datenschutzbeauftragte / einen Datenschutzbeauftragten?

Praxisinhaber:innen werden als Verantwortliche im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung bei Verstößen u. U. haftbar gemacht: Abgesehen von möglichen Geldbußen nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung können auch Klient:innen und Mitarbeitende beispielsweise wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts klagen und Entschädigung in Geld verlangen. Deshalb empfiehlt es sich, das nötige Grundwissen in einem Seminar zu erwerben.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Bedeutung und Begriff des Datenschutzes beschreiben,
  • die Rechte auf informationelle Selbstbestimmung erläutern,
  • die Grundzüge der EU-Datenschutz-Grundverordnung sowie das BDSG-neu darlegen,
  • gesetzliche Vorgaben der Zulässigkeit und Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung kennen,
  • Rechte der Betroffenen und Mitarbeitenden differenzieren,
  • die Verwendung von Fotos, Videos, Tonaufzeichnungen sowie sozialen Medien unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten diskutieren,
  • die Verwendung von KI in die Datenschutzerklärung aufnehmen,
  • nötige technische und organisatorische Maßnahmen beschreiben,
  • Bußgelder und Sanktionen kennen,
  • Muster zur Einwilligung/Schweigepflichtentbindung beurteilen.

  • Dazu erhalten Sie ein Skript mit Mustern zur Einwilligung/Schweigepflichtentbindung.


    Auffälliges Verhalten kreativ verstehen - Heilpädagogisch Handeln in herausfordernden Situationen. Ein Coachingangebot

    Im Kontext auffälliger Verhaltensweisen entwickeln sich herausfordernde Situationen. Die Befragung von Fachkräften der pädagogischen Praxis nach Verhaltensweisen von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, die als auffällig angesehen werden, ergibt in der Regel ein vielfältiges Bild. Das Spektrum reicht beispielsweise von mangelnder Leistungsmotivation über psychosomatische Beschwerden, unzureichender Impulskontrolle bis hin zu Übergriffen oder Gewalttaten.

    Professionelles Handeln setzt ein Verstehen der Ursachen und Bedingungsfaktoren voraus, das sowohl biografische Aspekte als auch aktuelle Kontexte und insbesondere die subjektiven Perspektiven der beteiligten Menschen berücksichtigt. Aus der Reflexion dieser Faktoren ergeben sich lösungsorientierte Perspektiven.

    Mehr noch als spezielle Methoden der Entwicklungsförderung sind eine Haltung und Kompetenzen erforderlich, die durch das Erfassen der o. g. Aspekte ein tieferes Verstehen ermöglichen und so zu einer Beziehungsgestaltung führen, die den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neue Erfahrungen ermöglichen und Entwicklungschancen eröffnen.

    In diesem Fallseminar steht die Arbeit an Praxisbeispielen der Teilnehmenden im Vordergrund.

    Es werden sowohl heilpädagogische Vorgehensweisen in herausfordernden Situationen aufgezeigt als auch methodisch kreative Ansätze zur Gestaltung von Fallbesprechungen vermittelt.


    Herausforderndes Verhalten bei Kindern annehmen - ergründen - verstehen, um handlungsfähig zu sein

    Der Alltag in der Kindertageseinrichtung ist herausfordernd – für Fachkräfte wie Kinder gleichermaßen. Auf Seiten der Kinder kann sich dies in auffälligem Verhalten, im Sinne von "Verhalten, das mir auffällt" zeigen. Als Heilpädagog:in gilt es, sich dieser Herausforderung zu stellen, sie anzunehmen und versuchen, zu ergründen, was hinter diesem Verhalten steckt. Denn die dadurch entstehenden Hypothesen helfen, das Kind zu verstehen und eröffnen so Handlungsspielräume. Dadurch erleben sich Fachkräfte wieder als agierend und nicht mehr nur als reagierend. Das Kind erlebt sich als selbstwirksam und lernend und gemeinsam wird versucht, herausfordernde Situationen zu minimieren und präventiv tätig sein zu können.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • herausforderndes Verhalten in möglichen Bedeutungen beschreiben,
  • theoriegeleitet und praxisnah Hypothesen zur Genese des als herausfordernd erlebten Verhaltens entwickeln,
  • auf der Basis der erarbeiteten Hypothesen Handlungsmaßnahmen erstellen,
  • das Kind im Kontext seines Gewordenseins anerkennen,
  • die eigene Rolle und heilpädagogische Professionalität reflektieren.


  • Autistische Kinder in der Kita: Struktur und visuelle Strategien im heilpädagogischen Alltag

    Die Teilhabe autistischer Kinder am gemeinsamen Alltag in der Kindertagesstätte kann mit deutlichen Behinderungserfahrungen verbunden sein. Aus diesem Umstand resultieren Handlungsaufträge sowohl für Heilpädagog:innen und pädagogische Fachkräfte in der Kita als auch für die Frühförderung.

    In Interaktionssituationen kann sich autistisches Verhalten mit seinen Stärken zeigen oder als Spannung erlebt werden. Dabei haben autistische Kinder einerseits oft ein großes Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit und Aufrechterhaltung von Ordnung. Andererseits ist es wichtig, eine Balance zwischen Struktur und Flexibilität für die gemeinsamen Alltagsabläufe und Aktivitäten zu finden. Im Seminar soll erarbeitet werden, wie autismussensible Strukturen und visuelle Hilfen in der Kindertagesstätte aufgebaut und etabliert werden können.  

    Nach einem Überblick über aktuelle Perspektiven auf Autismus werden Strategien zur Unterstützung autistischer Kinder in verschiedenen Alltagssituationen vorgestellt und mit dem Fokus auf Generalisierung diskutiert.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Aktuelle Konzepte über Autismus darstellen,
  • entlang aktueller Konzepte über Autismus individuelle heilpädagogische Handlungsstrategien skizzieren,
  • autismussensible Leitlinien zur Strukturierung und Visualisierung von Lern- und Spielangeboten kennen,
  • die besonderen Bedarfe der Kinder des Autismusspektrums insbesondere zum Umgang mit sensorischer Sensibilität verstehen,
  • individuelle und individuell-wirksame Ressourcen und Stärken sowie Barrieren und Hindernisse identifizieren,
  • individuelle Unterstützungskonzepte entwickeln,
  • mithilfe von Fallbeispielen praxisnahe Lösungsstrategien reflektieren,
  • die Maßnahmen vor dem Hintergrund heilpädagogischer Aufträge evaluieren.


  • Medienbildung in (inklusiven) Kitas - Herausforderungen & Handlungsmöglichkeiten für Heilpädagog:innen

    Kindertageseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, Kinder auf das Leben in einer zunehmend digitalisierten Welt vorzubereiten. Im Seminar wird sich mit den Chancen und Risiken digitaler Medien auf die kindliche Entwicklung auseinandergesetzt, insbesondere auch in Hinblick drauf, dass Heilpädagog:innen in Kitas Kinder mit unterschiedlichsten Besonderheiten, Erfahrungen, Lebensumständen – auch in Hinblick auf deren mediale Lebenswelt – begleiten.

    Zentrales Ziel von Medienbildung ist es daher, dass Kinder die Chancen von Digitalisierung langfristig erkennen und nutzen können – sie aber gleichzeitig auch vor negativen Auswirkungen geschützt werden.

    Die Förderung von Medienmündigkeit ist bereits in der Kita möglich: Denn zum einen kann Medienkompetenz schon ab der Geburt gefördert werden und zum anderen eröffnet eine an der Entwicklung von Kindern orientierte aktive Medienbildung Kindern wichtige Zukunftschancen.

    Deshalb werden im Seminar praktische Ansätze der entwicklungsgemäßen Medienarbeit für Heilpädagog:innen in Fach- und Gruppendienst vorgestellt. Dafür werden Aktivitäten mit vielfältigen Medien (z.B. Bücher, Handpuppen, Theater, Tablets) vorgestellt und deren Vor- und Nachteile besprochen.  So wird anschaulich gezeigt, wie Kinder dabei unterstützt werden können, medienbezogene Fähigkeiten und technische Vorläuferfähigkeiten zu entwickeln - kreativ, inklusiv & orientiert an empirischen Erkenntnissen der Medienpädagogik.

    Zum anderen stellt für Heilpädagog:innen insbesondere die Arbeit mit dem sozialen Umfeld der Kinder eine zentrale Aufgabe dar, weshalb ein weiterer Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit den Eltern sowie der reflexiven Arbeit mit Kita-Teams liegt.

    Abschließend wird ein Ansatz für die Verankerung und Weiterentwicklung von Medienkonzepten in Kitas vorgestellt.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Chancen und Risiken digitaler Medien auf kindliche Entwicklung beschreiben,
  • praktische Ansätze der Medienarbeit kennenlernen,
  • vielfältige Medien und deren Vor- und Nachteile besprechen,
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Eltern erörtern,
  • Professionalität im Kita-Team reflektieren,
  • Medienkonzepte in Kitas verankern und weiterentwickeln.

  • Kinderrechte und Kinderschutzwissen in der heilpädagogischen Praxis

    Als heilpädagogische Fachkraft begleiten Sie Kinder und Jugendliche häufig über einen langen Zeitraum und bauen vertrauensvolle Beziehungen auf. Damit übernehmen Sie eine besondere Verantwortung für den Schutz und die Wahrung ihrer Rechte. Dieses Seminar vermittelt die fachlichen Grundlagen eines professionellen Kinderschutzes und verbindet Kinderrechte, Schutzauftrag und heilpädagogische Haltung zu einer praxisnahen Handlungssicherheit. Gemeinsam reflektieren wir die Rolle heilpädagogischer Fachkräfte, klären gesetzliche Grundlagen und entwickeln ein gemeinsames Verständnis dafür, wie Kinderschutz im pädagogischen Alltag wirksam gelebt werden kann.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Kinderrechte und Kinderschutz in Aufbau und Bedeutung verstehen,
  • Bücher, Materialien und Methoden zur Umsetzung in der Praxis kennen,
  • in dem Zusammenhang relevante gesetzliche Grundlagen darlegen,
  • die Bezüge zu Bedarfen im Schutzkonzept herstellen,
  • die Rolle heilpädagogischer Fachkräfte im Kinderschutz reflektieren.


  • Kindeswohlgefährdungen wahrnehmen und professionell handeln - Handlungssicherheit für die heilpädagogische Praxis

    Kindeswohlgefährdungen zeigen sich nicht immer eindeutig. Gerade in der heilpädagogischen Arbeit können Entwicklungsbesonderheiten, Behinderungen oder herausfordernde Verhaltensweisen den Blick auf tatsächliche Gefährdungsanzeichen erschweren. Dieses Seminar vermittelt praxisnah, wie Anhaltspunkte einer möglichen Kindeswohlgefährdung fachlich fundiert eingeschätzt werden können und welche Handlungsschritte daraus folgen. Neben der Gefährdungseinschätzung stehen Dokumentation, kollegiale Beratung, Gespräche mit Sorgeberechtigten sowie das professionelle Vorgehen im Rahmen des Schutzauftrags im Mittelpunkt. Ziel ist es, Sicherheit für schwierige Entscheidungssituationen zu gewinnen und im Ernstfall besonnen, strukturiert und verantwortungsvoll handeln zu können.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • gewichtige Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung beschreiben,
  • Fragen des Kinderschutzes und der Kindeswohlgefährdung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und (komplexen) Hilfebedarfen diskutieren,
  • Besonderheiten der Dokumentation im Kontext einer möglichen Kindeswohlgefährdung kennen,
  • Methoden der Beteiligung im Schutzauftrag von Kindern mit Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten anwenden,
  • ein kinderschutzrelevantes Netzwerk entwickeln.


  • Rote Schuhe, schwarze Nudeln, wilde Träume und der Vollmond im letzten Sommer - Oder: Wann hast du den letzten Kirschkern gespuckt? Kreatives und (auto)biografisches Schreiben in der Heilpädagogik

    Andreas Fröhlich sagte einmal, wenn ein Mensch in einer Institution lebe, umfasse seine Lebensgeschichte nur die Zeit, in der sich noch jemand an die kleinen Alltagsgeschichten erinnere: die besondere Geburtstagsparty, den Ausflug mit dem unfreiwilligen Bad im Bodensee, die Liebesgeschichte… Dabei prägen uns genau diese kleinen Geschichten, die wir erzählen und die häufig mit einem Schmunzeln verbunden sind.

    Viele Menschen schreiben ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf, was ihrer Lebensgeschichte noch einmal und ganz neu Bedeutung gibt. Wenn wir uns vergegenwärtigen, wie häufig heilpädagogisches Personal wechselt, wird deutlich, dass wir von vielen Klientinnen und Klienten zwar Akten und Testergebnisse haben, aber keine lebendige Lebensgeschichte.

    Die methodischen Ansätze des kreativen und (auto)biografischen Schreibens geben Heilpädagog:innen einfache Möglichkeiten an die Hand, mit Klient:innen Texte zu verfassen, die für alle Beteiligten der Begleitung von Bedeutung sind.  

    Schreiben können wir mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters, mit Eltern und Verwandten, mit Menschen mit oder ohne Behinderung. Und wer nicht selbst schreiben kann, diktiert.

    Dabei entstehen Geschichten, Märchen, poetische Texte, Gedichte, Songtexte etc., witzig oder berührend.

    Im Workshop schreiben wir selber Texte, die wir miteinander teilen können. Wir lernen methodische Schreibimpulse kennen, die für verschiedene Zielgruppen variiert werden können, und beschäftigen uns mit Hilfsmitteln für spontanes Schreiben, z. B. in Begleitung und Therapie. Zudem reflektieren wir über Organisationsformen für Schreibgruppen, z. B. in Senioren-Einrichtungen.

    Ihr braucht: Papier und Stifte zum Schreiben, sowie leckeres Essen für die Pausen. (Sorgt für euch!) Für alle anderen Materialien sorge ich.

    Auf ins gemeinsame Schreib-Abenteuer! Lasst uns Freude erfahren in der Begegnung und dem Teilen von Ideen, Erfahrungen, Fantasien und Texten, humorvoll und berührend: Frei nach dem Motto: "Und wann hast du deinen letzten Kirschkern gespuckt - und getroffen?"


    Heilpädagogischer Fachlichkeit Ausdruck geben

    Heilpädagogische Fachlichkeit wird öffentlich sichtbar, indem Haltungen von Heilpädagog:innen sowie deren Kompetenzen, Erfahrungen und Standpunkte zu aktuellen Fragestellungen fachlich fundiert formuliert und nachvollziehbar dargestellt werden (z. B. in Konzeptionen, Fachartikeln oder anderen Veröffentlichungen).

    Dadurch wird die Bedeutung heilpädagogischen Handelns und die Notwendigkeit heilpädagogischer Leistungen deutlich – etwa für Vertreter:innen anderer Disziplinen oder auch für Leistungsträger:innen. Zugleich bilden solche Texte eine wichtige Grundlage für fachliche Diskurse – sowohl innerhalb der Heilpädagogik als auch darüber hinaus.

    Hierfür erweist sich die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten, mit der Entwicklung stringenter Argumentationen sowie mit Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens als gewinnbringend.

    Die Bildungsveranstaltung zielt darauf ab, grundlegendes Handwerkszeug für das Verfassen eigener Texte für die Fachöffentlichkeit zu vermitteln. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Theorien und Texten sowie deren Reflexion. Darauf aufbauend werden eigene Erkenntnisse entwickelt und in einem weiteren Schritt so aufbereitet, dass sie für andere zugänglich und nachvollziehbar dargestellt werden können. Auf diese Weise werden fachliche und theoretische Überlegungen relevant für die heilpädagogische Praxis.

    Anhand der Erstellung und Reflexion eigener Texte werden Impulse gegeben, wie wissenschaftliche Kriterien umgesetzt, Texte verfasst und Beiträge zum heilpädagogischen Diskurs geleistet werden können.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Fragestellungen und Traditionen der Heilpädagogik kennen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten
  • (Qualitäts-)Kriterien wissenschaftlicher Texte kennen und anwenden
  • mit wissenschaftlichen Texten als Quelle umgehen,
  • eine eigene Arbeits- und Schreibstrategie entwickeln
  • mit Herausforderungen im Schreibprozess (z. B. Schreibblockaden) umgehen
  • eigene fachliche Texte verfassen


  • Innere Denk-Räume schaffen. Reflexive Haltung als Kernkompetenz zur Förderung inklusiver Prozesse in der Kindertagesstätte

    Inklusion ist ein vielfältig diskutiertes Thema im bildungspolitischen Diskurs. Das Ziel von Inklusion im Elementarbereich sollte sein, allen Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, unabhängig von sozialen Zuschreibungsprozessen oder Etikettierungen. Hierbei ist es von besonderer Bedeutung, neben den 'sichtbaren' Barrieren auf rechtlicher, institutioneller oder professioneller Ebene auch jene zu beachten, die nicht sofort erkennbar sind. Der Fokus liegt dabei auf die Betrachtung der "inneren Seite von Inklusion" (Katzenbach 2012) und der damit einhergehenden psychodynamischen Betrachtung von Ein- und Ausgrenzungsprozessen.

    Durch das Konzept der Mentalisierung wird ein Bezugsrahmen geschaffen, der zum Nachdenken und Verstehen von mentalen Prozessen auf unterschiedlichen Ebenen einlädt. Inklusion wird so auch als innerpsychischer Prozess der Annäherung und Differenzierung gefasst, dem Anderen einen inneren Raum zur Verfügung zu stellen, mit dem Ziel, zunächst inneren Ausstoßungstendenzen entgegenzuwirken, die letztlich äußere Ausgrenzungsprozesse verursachen. Dabei wird die Bedeutung eines inneren Denkraumes, im Zusammenhang mit inneren inklusiven Prozessen, herausgestellt, die letztlich als eine Voraussetzung für 'äußere' Inklusion betrachtet werden können. Im Sinne 'inklusiver' Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte würde es dann darum gehen, entsprechende Handlungskompetenzen zu erlangen, die einen reflexiven Umgang mit (unbewussten) Interaktionsprozessen ermöglichen und Strukturen zu schaffen, die innere Denkräume stabilisieren und erweitern.