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Neuregelungen im IFSG zur Impfung und Testung

Bundestag und Bundesrat haben am 10. Dezember 2021 eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IFSG) beschlossen. Mit dieser Änderung wurden vor allem Regelungen zur Testpflicht und zum Nachweis einer Immunisierung gegen COVID-19 konkretisiert.

Zum Nachweis einer Immunisierung:

Unter § 20a Abs. 1 finden sich solche Einrichtungen, für deren Beschäftigte ab dem 15. März 2022 die Pflicht gilt, eine Immunisierung gegen COVID-19 nachzuweisen. Alle in diesen Einrichtungen tätigen Personen müssen also entweder geimpft sein oder einen Genesungsnachweis vorlegen, der nicht älter als 6 Monate ist. Falls eine Person weder genesen noch geimpft ist, so muss ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden, aus dem hervorgeht, dass für die entsprechende Person eine Kontraindikation gegen eine COVID-19-Impfung besteht.

Zu den unter § 20a Abs. 1 genannten Einrichtungen  gehören unter anderem:

  • Besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen
  • Werkstätten für behinderte Menschen nach § 219 SGB IX
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Vollstationäre Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
  • Teilstationäre Einrichtungen wie z.B. Heilpädagogische Tagesstätten
  • Ambulante Dienste, die Assistenzleistungen nach § 78 SGB IX erbringen
  • Interdisziplinäre Frühförderstellen, Frühförderstellen oder Praxen, die heilpädagogische Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder nach § 79 SGB IX erbringen

Zur Testpflicht:

Unter § 28b Abs. 2 finden sich solche Einrichtungen, in denen für Beschäftigte und Besucher eine Testpflicht gilt. Dazu gehören unter anderem:

  • Besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen
  • Ambulant betreute Wohnformen
  • Werkstätten für behinderte Menschen nach § 219 SGB IX
  • Einrichtungen und ambulante Dienste, die Assistenzleistungen nach § 78 SGB IX erbringen
  • Familienentlastende Dienste in der sogenannten Behindertenhilfe
  • Interdisziplinäre Frühförderstellen

Wichtig: Begleitpersonen, also auch Eltern von Kindern, die eine Einrichtung zur Bringung oder Abholung des Kindes betreten und sich in dieser nur für einen unerheblichen Zeitraum aufhalten, gelten nicht als Besucher. Für diese besteht keine Testpflicht.

Für geimpfte oder genesene Beschäftigte kann die Testung durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen. Das gilt entsprechend für geimpfte oder genese Besucher. Für geimpfte und genesene Beschäftigte muss eine Antigen-Testung mindestens zwei Mal pro Woche durchführt werden.

Zu einer Handreichung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg gelangen Sie hier (PDF, 231 KB):

Zum IFSG gelangen Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/


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"Natürlich über WhatsApp!" Befragung Jugendlicher mit ASS im Rahmen einer Masterarbeit

„Natürlich über WhatsApp!“
Befragung Jugendlicher mit ASS zu ihrem schriftlichen Kommunikationsverhalten am Smartphone

Im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigt sich Aurelia Reichenberger damit, wie Jugendliche mit einer Diagnose aus dem Autismus Spektrum schriftlich mit dem Smartphone kommunizieren. Dazu bittet Frau Reichenberger um Mithilfe, in dem ihr Fragebogen an Jugendliche mit ASS im Alter von 12 - 19 Jahren weitergeleitet wird.

Im Folgenden finden Sie Frau Reichenbergers Anschreiben sowie den Link zur Umfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für einen kurzen Moment Ihrer Zeit.
Im Rahmen meiner Masterarbeit im Studiengang Klinische Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule in Freiburg beschäftige ich mich damit, wie Jugendliche mit einer Diagnose aus dem Autismus-Spektrum WhatsApp (und andere Messenger-Dienste) nutzen. Ziel meiner Masterarbeit ist es, herauszufinden, welche Chancen und Hürden im Bereich der digitalen Kommunikation für diese Zielgruppe vorhanden sind und wie wir sie als Therapeutinnen/Helferinnen/Pädagog*innen bei der Überwindung etwaiger Hürden unterstützen können.

Dies möchte ich mit einer Online-Umfrage erforschen, die die Kinder und Jugendlichen selbst ausfüllen sollen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie WhatsApp oder Ähnliches nutzen. Einzige Kriterien sind, dass sie den Fragebogen selbstständig oder mit geringer Hilfe beantworten können und von 12 bis 19 Jahre alt sind. Zugang zum Fragebogen erhalten Sie bzw. die Jugendlichen über folgenden Link: https://edusurvey.kh-freiburg.de/index.php/785414?lang=de
oder über diesen QR-Code (einfach mit Handy oder Tablet scannen). Meine Bitte an Sie: Bitte leiten Sie den Fragebogen an Kinder und Jugendliche mit ASS im Alter von 12 bis 19 Jahren weiter.

Wichtig sind mir die persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen. Es gibt keine richtigen und falschen Antworten. Alle Angaben erfolgen anonym und dienen rein wissenschaftlichen Zwecken. Die Teilnahme ist freiwillig. Bei Kindern unter 14 Jahren ist das Einverständnis der Eltern erforderlich. Es genügt, dies vor der Bearbeitung des Fragebogens mündlich einzuholen.

Am Ende des Fragebogens erwartet die Teilnehmer*innen als Dankeschön ein witziges Video.

Bei meiner Masterarbeit werde ich betreut durch Prof. Dr. Florian Kiuppis und Frau Verena Wahl. Falls Sie Fragen zu meiner Forschung oder Interesse an den Ergebnissen haben, wenden Sie sich bitte an mich. Auch Herr Prof. Dr. Florian Kiuppis (florian.kiuppis@kh-freiburg.de) steht für etwaige Fragen zur Verfügung.

Das Anschreiben als PDF:


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Online-Bildungsreise 2021: Das waren die Highlights

Rückblick zur BHP-Online-Bildungsreise 2021 - von Dr. Michaela Menth

Die BHP Online-Bildungsreise „Verletzlichkeit anerkennen – Beziehung zulassen. Für eine Heilpädagogik in Resonanz!“ fand vom 15.-26. November 2021 mit insgesamt 23 Reisestationen statt. Der Reisebeginn wurde von Dr. Margot Käßmann gestaltet, die sich dem Begriff der Verletzlichkeit aus theologischer und persönlicher Perspektive annäherte und die Teilnehmenden an ihren Überlegungen mit biographischen Bezügen teilhaben ließ.

Der Reiseweg gestaltete sich vielfältig mit mäandernden Bewegungen durch die Landschaft der heilpädagogischen Diskurse in Theorie und Praxis. Es wurden beispielsweise Einblicke in die Persönliche Zukunftsplanung ermöglicht, ebenso wie in Gestaltung palliativer Begleitung, die Zusammenhänge von Eingliederungshilfe und Pflegeleistung aus sozialrechtlicher Perspektive beleuchtet sowie Einsamkeit und Freundschaft für den Personenkreis der Menschen mit geistiger Behinderung betrachtet. Wir durften einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung zwischen Heilpädagogik und Kindheitspädagogik lauschen, ebenso wie einem Gespräch über die Herausforderungen eines Lebens mit einer nicht-sichtbaren Beeinträchtigung. BHP-Mitglieder hatten die Möglichkeit, verbandliche Beiträge kostenfrei zu besuchen (z. B. Existenzgründung, Verzahnung beruflicher und akademischer Bildung, Stammtisch Heilpädagogik).

Darüber hinaus fanden verschiedene Reisestationen Platz, die mit der Intention konzipiert wurden, das Setting der digitalen Bildung kreativ und offen auszuloten. Das geschah in verschiedenen Formen und begann im Kontext einer Lesung, für die die langjährige Kinderschutz-Expertin Frau Kühn-Velten Auszüge ihres Buches „Zwischen Welten. Eine literarische Annäherung an Kinderschutz und belastete Lebensläufe“ (Veröffentlichung im ersten Quartal 2022) vorgetragen hat. An einem anderen Tag zeigte das Playback Theater Berlin eindrucksvoll, wie intensiv Theateratmosphäre online entwickelt werden kann, indem Impulse der Teilnehmenden als Initial von vier Theaterspielenden aufgegriffen wurde. Die Thematik der digitalen Spielwelten wiederum hat die Referentin Cäcilia Eming im Kontext ihres Beitrages interaktiv erfahrbar zugänglich gemacht. Des Weiteren fand eine kunsttherapeutische Intervention Raum in der Bildungsreise, indem die Teilnehmenden zur Gestaltung eines Bildes angeleitet und die Werke über „Padlet“, einer digitalen Pinnwand, allen zur Schau gebracht wurden.

Den Abschluss der Bildungsreise hat Frau Prof. Dr. Sabine Schäper gestaltet, indem sie Gedanken und Überlegungen zur Heilpädagogik in Disziplin, Profession und Praxis mit den Zuhörenden geteilt und dabei insbesondere Spannungsfelder, Dilemmata, Paradoxien und Antinomien des Feldes entfaltet und erörtert hat, um stetig Brücken zu Verletzlichkeit und Resonanz für die Heilpädagogik aufzuzeigen.

Die Beiträge haben in Vielfalt und Qualität gutes und sehr gutes Feedback erhalten, ebenso wie die Organisation und technische Begleitung durch die Geschäftsstelle.

Wir danken allen Referentinnen und Referenten sowie den zahlreichen Mitreisenden für aktive Beteiligung und wertschätzendes Miteinander im Kontext der BHP-Online-Bildungsreise 2021.


Ehrenpreis der Heilpädagogik

Prof. Dr. phil. Marta Horňáková mit dem Ehrenpreis Heilpädagogik des BHP ausgezeichnet

Alle zwei Jahre verleiht der BHP e.V. den Ehrenpreis Heilpädagogik an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Heilpädagogik verdient gemacht haben.

Am 26. November 2021 wurde im Rahmen der der BHP-Online-Bildungsreise Frau Prof. Dr. phil. Marta Horňáková, PhD., Lehrstuhl für Heilpädagogik, Pädagogische Fakultät, Comenius Universität in Bratislava, mit diesem Preis geehrt.

Seit mehr als 50 Jahren tritt sie für die Heilpädagogik in der Slowakei ein, hat den Studiengang nach der sanften Revolution im Jahr 1989 wieder mit aufgebaut, dutzende Lehrbücher verfasst, Bachelor- und Masterprogramme aufgelegt und immer um die Existenz und das Weiterbestehen der Heilpädagogik in Praxis und Lehre gerungen. Dabei hat sie früh Kontakte ins Ausland – und nicht nur nach Deutschland - gesucht, gefunden und ausgebaut und sich so immer auch um europäischen Austausch, gegenseitiges (Kennen-) Lernen und wechselseitige Unterstützung bemüht.

Unter anderem ist Marta Horňáková Gründungsmitglied der Internationalen Gesellschaft europäischer Berufs- und Fachverbände und des slowakischen Berufsverbandes Heilpädagogik.

Mit diesem Preis ehrt der BHP Marta Horňáková für das Eintreten der Heilpädagogik in ihrem Land, aber auch für ihr solidarisches europäisches Engagement.

Prof. Dr. Dieter Lotz überbrachte als Botschafter des BHP am 08. November 2021 die Urkunde und den Ehrenpreis persönlich zu Marta Horňáková nach Bratislava.

Wir danken Dr. Lotz für die persönliche Laudatio und wünschen Dr. Horňáková für ihre weitere Arbeit – besonders für die geplante Akkreditierung ihres Masterstudiengang – alles Gute!

Lesen Sie die Laudatio von Dieter Lotz und den Dank, verbunden mit vielen interessanten Einblicken in ihr Leben, von Marta Horňáková hier nach:


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Frau Horňáková's Antwort auf die Laudatio finden Sie hier:


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3. Dezember: "Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen"

Der 3. Dezember ist der "Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen". Es lohnt sich deshalb, den Themen, die Menschen mit Beeinträchtigungen betreffen - natürlich nicht nur heute, aber heute vielleicht heute noch etwas mehr als sonst - unsere Aufmerksamkeit zu schenken.

Heute vor 5 Jahren wurde die Schlichtungsstelle BGG gegründet und feiert nun 5-jährigen Geburtstag. Ein schöner Anlass, sich die Institution genauer anzusehen, die Menschen mit Beeinträchtigungen hilft, wenn es (unter anderem) um Konflikte zur Barrierefreiheit oder Benachteiligung dieser Menschen durch Bundesbehörden geht.

Mehr Informationen zur Schlichtungsstelle BGG finden Sie unter diesenm Link.


Logo IGhB

Let´s talk about ......

Die IGhB lädt Sie ein zu einer Fachdiskussion!

Unter dem Format: „Let´s talk about….“ wollen wir regelmäßigen Abständen mit interessierten Kolleginnen und Kollegen aus den Mitgliedsländern der IGhB zu unterschiedlichen Themen, Fragen, Methoden diskutieren.

Den Auftakt machen am Donnerstag, den 02.12.2021 um 18 Uhr Annette van der Put aus den Niederlanden und Tamás Remenyi aus Ungarn mit dem Themenschwerpunkten perinatale Hirnschädigung (NAH),

ADS und Sensorische Integrationsstörung.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

ausführliche Veranstaltungsbeschreibung


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Mitgliederversammlung des BHP wiederholt in digitalem Format

Am Freitag, den 19. November 2021 fand die jährliche Mitgliederversammlung des BHP e.V. statt. 32 Personen nahmen an der Versammlung teil, die aufgrund der aktuellen Situation wiederholt via Zoom stattfand.

Gegenstand der diesjährigen Mitgliederversammlung waren neben den Tätigkeitsberichten zu den Arbeitsschwerpunkten des Vorstandes und des Geschäftsführers des BHP auch die Digitalisierung innerhalb des BHP - sowohl in der täglichen Arbeit, als auch in besonderen Formaten. Herausgehoben wurde hier die erfolgreiche Überführung der internationalen Arbeit in digitale Formate, was die Zusammenarbeit erheblich erleichtert – so auch die Durchführung des Internationalen Tages der Heilpädagogik, der mit einem gut besuchten digitalen Fachgespräch gewürdigt wurde.

Für die Bundesfachgruppe Arbeit mit alternden Menschen wurde hervorgehoben, dass der BHP e.V. jetzt Mitglied der Nationalen Demenzstrategie ist - womit ein großer Schritt in Richtung der Vernetzung mit den maßgeblichen Akteuren in diesem Feld gelingen konnte.

Weiter erteilte Die Mitgliederversammlung dem BHP Vorstand den Auftrag, eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines Organs für junge Mitglieder im BHP einzuberufen. Der Umsetzungsstand dieses Auftrages wird auf der Mitgliederversammlung 2022 besprochen. Hintergrund ist das Anliegen, jungen Studierenden mehr Möglichkeiten zu geben, im BHP Fuß zu fassen. Im digitalen BHP-Studi-Treff (hier gelangen Sie zur entsprechenden Akutell-Meldung) hatten Studierende der Katholischen Hochschule Münster das Thema „junger BHP“ bereits vorgestellt.

Das Protokoll zur Mitgliederversammlung wird in der Ausgabe 1/2022 (Erscheinungstermin: Ende Januar 2022) der BHP Fach- und Mitgliederpublikation heilpaedagogik.de abgedruckt. Bei Fragen zu den Ergebnissen der Mitgliederversammlung wenden Sie sich gerne an info@bhponline.de.


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"Heilpädagogik - Bildung und Heterogenität" - BHP setzt Initiative für neuen Weiterbildungsmaster

Weiterbildungsmaster Heilpädagogik – Bildung und Heterogenität

Die Hochschule Nordhausen bietet ab dem Wintersemester 2022 einen neuen Weiterbildungsmaster an, dessen Titel – „Heilpädagogik – Bildung und Heterogenität“ – ein innovatives Profil verspricht.

Ausgangslage des Weiterbildungsmasters ist eine Initiative des BHP, die sich aus mehreren Motivationen speist. Zum einen soll damit ein weiteres Angebot im Fachbereich der Heilpädagogik für das Kompetenz- und Qualifikationsniveau Master etabliert werden (neben dem der Evangelischen Hochschule Darmstadt: Inclusive Education / Heilpädagogik; der Katholischen Hochschule Freiburg: Klinische Heilpädagogik; der Katholischen Hochschule Münster: Teilhabeorientierte Netzwerke in der Heilpädagogik). Zum anderen wird mit der Ausformung als Weiterbildungsmaster die Möglichkeit eröffnet, Fachschul- und HochschulabsolventInnen in einer Kohorte zu vereinen und damit ein Format zu eröffnen, das die Heilpädagogik mit zeitgemäßen bildungspolitischen Implikationen vereint und dessen Möglichkeiten konstruktiv angeht.

Die Bildungsgesetze zahlreicher Bundesländer, u. a. Thüringens, bieten seit einigen Jahren die Möglichkeit für Kolleginnen und Kollegen mit Fachschulabschluss und einer Zugangsprüfung, sich direkt für einen Masterstudiengang zu bewerben. Die Zugangsprüfung dient der Ermittlung, inwiefern die notwendigen wissenschaftlichen Kompetenzen vorliegen.

Berufspolitisch kommt dieser Weiterbildungsmaster der Haltung des BHP einer Gleichwertigkeit im Kompetenzniveau beider Ausbildungsebenen nach. Darüber hinaus wird Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit Fachschul- und Hochschulabschlüssen die Möglichkeit gegeben, sich gemeinsam diskursiv und reflexiv mit Profession und Disziplin auseinanderzusetzen, die Heilpädagogik in ihrer Heterogenität konstruktiv anzunehmen, weiterzuentwickeln und mehr performative Kompetenz zu ermöglichen.

Für die Heilpädagogik als Handlungswissenschaft liegt das Hauptziel in der gemeinsamen Reflexion aus beiden Ausbildungsebenen, um zur Professionalisierung der eigenen Person sowie der Heilpädagogik als Profession und Disziplin beizutragen. Beide Ausbildungsebenen werden in ihren Stärken angesprochen. Eine Reflexion von Praxiserfahrung sowie Vertiefung und Erweiterung methodischer Kompetenzen wird durch den Aufbau des Weiterbildungsmasters auf Berufserfahrung gewährleistet. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Theorien der Heilpädagogik und angrenzender Bezugswissenschaften durchzieht das Masterstudium und folgt dem Fokus „Reflexion und Gestaltung heilpädagogischer Professionalität“.

Aus der Perspektive der Studierenden wird mit dem Weiterbildungsmaster ein Angebot kreiert, das den Kreis der berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen nicht nur zufällig auch anspricht, sondern die in ihren Ressourcen und Erfahrungen dezidiert für die konzeptionelle Entwicklung mitgedacht wurden. Die Studierenden sind gefordert, Wissen und Praxis zu verknüpfen, um Handlungsstrategien begründen, Erfahrungen einordnen und theoriegeleitet reflektieren zu können.

Das Feld der Lehrenden zeichnet sich ebenfalls durch eine hohe Vielfalt aus, denn diese sind sowohl an der Hochschule Nordhausen tätig wie auch an anderen Hochschulen bzw. in Praxisfeldern der Heilpädagogik.

An die Hochschule Nordhausen ergeht ein herzliches Dankeschön für das konstruktive Annehmen der BHP-Initiative und das partnerschaftliche Miteinander im Prozess!

Zur Website des Weiterbildungsmasters

Informationsveranstaltung zum Weiterbildungsmaster "Heilpädagogik - Bildung und Heterogenität

Dienstag, 7. Dezember 2021, ab 18:00 Uhr

Anmeldung unter: maike.breitbarth@eahonline.de


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Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen - eine Bestandsaufnahme

Das Institut für empirische Soziologie hat im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eine Studie zu Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland durchgeführt.

Hintergrund ist, dass Menschen mit Beeinträchtigungen einem besonders hohen Risiko ausgesetzt sind, Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen zu erfahren.

Der Abschlussbericht dieser Studie ist nun online verfügbar. Er enthält eine Bestandsaufnahme der aktuellen Gewaltschutzsituation in Wohneinrichtungen und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation. Es werden Lücken im Gewaltschutz identifiziert und schließlich zwölf Handlungsempfehlungen für eine wirksame und Ebenen übergreifende Gewaltschutzstrategie für Menschen mit Behinderungen gegeben.

Hier gelangen Sie zum Abschlussbericht: BMAS - Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen


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Teilhabe am Arbeitsleben: Die neue Ausgabe der BHP-Fachzeitschrift heilpaedagogik.de ist erschienen!

Das Themenheft 04/2021 widmet sich der "Teilhabe am Arbeitsleben".

Prof. Dr. Heinrich Greving und Ulrich Scheibner beleuchten Sie Werkstättlen für behinderte Menschen als Subkultur der Arbeitswelt. Claudia Pazen, Jessica Scheller und Jan Wulf-Schnabel gehen in ihrem Erfahrungsbereicht aus dem Institut für Inklusive Bildung der Frage nach, wie ein umfassender Systemwandel zu mehr Inklusion durch Partizipation gelingen kann. Schliesslich erläutert Stefan Doose die Unterstütze Beschäftigung zur Qualifizierung von Menschen mit Beeinträchtigungen in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.

In der Rubrik "Praxis & Leben" erwartet Sie ein spannendes Interview über Christian Lambrecht - eine Assistenzkraft mit Down-Syndrom.

In "Aus der Ausbildung" beschäftigt sich Sandra Knoblich mit der Frage, ob eine teilhabeförderlichen Gestaltung des Arbeitslebens möglich ist, auch oder gerade wenn Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen aus handwerklichen Ursprungsberufen stammen.

Schließlich stellt Katja Liebal einen Auszug Ihrer Masterthesis "Reformierung von Werkstätten", in dem sie die Bereiche beschreibt, die Werkstätten reformieren sollten.

Schauen Sie auch im Online-Teil der Fachzeitschrift vorbei, in dem weitere Fachbeiträge verfügbar sind:

Fachzeitschrift heilpaedagogik.de - Themenheft "Teilhabe am Arbeitsleben