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BHP Fachgruppen sind online!

Seit Januar 2019 haben die BHP Fachgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Mit der neuen Fachgruppenarbeit wird somit die zuvor bestehende regionale Struktur des Ehrenamtes im BHP abgelöst.

Auf der Website des BHP können sich Interessierte ab sofort über die BHP Fachgruppen und ihre Arbeitsweise und die bereits berufenen Landesfachgruppensprecherinnen und – sprecher informieren. Künftig finden Interessierte sowie bereits ehrenamtlich Tätige online Veranstaltungstermine und Einladungen, Berichte und Dokumente der BHP Fachgruppenarbeit. Die Seiten werden weiter ausgebaut und laufend aktualisiert.

Hier erhalten Sie Informationen zu den BHP Fachgruppen: https://bhponline.de/bhp-landesfachgruppen-einfuhrung/

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Doris Albert: doris.albert@bhponline.de

Leichte Sprache: Fotoausstellung zur Inklusion

Eine Foto-Ausstellung zeigt Fotos zu Inklusion


Der Berufs- und Fachverband für Heilpädagogik e.V.
macht einen Fachtag.
Der Fachtag ist vom 22. – 24. November 2019 in Berlin.

Das Motto vom Fachtag heißt:
Heilpädagogen und Heilpädagoginnen
haben Verantwortung.
Für die Gesellschaft.
Heilpädagogen und Heilpädagoginnen unterstützen
Menschen mit Beeinträchtigungen.
Sie halten die Gesellschaft zusammen.
Es kommt darauf an:
Welche Meinung man zu bestimmten Dingen hat.

Der Berufs – und Fachverband für Heilpädagogik e.V.
setzt sich für Inklusion ein.
Deshalb gibt es auf dem Fachtag eine Foto-Ausstellung.
Die Foto-Ausstellung heißt:
Inklusion Images
Das spricht man so: Inklusion im-äd-sches
Im-äd-sches ist ein englisches Wort.
Es bedeutet: Bilder oder Fotos
Auf den Fotos geht es um Inklusion.
Inklusion bedeutet:
Alle Menschen können überall mitmachen.

Die Ausstellung wird mit einer Feier eröffnet.
Die Ausstellung können alle Teilnehmer
und Teilnehmerinnen auf dem Fachtag sehen.
Wir laden Sie herzlich ein.

Das Motto vom Beauftragten der Bundes-Regierung für die
Belange von Menschen mit Behinderungen ist:
Demokratie braucht Inklusion.
Demokratie bedeutet:
Es gibt viele verschiedene Meinungen.
Das Volk kann mitbestimmen.
Inklusion bedeutet:
Alle Menschen können überall mitmachen.
In einer Demokratie können alle Menschen mitmachen.

Viele Bürger und Bürgerinnen glauben:
Inklusion funktioniert nicht.
Wir brauchen mehr gute Ideen.
Die Ideen sollen zeigen:
Menschen sind verschieden.
Es ist normal verschieden zu sein.
Die Fotos in der Ausstellung sollen Mut machen.
Damit es weniger Vorurteile gibt.
Und weniger Hindernisse.
Und Inklusion gelebt werden kann.

Schicken Sie uns Ihre Fotos zur Inklusion
Schicken Sie uns Ihre Fotos im Internet.
Wichtig ist:
Auf den Fotos soll es um Inklusion gehen.
Die Fotos werden in der Ausstellung gezeigt.
Die Fotos müssen groß genug sein.
Die Fotos müssen so groß sein:
2480 x 3508 Pixel
Pixel sind sehr kleine Punkte auf einem Foto.
Man sieht sie fast nicht.
Mit Pixeln kann man die Größe von Bildern erkennen.

Auf den Fotos können diese Dinge zu sehen sein:
• Personen
• Gegenstände
• Zeichnungen
• Skulpturen
• Eine Szene

Schicken Sie uns Ihre Fotos bis zum 15. April 2019.
E-Mail Adresse: michaela.menth@eahonline.de
Ihre Ansprech-Person: Michaela Menth
Telefon-Nummer: 030 – 40 60 50 70

Text in Leichter Sprache erstellt von: AWO Büro Leichte Sprache Berlin
Das Büro ist Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache.
Text geprüft durch: Steffi Schiebert
Text erstellt am: 29.01.2019

Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e. V.
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Hier können Sie den Text im PDF-Format herunterladen:

190204 Leichte Sprache Fotoausstellung Inklusion (369.4 KiB, 8 downloads)

Jetzt mitmachen: Call for pictures – Inclusion Images

Die 53. Bundesfachtagung des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik (BHP) e.V. steht unter dem Motto „Zusammenhalt durch Haltung – HEILPÄDAGOGIK in der Verantwortung zwischen Person und Gesellschaft“. Sie findet vom 22. – 24. November 2019 in Berlin statt.

Der Titel der Tagung verweist sowohl auf das personale wie auf das gesellschaftliche Mandat der Heilpädagogik als Profession für eine inklusive Gesellschaft. Damit bezieht sich die BHP Bundesfachtagung auf das Motto dieser Legislatur des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, das da heißt „Demokratie braucht Inklusion“.

Die Vision einer inklusiven Gesellschaft ist für viele Bürgerinnen und Bürger noch wenig vorstellbar; es scheint, als bedarf es noch vieler guter Beispiele und Bilder, die zur Entwicklung und Gestaltung, zur Stützung und Stetigung des Narrativs einer als konstruktiv und positiv erlebten inklusiven Gesellschaft beitragen. Bilder unterstützen die Entwicklung und Etablierung von gemeinsamen Werten und sind hilfreich beim Abbau von Barrieren und Vorbehalten gegenüber Diversität, Anders-Sein und Fremden.

Fotoausstellung für Inklusion: Inclusion Images

Der Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) e.V. unterstützt das Ziel einer inklusiven Gesellschaft. Aus diesem Grund soll im Rahmen der BHP Bundesfachtagung 2019 die Fotoausstellung INCLUSION IMAGES organisiert werden, die Bilder inklusiven Lebens bündelt. Die Ausstellung auf der BHP Bundesfachtagung mit einer Vernissage eröffnet, so dass Ihre Bilder dem Tagungspublikum präsentiert werden.

Wir möchten Sie daher dazu einladen, für die Ausstellung INCLUSION IMAGES digitale Fotos (Auflösung in Pixeln: mind. 2480 x 3508) für diese Ausstellung einzusenden. Die Fotos können Personen darstellen, Gegenstände, Zeichnungen, Skulpturen, Szenarien oder Anderes; als zentral werden Inhalt und Aussagewert der Bilder erachtet, nicht das Wie der künstlerischen Gestaltung.

Jetzt mitmachen und eigene Fotos einsenden!

Einsendeschluss ist der 15. April 2019.
Bitte senden Sie die Bilder an: michaela.menth@eahonline.de
Ihre Fragen zur Fotoausstellung beantwortet gerne Michaela Menth, T: 030 40 60 50 70, M: michaela.menth@eahonline.de

Informationen in Leichter Sprache gibt es hier!

Hier können Sie die Informationen in Leichter Sprache herunterladen:

190204 Leichte Sprache Fotoausstellung Inklusion (369.4 KiB, 8 downloads)

Gemeinsamer Bundesausschuss ändert Richtlinie zur Durchführung von Psychotherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung

Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung haben ein drei- bis viermal höheres Risiko psychisch krank zu werden als der Durschnitt der deutschen Bevölkerung. Dennoch werden Verhaltensauffälligkeiten häufig statt auf eine psychische Erkrankung auf die kognitive Beeinträchtigung zurückgeführt. Dies liegt auch daran, dass es bundesweit nur wenig Therapeutinnen und Therapeuten oder Psychiater/innen mit dem nötigen Wissen und der Erfahrung gibt, um psychische Erkrankungen bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu diagnostizieren und behandeln zu können.

Vor diesem Hintergrund wurde zum Ende des Jahres 2018 die Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geändert. Für die Behandlung von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung stehen nun zusätzliche Leistungen zur Verfügung. Menschen mit Intelligenzminderungen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, können zukünftig für die Durchführung einer ambulanten Psychotherapie zusätzliche Zeiteinheiten zulasten der Krankenkassen erhalten. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten, Bezugspersonen in die ambulante Psychotherapie einzubeziehen, erweitert worden.

Der Beschluss definiert als Patientengruppe, für die die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten gelten sollen, Menschen mit einer Diagnose entsprechend des Abschnitts „Intelligenzstörung“ (F70-F79) nach dem ICD-10.

Zur Pressemitteilung des G-BA: „Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit einer geistigen Behinderung

Die Website der Lebenshilfe bietet einen Überblick zum Thema geistige Behinderung und Psychotherapie

Bundeskabinett beschließt Entwurf für Starke-Familien-Gesetz

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil stellten am gestrigen Mittwoch gemeinsam das Reformvorhaben zum Starke-Familien-Gesetz vor. Der Gesetzesentwurf sieht einen höheren Kinderzuschlag für Familien mit kleinem Einkommen und Alleinerziehende vor. Zudem sollen verbesserte Leistungen für Bildung und Teilhabe Kindern die Chancen auf eine gute Entwicklung sichern.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass zum 1. Juli 2019 der Kinderzuschlag von 170 Euro auf 185 Euro pro Kind und Monat erhöht wird. Außerdem verspricht die Neuregelung, dass ein Einkommen des Kindes – wie zum Beispiel Unterhaltsbezüge – den Kinderzuschlag nicht mehr so stark wie bisher mindert, so dass auch Alleinerziehende davon profitieren könnten.
Auch Familien, die keine ergänzenden SGB II-Leistungen beziehen, sollen künftig den Kinderzuschlag sowie Wohngeld erhalten, wenn sie – bis zu 100 Euro – unter dem SGB-II-Anspruch liegen. Ob eine Familie den Kinderzuschlag erhält, ist vom Einzelfall abhängig. Entscheidend sind die Anzahl der Kinder, deren Alter und die Wohnkosten.

Mit dem Starke-Familien-Gesetz sollen auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessert und vereinfacht werden: Für anspruchsberechtigte Kinder wird das Schulstarterpaket von 100 auf 150 Euro im Jahr erhöht und es entfallen die Eigenanteile der Eltern für das warme Mittagessen in Kita und Schule sowie für die Schülerbeförderung. Zudem soll die Lernförderung zukünftig auch für Schülerinnen und Schüler zugänglich sein, die nicht unmittelbar versetzungsgefährdet sind.

Etwa 4,4 Millionen Kinder in Deutschland sind nach Schätzungen des Deutschen Kinderschutzbundes von Armut betroffen. Dessen Verbandspräsident Heinz Hilgers, wie auch andere Verbände, kritisierten den Gesetzesentwurf.

Die Verbesserungen beim Kinderzuschlag sollen in zwei Schritten zum 1. Juli 2019 und 1. Januar 2020 in Kraft treten, die Neuerungen beim Bildungs- und Teilhabepaket zum 1. August 2019.

Hier wird das Gesetz in Kurzform erklärt: Das Starke-Familien-Gesetz für starke Familien und gegen Kinderarmut

BHP Mitglieder wählen auf der 52. Bundesfachtagung neuen Vorstand

Der neue BHP Vorstand (v.l.n.r.): Sandra Kapinsky, Prof. Dr. Simone Danz, Heidi Fischer, Cornelia Künzel, Vera Knüppel und Dagmar Gumbert

Im Rahmen der diesjährigen 52. Bundesfachtagung wurde auf der Mitgliederversammlung des BHP ein neuer Vorstand gewählt. Zur Wahl standen sieben Kandidatinnen und Kandidaten; sechs Kandidatinnen bilden den neuen Vorstand für die Wahlperiode bis 2022.

Am Freitagabend, den 23. November, stand für die BHP Mitglieder ein besonderer Tagungspunkt auf der diesjährigen Bundesfachtagung bevor. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der neue Vorstand des BHP für die Vorstandsperiode November 2018 bis November 2022 gewählt. Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet und noch am gleichen Abend in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Am Samstagmorgen stellten sich die Vorstandsmitglieder dann auf der Bühne des Humboldtsaals der Berliner Urania den Besucherinnen und Besuchern der Bundesfachtagung vor.

Mit Dagmar Gumbert, Cornelia Künzel und Vera Knüppel sind drei Vorstandsmitglieder des BHP von den Mitgliedern auch für die kommende Vorstandsperiode bestätigt worden. Der Vorstandsvorsitz verbleibt dabei bei Dagmar Gumbert. Frau Gumbert ist Leiterin des Fach- und Berufsfachschulzentrums Halle und seit 2006 im Vorstand des BHP aktiv. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Vera Knüppel, die u. a. für viele Jahre die Arbeit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK) wie auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in NRW mitgestaltete. Den Finanzvorstand verantwortet weiterhin Cornelia Künzel, die dieses Amt seit 2014 bekleidet und zuvor bereits über 17 Jahre zur Landesbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern berufen war.

Neu im Vorstand des BHP sind die Mitglieder des erweiterten Vorstandes Simone Danz, Heidi Fischer und Sandra Kapinsky. Simone Danz ist Professorin für Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Heidi Fischer ist als Fachbereichsleiterin an der Fachschule für Heilpädagogik in Ravensburg tätig und u. a. Vorsitzende der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK). Sandra Kapinsky ist vielen Mitgliedern des BHP bereits als Mitglied des Fachbeirates bekannt. Die staatlich anerkannte Heilpädagogin ist Expertin für das Thema Menschen mit Demenz.

Die BHP Geschäftsstelle freut sich auf eine konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern in den kommenden vier Jahren. Eine ausführliche Vorstellung der Vorstandsmitglieder finden Sie in der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de Ausgabe 1/2019.

Zulassen und Widerstehen – 52. Bundesfachtagung in Berlin

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin die 52. Bundesfachtagung des BHP statt. Auch in diesem Jahr war die dreitägige Jahrestagung, die vom 23. bis 25. November in der Berliner Urania veranstaltet wurde, ein bunter Treffpunkt für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Studierende und Interessierte, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren.

Mit dem diesjährigen Tagungsthema „Zulassen und Widerstehen. Heilpädagogisch Handeln durch Dialog – Bindung – Beziehung“ stieß der BHP auf eine besonders positive Resonanz. Bereits im September war die Tagung, deren maximale Teilnehmerzahl auf 840 Besucher beschränkt ist, ausgebucht. Entsprechend lebhaft war der fachliche und berufspolitische Austausch vor Ort, was sich in zahlreichen Redebeiträgen der Besucher während der Vorträge und DenkRäume, aber auch im regen Treiben an den vielen Informationsständen im Foyer des Tagungsortes widerspiegelte.

Eingeleitet wurde die 52. Bundesfachtagung mit einem Statement von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der vor einem voll belegten Saal die Bedeutung der Arbeit von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen für eine inklusive Gesellschaft hervorhob. Im Anschluss eröffnete Prof. D. Frank Nullmeier die Tagung mit seinem Vortrag zum Thema „Neue Wege in der Sozialpolitik? Entwicklungslinien des deutschen Wohlfahrtsstaates“. Die folgende Podiumsdiskussion stimmte die Besucher auf die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Tagungsthema ein.

In den darauffolgenden zwei Tagen erwarteten das Publikum insgesamt rund zweiundzwanzig Veranstaltungen. Die Besucher der Tagung konnten sich auch in diesem Jahr über einen vielfältigen Mix verschiedener Formate freuen – Filme, Vorträge, Diskussionen und zahlreiche DenkRäume diskutierten das Tagungsthema aus verschiedenen Perspektiven. Mit der Wahl des neuen Vorstandes des BHP und der Verleihung des Förderpreises des Internationalen Archivs für Heilpädagogik standen in diesem Jahr zwei besondere Veranstaltungspunkte auf dem Programm.

Auch das Rahmenprogramm der diesjährigen Bundesfachtagung konnte das Publikum überzeugen. Das Trio „muzet Royal“ stimmte die Besucher am Freitagmittag auf die Tagung ein, während der inklusive Chor „Nogat-Singers“ die Zuschauer am Samstagabend begeisterte. Zum Abschluss der Tagung rappte „Graf Fidi“ und unterhielt den Saal nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinen Antworten im folgenden Interview.

Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Bundesfachtagungen des BHP finden Sie auf www.heilpaedagogikwirkt.de

Ab März 2019 erhalten Sie die Tagungsdokumentation als Publikation im BHP Verlag. Vorbestellungen sind ab sofort per E-Mail möglich an: info@bhpverlag.de

Internationales Archiv vergibt Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten

Alle zwei Jahre prämiert das Internationale Archiv für Heilpädagogik zwei herausragende Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Heilpädagogik. Bereits im September wurden im Internationalen Archiv in Trebnitz die Förderpreise für das Jahr 2018 vergeben. Nun fand auf der diesjährigen 52. Bundesfachtagung in Berlin die feierliche Übergabe der Auszeichnungen statt.

Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an Frau Sabine Hof, die für ihre Fachschularbeit mit dem Titel „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ ausgezeichnet wurde. Herr Markus Lohmann erhielt den Förderpreis für seine Masterarbeit zum Thema „Der Diskurs über Verhaltensauffälligkeiten und verhaltensauffällige Kinder/Jugendliche in wichtigen Zeitschriften der Heil- und Sonderpädagogik während der NS-Zeit“.

Der Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten der Heilpädagogik wird alle zwei Jahre vom Internationalen Archiv für Heilpädagogik in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) e. V. verliehen. Er dient der Nachwuchsförderung und unterstützt Recherche- und Forschungsmöglichkeiten zu Themen der Heilpädagogik im Internationalen Archiv. Pro Ausbildungsstätte können im Rahmen eines Ausschreibungsturnus maximal zwei Arbeiten eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Förderpreis sowie eine Bestellmöglichkeit des Buches von Markus Lohmann erhalten Sie auf der Website des Internationalen Archivs für Heilpädagogik.

Das Buch „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ von Sabine Hof können Sie im BHP Verlagsshop erwerben.

Auftaktkonferenz „Mitreden – Mitgestalten: Die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe“

Am 06. November 2018 fand im dbb Forum in Berlin unter Beteiligung des BHP die Auftaktkonferenz für einen neuen Dialogprozess zur Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) statt.

Der nun beginnende Dialogprozess wird durch die Agentur für Bürgerbeteiligung Zebralog organisiert und moderiert. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Institut für Kinder- und Jugendhilfe gGmbH (IKJ) und die rechtliche Unterstützung leistet das Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement (IJOS GmbH).

Der Dialogprozess knüpft an die Debatten aus dem Jahr 2016 an, als bereits versuchte wurde, eine umfassende Novellierung des SGB VIII mit dem Ziel durchzuführen, eine sogenannte inklusive Lösung zu erreichen. Darunter versteht sich die Überführung von Teilhabeleistungen für Kinder mit Behinderung aus der Eingliederungshilfe des SGB XII (ab 2020 SGB IX) in das Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII.

Das Gesetzesvorhaben musste Ende 2016 vor dem Hintergrund starker Kritik an verschiedenen Stellen des Gesetzesentwurfs beendet werden. Im Jahr 2017 fanden weitere Austauschforen statt, die vor allem das Ziel verfolgten, Schwerpunktthemen herauszuarbeiten und ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen zwischen den Verbänden der Kinder- und Jugendhilfe und den Verbänden der Behindertenhilfe zu erreichen.

Der nun beginnenden Dialogprozess baut auf den Erfahrungen der vergangenen gut 2 ½ Jahre auf und beinhaltet vier Kernthemen, die im Mittelpunkt des Diskurses stehen:

  • Besserer Kinderschutz und mehr Kooperation (bspw. mit Kinder- und Jugendärzt*innen und weiteren Akteuren der Gesundheitsdienste)
  • Wirksames Hilfesystem / Weniger Schnittstellen / Mehr Inklusion
  • Fremdunterbringung: Kinderinteressen wahren – Eltern unterstützen – Familien stärken
  • Prävention im Sozialraum stärken

Der weitere Dialogprozess wird durch eine Arbeitsgruppe gesteuert, der 50 Personen angehören werden. Vertreter*innen der Berufsverbände sind dabei nicht vorgesehen. Flankiert wird die Arbeit der Arbeitsgruppe durch sogenannte Fokusgruppen. Der BHP wird sich dabei in der Fokusgruppe Fachkräfte einbringen. Zudem wird der BHP über seine Vernetzung mit der AGJ, dem AFET und dem Deutschen Verein eng an die Arbeit der Arbeitsgruppe angebunden sein. Bis Ende 2019 sollen im Rahmen des Dialogprozesses die Grundlagen für einen Gesetzesentwurf geschaffen werden, der in der ersten Jahreshälfte 2020 erstellt werden soll.

Der BHP teilt die Position der großen Mehrheit der Fach- und Wohlfahrtsverbände, dass eine Überführung der Teilhabeleistungen von Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in das SGB VIII notwendig ist, um Kinder und Jugendliche mit Behinderungen von keinen Leistungen des SGB VIII auszuschließen und um den Schutzauftrag der Kinder- und Jugendhilfe auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zu stärken. Hierfür bedarf es einer Prüfung aller Rechtsansprüche im SGB VIII in Bezug auf die Fragestellungen, ob diese effektive Hilfestellung für Kinder, Jugendliche mit Behinderungen sowie deren Erziehungssorgeberechtigten vorhalten und an welchen Stellen Veränderungen notwendig werden.

Der BHP wird sich in den kommenden Monaten zentral mit der Frage beschäftigen, ob und wenn ja, welche behinderungsspezifischen Leistungen für eine effektive und wirksame inklusive Kinder- und Jugendhilfe gebraucht werden.

Weitere Informationen: www.mitreden-mitgestalten.de

heilpaedagogik.de: Themenheft „Pränatales Leben“ erschienen

Die aktuelle Ausgabe der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de ist erschienen. Mit dem aktuellen Themenheft „Pränatales Leben“ setzt die Ausgabe einen Fokus auf das Thema Pränataldiagnostik. Zudem informiert die heilpaedagogik.de über aktuelle berufspolitische Themen sowie über die verbandliche Arbeit des BHP.

Mitglieder des BHP erhalten die BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de vierteljährlich kostenfrei frei Haus. Nichtmitglieder können die Fachzeitschrift als Einzelexemplar oder im Abonemennt beziehen.

Jetzt das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe anschauen und die BHP Fachzeitschrift online kaufen: Bhpverlag.de/Fachzeitschrift Heilpaedagogik