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Einführung in Unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation (UK) ist insbesondere im Rahmen der Entwicklung der Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen ein Feld heilpädagogischen Handelns. Im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird Unterstützte Kommunikation als Maßnahme der Teilhabeermöglichung aufgeführt.

In der heilpädagogischen Förderung und Begleitung sind Hauptziele unter anderem Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Selbstbestimmung. Diese Ziele können nur umfassend von jemandem erreicht werden, der selber äußern kann, was seine Bedürfnisse, Wünsche, Gedanken und Gefühle sind.

Unterstützte Kommunikation bietet dem Umfeld eine Möglichkeit, Kommunikation auf sozial akzeptable Weise allgemeinverständlich anzubahnen bei Menschen, die nicht oder wenig sprechen können. So können sie ihr Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung verwirklichen.

Dieses praxisorientierte Grundlagenseminar bietet einen Überblick über Möglichkeiten und Grenzen Unterstützter Kommunikation. Sie werden hier praktisch in Berührung mit diesem heilpädagogisch-therapeutischen Arbeitsfeld gebracht und erfahren durch eigenes Handeln die Bedeutung von Unterstützter Kommunikation.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Grundbegriffe der Unterstützten Kommunikation kennen,
  • Grundhaltung und Grundprinzipien Unterstützter Kommunikation beschreiben,
  • Zielgruppen für Unterstützte Kommunikation definieren,
  • verschiedene Kommunikationsformen (körpereigene, nicht-elektronische und elektronische) kennen und ausprobieren,
  • Kommunikationsdiagnostik anhand der Kommunikationsfunktionen durchführen,
  • das Umfeld in der Unterstützten Kommunikation: Partnerstrategien entwickeln.


  • Bedarfsanalyse in der Unterstützten Kommunikation (UK) - Beobachten und Einschätzen kommunikativer Kompetenzen

    In der Unterstützten Kommunikation werden verschiedene Kommunikationsformen und -hilfen verwendet. Ein Ziel heilpädagogischer Begleitung und Unterstützung liegt darin, diese personenorientiert und bedarfsgerecht auszuwählen sowie deren Implementation zu evaluieren.

    Dieser Aufbaukurs setzt Grundwissen über Unterstützte Kommunikation voraus. In dieser Veranstaltung beschäftigen Sie sich mit verschiedenen Verfahren, mit denen Sie die Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person mit UK-Bedarf in Bezug auf ihre Kommunikation erheben können.

    Zwischen den beiden Kursteilen wenden Sie eins der Instrumente in der Praxis an. Im zweiten Kursteil erfolgt dann die Reflexion über den Umgang mit den Verfahren und den Instrumenten.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Formen und Hilfen der Unterstützten Kommunikation beschreiben,
  • Verfahren zur Erhebung der kommunikativen Fähigkeiten und Möglichkeiten einer Person kennen,
  • Kommunikationsmöglichkeiten einer Person sowie ihres Umfeldes ermitteln,
  • eine Form/Hilfe der Unterstützten Kommunikation mit der betreffenden Person auswählen,
  • den Prozess der Implementation evaluieren.


  • Hier rede ich! Zum Grundverständnis des selektiven Mutismus bei Kindern und Jugendlichen

    Selektiver Mutismus wird als dauerhaftes, wiederkehrendes Schweigen in bestimmten

    Situationen und/oder gegenüber bestimmten Personen sowie trotz vorhandener Sprechfähigkeit, definiert.

    Ein Beispiel:
    Die Eltern berichten, dass das Kind zu Hause "wasserfallartig" sprechen würde, aber in der Schule oder der Kita nur leise mit einzelnen Kindern spreche. Wird das Kind von Fremden angesprochen, antwortet es nicht und wirkt wie eingefroren. Der Blick wendet sich ab, der Körper wirkt unbeweglich.

    Diese und andere Merkmale werden oft beschrieben. Darüber hinaus gibt es weitere, sehr verschiedene Ausprägungsformen. Das Verstummen in bestimmten Situationen führt zu einem hohen Leidensdruck bei Betroffenen und Angehörigen. Oft reagiert das Umfeld mit Unverständnis und Fehldeutungen.

    Selektiver Mutismus bedeutet, dass ein Mensch in seiner sprachlichen Handlungsfähigkeit so stark beeinträchtigt ist, dass es Auswirkungen auf seine Identitätsentwicklung hat. Im ICD 11 wird selektiver Mutismus als Angststörung eingeordnet.

    Die Heilpädagogik bringt viele passende Perspektiven und Ansätze für einen gelingenden Umgang mit selektivem Mutismus ein und ergänzt die vorhandenen Therapiekonzepte. Ein wesentlicher Teil des Vorgehens besteht darin, sichere Orte zu schaffen und Räume zu erweitern, in denen das Kind sein Schweigen aufgeben kann.

    In dieser Fortbildung wird ein grundsätzliches Verständnis des selektiven Mutismus vermittelt und für das heilpädagogische Handeln reflektiert. Darüber hinaus erhalten Sie weiterführende Informationen zu Fachstellen und Hilfsangeboten.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Selektiven Mutismus in Erscheinungsbildern, Ursachen und Dynamiken beschreiben,
  • Verfahren zur ersten Einschätzung des Störungsbildes kennen,
  • professionellen Umgang mit Betroffenen und Angehörigen gestalten,
  • verschiedene Therapiekonzepte skizzieren,
  • eigene Handlungsansätze entwickeln.


  • Mit wenigen Worten - Partizipation für Kinder durch Unterstützte Kommunikation

    Sie als heilpädagogische und pädagogische Fachkräfte haben in ihrem Alltag häufig mit Kindern zu tun, die sich (noch) nicht umfassend lautsprachlich oder in der deutschen Sprache ausdrücken können.
    Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich für den Aufbau positiver Beziehungen einfache und effektive Möglichkeiten der Verständigung wünschen, um den Kindern Wege der Partizipation zu ermöglichen?

    In diesem Workshop sind Aha-Momente garantiert, weil Sie in die Selbsterfahrung gehen, wie simpel und effizient Partizipation in der Praxis erlebbar gemacht werden kann.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Zusammenhang von Partizipation und Kommunikation beschreiben,
  • Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK) einsetzen,
  • bildgestützte Kommunikation in der Praxis anwenden.


  • Verhalten macht Sinn. Verhaltensauffälligkeiten von Menschen mit Behinderungen verstehen. Den Menschen sehen. Die Perspektive ändern.

    Menschen mit Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten sind in hohem Maße von sozialer Exklusion und Benachteiligung betroffen, da ihr Lebensalltag durch vielfältige Barrieren gekennzeichnet ist, die ihre soziale Teilhabe und ein gutes Leben erschweren.

    Das Forschungsprojekt Verhalten macht Sinn – VEMAS 2.0 (Universität Innsbruck, Universität Würzburg, Dienststelle Selbstbestimmtes Leben Belgien) erarbeitete ein KONZEPT, das dazu beitragen möchte, die Perspektive auf Verhalten(sauffälligkeiten) zu verändern, damit das Verhalten des Menschen als sinn-voll verstanden werden kann.

    VEMAS ermöglicht es, unterschiedliche Erklärungsansätze für das als auffällig wahrgenommene Verhalten zu finden. Diese Erklärungsansätze rücken den Menschen in den Blick und helfen dabei, das Verhalten als sinnvoll zu verstehen. Daran anschließend können neue Handlungsoptionen ausgelotet werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass menschliches Verhalten in biographische, familiäre, soziale, biologische, gesellschaftliche, zukünftige (usw.) Kontexte einzubetten ist. Durch einen mehrperspektivischen Blick auf den individuellen Menschen und sein jeweiliges Umfeld kann Verhalten umfassender erschlossen werden.

    VEMAS 2.0 berücksichtigt die ICF-Komponente Aktivitäten und Partizipation, die auch bei der Beantragung von Teilhabeleistungen herangezogen wird. Damit soll die Beantragung von Teilhabeleistungen, die aus dem Ergebnisbogen von VEMAS 2.0 direkt abgeleitet werden können, erleichtert werden, mit dem Ziel, die Teilhabebarrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen.

    Die Ergebnisse und entwickelten Produkte von VEMAS 2.0 werden online zur Verfügung stehen.


    Eltern mit psychischer Erkrankung - ein heilpädagogischer Blick auf deren Kinder. Teil I

    Wenn eine Erziehungsperson psychisch erkrankt ist, sind alle Personen des Familiengefüges betroffen. Besonders die Heranwachsenden sind hohen Belastungen ausgesetzt. Die psychische Erkrankung eines Elternteils (oder gar beider) trägt in der Regel dazu bei, dass Kinder in ihrer Entwicklung gefährdet und / oder davon bedroht sind, selbst psychisch zu erkranken. Diese jungen Menschen stellen eine oft übersehene Hochrisikogruppe dar. Ihre Lebensrealität birgt verstärkt Komponenten von Scham, Tabuisierung, Angst, Sorge, Überforderung, Parentifizierung, Unverständnis des Umfeldes, Verunsicherung, Gewalterfahrungen und Isolation, die zunächst für das Außen wenig sichtbar sind.

    Kinder psychisch kranker Eltern sind in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus pädagogischer Hilfsangebote gelangt. Zum Glück! Dennoch gibt es von Seiten der pädagogischen Fachkräfte viele Fragen und Unsicherheiten zum Umgang mit psychisch kranken Menschen und ihren Angehörigen. Leicht geraten die Kinder aus dem Fokus der Hilfen, weil die Erkrankung sich in den Vordergrund drängt.

    Die Weiterbildung widmet sich folgenden Fragen und Themenkomplexen: Wie und wodurch können Heranwachsende in ihren Familien geschützt werden? Was kann heilpädagogisches Handeln dazu beitragen? Resilienz und Risiko: Ist das Glückssache? Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis. Wie können Netzwerke und nahtlose Übergänge zwischen den einzelnen Versorgungssystemen geschaffen und Brüche vermieden werden?

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Psychische Erkrankungen in ihren interpsychischen Auswirkungen bezogen auf ein Familiensystem beschreiben,
  • Resilienz- und Risikofaktoren identifizieren,
  • Angebote für und mit Kindern von Eltern mit psychischer Erkrankung entwickeln,
  • die Bedeutung von konstruktiven Netzwerken darlegen,
  • die eigene Rolle als Fachkraft im Spannungsfeld "Stärkung des Familiensystems vs. Widerstandsfähigkeit für das Kind" reflektieren.


  • Eltern mit psychischer Erkrankung - ein heilpädagogischer Blick auf deren Kinder. Teil II

    Sie haben bereits am ersten Seminar "Eltern mit psychischer Erkrankung – ein heilpädagogischer Blick auf deren Kinder" teilgenommen. Dies berechtigt Sie zur Teilnahme an der weiterführenden Veranstaltung, die die erkrankten Eltern in den Blick holt. Psychische Erkrankungen zeigen sich – wie alle Erscheinungsformen menschlichen Seins – in hoher Vielfalt und Individualität. Und doch lassen sich für bestimmte psychische Erkrankungen typische Auswirkungen und Dynamiken erkennen, die in das Familiensystem wirken.

    Aus diesem Grunde steht die Frage: "Was ist eigentlich eine psychische Erkrankung und wie wirkt sie auf das Familiensystem?" im Mittelpunkt dieses Erweiterungsseminars.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Einzelne psychische Krankheitsbilder in ihrer Symptomatik beschreiben,
  • die Ursachen der psychischen Erkrankungen diskutieren,
  • mögliche Auswirkungen auf die Kinder darlegen,
  • eine Risikoeinschätzung für eine Familie vornehmen,
  • Perspektiven und Wahrnehmung der erkrankten Elternteile kennen,
  • die Zusammenarbeit mit psychisch erkrankten Eltern gestalten,
  • die Inhalte aus Teil I und Teil II für heilpädagogisches Handeln zusammenführen.


  • Eltern mit psychischer Erkrankung - ein heilpädagogischer Blick auf deren Kinder: Psychoedukation kindgerecht. Teil III

    Eine Begleiterscheinung bei psychischen Erkrankungen von Eltern ist, dass sich die Erkrankung immer wieder in den Vordergrund drängt und das Familienleben beeinträchtigt. Dies kann zu krisenhaften Verläufen führen, über deren Ursache geschwiegen wird und die sich wie ein Nebel durch den Alltag der Kinder zieht sowie diesen belastet.

    Im Spektrum einer familiären Krise sind Kinder durch die Erkrankung und von deren Auswirkung unmittelbar in ihrer Entwicklung betroffen. Häufig stellen sie eigene Bedürfnisse zurück und verleihen ihren Gefühlen wenig Ausdruck, um die angespannte Situation zu Hause nicht noch mehr zu erschweren. Sie fliegen unter dem "Radar" von Angehörigen und Fachkräften. Ihre Nöte werden häufig erst zu spät bemerkt.

    Die Kinder brauchen Schutz-, Entlastungs- und Erfahrungsräume außerhalb des Familiensystems, ergänzt durch verbindliche Zusammenarbeit mit den Eltern. Präventive Angebote schützen und stärken. Im Mittelpunkt des dritten Teils der Reihe steht deswegen die Psychoedukation der Kinder von Eltern mit psychischer Erkrankung.

    Das Wissen um die elterliche Erkrankung befähigt die Heranwachsenden, Krankheitsmerkmale einzuordnen, beugt Ängsten vor und trägt zu einer gelingenden Entwicklung bei. Gleichzeitig schützt dieses Wissen vor Schuld - und Schamgefühlen, sowie vor falschen Annahmen, bspw. zur Erkrankung beigetragen oder Stimmungsschwankungen ausgelöst zu haben. Mit der Haltung "never to young to know" wird über altersadäquates Krankheitswissen für Kinder jeden Alters gesprochen und die Umsetzung in die Praxis angeregt.

    Über die theoretischen und praktischen Inhalte hinaus wird dem fachlichen Austausch der Teilnehmenden Raum gegeben.

    Sie haben die Möglichkeit, sich im Rahmen dieser praxisnahen Bildungsveranstaltung folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • die Anzeichen von Scham- und Schuldgefühlen bei betroffenen Kindern und Jugendlichen beschreiben,
  • Kriterien empfehlenswerter Kinderfachliteratur erläutern,
  • Kinderbücher zum spielerischen Umgang mit Gefühlen einsetzen,
  • Angebote für Kleingruppen durchführen,
  • ein Konzept zur Psychoedukation für Kinder von Eltern mit psychischer Erkrankung kennen,
  • viele praktische Ideen und Anregungen aus der heilpädagogischen Praxis zur Entwicklung eigener Impulse nutzen,
  • die Rolle als Heilpädagog:in im Sinne einer Fürsprecher:in für die Kinder reflektieren.


  • Lichtblicke im Alltag - Ressourcenorientierte Beratung psychisch belasteter Familien

    Psychisch belastete Familien begegnen Fachkräften in heilpädagogischen und pädagogischen Arbeitsfeldern häufig. Die psychische Belastung eines Elternteils beeinflusst das gesamte Familiensystem und stellt Fachkräfte immer wieder vor die Frage, wie sie Eltern stärken können, ohne ihnen Verantwortung abzunehmen.

    Eine ressourcenorientierte Beratung eröffnet die Möglichkeit, den Blick von Defiziten auf Stärken, Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale zu lenken und Eltern in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen.

    In dieser Fortbildung erfahren Sie, wie Sie psychisch belastete Familien ressourcenorientiert begleiten und beraten können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Eltern in belastenden Lebenssituationen darin unterstützt werden können, ihre eigenen Kompetenzen zu erkennen und nachhaltige Lösungen für ihren Familienalltag zu entwickeln.

    Sie lernen praxiserprobte Methoden kennen, um wertschätzende Beratungsgespräche zu führen, Ressourcen sichtbar zu machen und gemeinsam mit Familien tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Dabei fließen bewährte Ansätze der systemischen Beratung, der Marte-Meo-Methode sowie ressourcenorientierte Methoden in die Gestaltung der Fortbildung ein.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • psychische Belastungen von Eltern und deren Auswirkungen auf Kinder und das Familiensystem beschreiben,
  • Schutz- und Risikofaktoren für Kinder psychisch belasteter Eltern erläutern,
  • Ressourcen, Stärken und Entwicklungspotenziale von Familien identifizieren,
  • ressourcenorientierte Beratungs- und Gesprächsstrategien anwenden,
  • Elemente der systemischen Beratung und der Marte-Meo-Methode in Beratungssituationen integrieren,
  • die eigene Haltung in der Begleitung psychisch belasteter Familien reflektieren und ressourcenorientierte Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag entwickeln.

  • Die Fortbildung richtet sich an Heilpädagog:innen z.B. in KiTa und Frühförderung, die Familien professionell begleiten und ihre Beratungskompetenz im Umgang mit psychischen Belastungen stärken möchten.


    Jedes Kind ist einzigartig. Heilpädagogische Begleitung von Eltern im Umgang mit der Diagnose einer Beeinträchtigung ihres Kindes

    Eltern, deren Kinder schwer erkrankt sind oder eine Behinderung haben, sehen sich in den ersten Lebensjahren oft mit einer neuen Lebensrealität konfrontiert. Nicht immer konnten sie sich auf diesen Lebensweg vorbereiten. Abschieds- und Trauerprozesse fordern Raum, Verwandte und Freund:innen reagieren nicht immer unterstützend und die sozialrechtlichen Bedingungen erscheinen voller Fallstricke und Barrieren.

    Nach der Diagnose beginnt für die Eltern oft ein langer Weg, um passende Hilfeleistungen, Informationen und Unterstützung zu bekommen. Noch dazu ist die altersgerechte Entwicklung des Kindes nicht mehr selbstverständlich.

    Heilpädagog:innen sind in der Begleitung der Kinder tätig und nehmen die Eltern dabei in den Blick. Die Emotionen der Eltern bekommen Raum und werden feinfühlig reflektiert. In dem Zusammenhang wird die Bedeutung von peer-Gruppen betont und möglichst Zugänge und Kontakte hergestellt.

    Gleichzeitig wird das Kind immer wieder mit seinen Ressourcen und seiner Einzigartigkeit in den Mittelpunkt gerückt, und die Familie wird aus seiner Perspektive betrachtet.

    Darüber hinaus versteht sich die:der Heilpädagog:in als advokatorische Begleitung und berät zu Leistungsansprüchen, begleitet auf Wunsch zu Leistungsträgern und anderen Institutionen und sorgt für Informationen im Sinne des Kindes und der Familie.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • verschiedene Verarbeitungs- und Bewältigungsstrategien beschreiben,
  • die Begleitung von Eltern bei der Verarbeitung einer Diagnose ihres Kindes feinfühlig gestalten,
  • Unterstützungsmöglichkeiten und Alltagshilfen für Familien mit einem Kind mit Beeinträchtigung kennen,
  • Eltern im Blicken auf die Kompetenzen des Kindes und freudvollen Interaktion stärken,
  • die Begleitung von Eltern für heilpädagogische Professionalität reflektieren.