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Guter Ganztag?! Zwischenruf der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsangebote im Grundschulalter ist ein Vorhaben der Regierungskoalition von hoher gesellschaftlicher Relevanz, das sowohl unter dem Blickwinkel der Ermöglichung von Teilhabe für die Kinder wie auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern Zuspruch erhält. Aufgrund der Kulturhoheit der Länder, die den Bereich Schule einschließt, bedarf die Verwirklichung dieses Vorhabens einer engen Rückkoppelung mit den Ländern.

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) fordert Bund und Länder in einem aktuellen Zwischenruf dazu auf, Qualitätsaspekte in die Überlegungen zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einzubeziehen und kritisiert, dass es bisher keinen Konsens über qualitative Standards im Ganztag gibt. Für die AGJ sind die Ausgangspunkte aller Überlegungen im Kontext Ganztagsbildung die Bedarfe und Bedürfnisse von jungen Menschen und somit insbesondere die Qualität des Angebots. Ber BHP unterstützt als Mitglied der AGJ die Stellungnahme und die darin formulierten Qualitätsaspekte.

Hier können Sie die Stellungnahme herunterladen:

AGJ-Zwischenruf Guter-Ganztag (71.0 KiB, 79 downloads)

Aktualisiert und erweitert: BHP Positionspapier zur Arbeit mit alternden Menschen

In Zusammenarbeit mit der Landesfachgruppe Alternde Menschen hat die BHP Geschäftstelle das Positionspapier P.02 „Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in der Arbeit mit alternden Menschen“ neu herausgegeben. Dabei wurde das Positionspapier aus dem Jahr 2008 umfassend bearbeitet, aktualisiert und erweitert.

Das Positionspapier beschreibt den Bedarf heilpädagogischer Hilfen im Bereich der Altenhilfe und definiert verschiedene heilpädagogische Handlungsfelder in der Arbeit mit alternden Menschen. Es beschreibt unter anderem heilpädagogische Ansätze und Ziele in der stationären und ambulanten Altenhilfe, die Zusammenarbeit mit Angehörigen und die rechtlichen Grundlagen heilpädagogischen Handelns für alternde Menschen. Mit dem Positionpapier will der BHP den zunehmend in diesem Handlungsfeld tätigen HeilpädagogInnen eine Orientierungshilfe zur Verfügung stellen.

Die Positionspapiere des BHP dienen der Darstellung und Erklärung eines Berufs- und Einsatzfeldes von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in Deutschland. Die bisherige Reihe, bestehend aus sieben Positionspapieren, beschäftigt sich mit den Bereichen Schuldienst, der sogenannten Behindertenhilfe, der Jugendhilfe, der Frühförderung, der Arbeit in psychiatrischen Handlungsfeldern, der Arbeit in Kindertagesstätten und der Arbeit mit alternden Menschen.

Hier können Sie das P.02 bestellen: bhpverlag.de/P02

Hier erhalten Sie Informationen zu allen Positionspapieren des BHP: bhponline.de/bhp-positionspapiere

BHP Online Bildungsreise – Programm und Anmeldung jetzt online

Am 02. November startet die BHP Online Bildungsreise – ein virtuelles Bildungsangebot mit insgesamt 17 Online-Veranstaltungen, die über den gesamten Monat November verteilt, die verschiedensten aktuellen Themen der Heilpädagogik abdecken. Ab sofort können Interessierte das Programm einsehen und sich für einzelne oder mehrere Veranstaltungen anmelden.

Heilpädagogisch wirken in unsicheren Zeiten“ – im Rahmen der Online- Bildungsreise des BHP beschäftigen sich unsere ReferentInnen mit Entwicklungen und Veränderungen, die aus der Corona-Pandemie entstanden sind und reflektieren diese für die Heilpädagogik. Aber auch aktuelle Entwicklungen und Diskurse, die nicht im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie stehen, werden thematisiert. Jede Woche der BHP Online Bildungsreise befasst sich mit einem eigenen Themenschwerpunkt: Zumutungen | Rechtliche Entwicklungen | Fachliche Diskurse | Ausblick.

Das Programm sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf www.heilpaedagogikwirkt.de/

DV veröffentlicht Bestandsaufnahme und Empfehlungen zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben

Das Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. (DV) hat am 17. Juni 2020 eine Bestandsaufnahme und Empfehlungen zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben beschlossen.

Mit der Bestandsaufnahme und den Empfehlungen möchte der Deutsche Verein zur Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben beitragen. Die Empfehlungen erörtern ausgewählte wesentliche Leistungsangebote der beruflichen Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben. Im Fokus stehen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen an der Grenze zwischen Werkstatt und allgemeinem Arbeitsmarkt. So werden u.a. neben den Werkstätten die mit dem Bundesteilhabegesetz eingeführten Instrumente des Budgets für Arbeit und der anderen Leistungsanbieter näher beleuchtet. Darüber hinaus werden weitere Angebote der Teilhabe am Arbeitsleben in den Blick genommen, die einen besonderen Status, zum Beispiel eine Schwerbehinderung, voraussetzen, wie etwa Inklusionsbetriebe und Integrationsfachdienste.

Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme werden Handlungsempfehlungen zur Umsetzung und Weiterentwicklung des Unterstützungssystems für die gleichberechtigte und selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen aufgezeigt. Die Empfehlungen sollen auch eine Hilfestellung für die Beratung der Leistungsträger zu den Möglichkeiten und Angeboten der Teilhabe am Arbeitsleben bieten. Der BHP unterstützt als langjähriger enger Partner des Deutschen Vereins diese Handlungsempfehlungen.

Hier können Sie die „Bestandsaufnahme und Empfehlungen des Deutschen Vereins zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen“ des Deutschen Vereins herunterladen:

DV 20-19 Bestandsaufnahme Und Empfehlungen Des Deutschen Vereins Zur Selbstbestimmten Teilhabe Am Arbeitsleben (377.1 KiB, 110 downloads)

Soziale Arbeit in der Krise: Ergebnisse der digitalen Konferenz

Soziale Arbeit ist unverzichtbar. Besonders in Krisenzeiten. Das wurde auch auf der digitalen Konferenz „Soziale Arbeit in der Krise“ am 7. Juni 2020 deutlich. Unter der Moderation von Anja Krüger, Journalistin der TAZ, diskutierten Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die stellvertretende Vorsitzende des baden-württembergischen Städtetages, Frau Gudrun Heute-Bluhm, und der Vorsitzende von ver.di, Frank Werneke, und stellten sich den Fragen von Mitarbeitenden aus dem Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.

Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse und Zusammenfassungen der Veranstaltung hier.

Hier finden Sie die Aufzeichnung der digitalen Konferenz.

Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst

Am 18. Juni 2020 hat die Bundestarifkommission (BTK) der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di (in der auch andere Gewerkschaften wie die GdP, GEW und IG Bau vertreten sind) entschieden, die Entgelttabellen zum Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD) und weitere verbundene Tarifverträge zum 31. August 2020 zu kündigen. Ein Sondierungsgespräch mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am 16. Juni 2020 mit dem Ziel von ver.di, den Start der Tarifrunde aufgrund der angespannten Lage im öffentlichen Dienst gegen eine Einmalzahlung um sechs Monate zu verschieben, führte zu keinem Ergebnis. Damit sind die Weichen für die Tarifverhandlungen im Herbst gestellt.

Der weitere Fahrplan von ver.di:
Alle ver.di-Mitglieder sind aufgerufen, in den Betrieben und Dienststellen, in den nächsten Wochen ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. Am 25. August 2020 wird die Bundestarifkommission auf der Basis dieser Vorschläge gemeinsame Forderungen für die kommende Tarifrunde 2020 beschließen.

Der BHP e.V. wird seine Forderungen für eine angemessene Eingruppierung von HeilpädagogInnen ebenfalls an die Bundestarifkommission weiterleiten. Wir werden Sie auf der Seite Aktuell über alle Entwicklungen zeitnah informieren.

Weitere Inhalte auf der Homepage von ver.di sowie auf der Seite des VKA.

Jetzt unterstützen: Kampagne „Mehr Wert als ein Danke“

Viele Pflegekräfte, SozialarbeiterInnen, HeilpädagogenInnen, HeilerziehungspflegerInnen und andere Berufsgruppen im Sozial-, Pflege und Gesundheitswesen sind für diejenigen da, die durch die Corona Pandemie besonders betroffen und bedroht sind. So großartig die Leistung ist, die sie erbringen, so schwierig sind leider oft die Rahmenbedingungen im jeweiligen Arbeitsfeld. Viele Bereiche sind unterfinanziert und personell unterbesetzt.

Daher unterstützt der BHP die Kampagne „Mehr Wert als ein Danke“, die sich für gerechteren Lohn, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Wertschätzung einsetzt. Initiator der Kampagne ist die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn.

Bereits 48.215 Menschen (Stand 02.07.) haben die Petition unterschrieben, die noch 16 Tage online ist. Wenn auch Sie die Petition unterstützen möchten, können Sie hier Ihre Online-Unterschrift abgeben: https://www.openpetition.de/petition/online/bessere-arbeitsbedingungen-gerechter-lohn-mehr-wertschaetzung-im-sozial-pflege-gesundheitswesen

Alle Informationen zur Kampagne und Petition finden Sie hier: www.mehr-wert-als-ein-danke.de/

#ZuversichtAlsHaltung – Mund-Nasen-Schutz in der Arbeit mit Kindern

Zuversicht als Haltung: Sabine Haberkorn über den Mund-Nasen-Schutz

In diesem Video zu #ZuversichtAlsHaltung spricht Sabine Haberkorn, Landesfachgruppensprecherin der Selbstständigen für Schleswig-Holstein im BHP und Inhaberin einer Interdisziplinären Frühförderstelle (IFF), über die Herausforderung, die das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die Arbeit mit Kindern in einer IFF birgt.

Die besonderen Herausforderungen, mit denen HeilpädagogInnen in Zeiten der Corona-Pandemie konfrontiert sind, erfordern besondere Ideen und Flexibilität. Der Berufs- und Fachverband für Heilpädagogik stellt über seine Webseite regelmäßig verschiedene Ansätze und Impulse vor: Wie bleibe ich mit meinen KlientInnen in Kontakt? Welche Möglichkeiten der Kommunikation gibt es und wie können wir uns im Team gegenseitig unterstützen? Sie möchten sich an #ZuversichtAlsHaltung beteiligen und aus Ihrem neuen Arbeitsallltag berichten? Melden Sie sich gerne bei uns unter presse@bhponline.de.

Weitere Beiträge zur Aktion finden Sie im YouTube-Kanal des BHP.

Zoom-Konferenz zur gewerkschaftlichen Vertretung von HeilpädagogInnen

Die Geschäftsführung des BHP e.V. lud am 29. Juni zu einer Zoomkonferenz ein, an der sich interessierte Mitglieder des BHP beteiligen konnten, die gleichzeitig auch Gewerkschaftsmitglied sind. In einer kleinen Runde entwickelte sich eine lebhafte Diskussion rund um Fragen des Organisationsgrades von HeilpädagogInnen in Gewerkschaften, und mit welchem Erfolg HeilpädagogInnen dort vertreten werden. Außerdem wurden die tarifliche Eingruppierung und die Vergütung von HeilpädagogInnen mit unterschiedlichen Ausbildungsabschlüssen diskutiert.

Fazit dieser Veranstaltung: Der BHP e.V. arbeitet weiterhin daran, in den bestehenden Kontakten zu den Gewerkschaften die Interessen seiner Mitglieder entschieden zu vertreten und voranzubringen.
Aber auch die Mitglieder sind gefragt, sich zu engagieren, im BHP e.V. wie auch in den Gewerkschaftes, um vor Ort in der Interessensvertretung aktiv zu werden und damit Veränderungen zu bewirken.
Eine erste Möglichkeit gibt es – auch für Nichtmitglieder – in einer virtuellen Konferenz, organisiert über ver.di (weitere Informationen finden Sie hier).

Der BHP e.V. plant langfristig eine Bundesfachgruppe Tarif und lädt im Laufe dieses Jahres zu erneuten Treffen ein. Wenn Sie ebenfalls interessiert sind, melden Sie sich bei Doris Albert doris.albert@bhponline.de.

Zoom-Konferenz der BHP Fachgruppen mit Vorstand und Geschäftsführung

Am 30 Juni trafen sich die LandesfachgruppensprecherInnen des BHP mit der Vorstandsvorsitzenden Dagmar Gumbert, der Stellvertreterin Vera Knüppel, Heidi Fischer aus dem erweiterten Vorstand und der Geschäftsführung zu einer ersten virtuellen Sitzung, die sowohl inhaltlich als auch technisch erfolgreich und vielversprechend verlief.

Im Rahmen der Konferenz wurden vielfältige Themen diskutiert: Vorstand und Geschäftsführung des BHP hatten das Anliegen, nach mehreren Monaten drastischer Kontakteinschränkungen einerseits und intensiver Kontakte andererseits in einem virtuellen Treffen in den gemeinsamen Austausch mit den ehrenamtlich Tätigen zu gehen. Die LandesfachgruppensprecherInnen berichteten von den beruflichen und fachlichen Herausforderungen in ihren Arbeitsfeldern und Regionen.

Alternativprogramm zur Bundesfachtagung: BHP Online Bildungsreise

Ein weiterer wesentlicher Block dieser Sitzung war die gemeinsame Diskussion der Entscheidungen, die der BHP e.V. bedingt durch die Kontaktbeschränkung treffen musste: die in der Geschichte des BHP erstmalige Absage der Bundesfachtagung und die Verlegung der Tagung in das kommende Jahr mit dem Veranstaltungsort Würzburg sowie die Entwicklung eines alternativen neuen digitalen Formats mit der BHP Online Bildungsreise: Vom 02. bis 27. November finden Interessierte werktags in der Regel stets von 17:00 – 18:30 Uhr Angebote wie Vorträge, Diskussionsrunden, Webinare, die nach Anmeldung zu besuchen sind, aber auch freie Angebote wie die virtuelle Mitgliederversammlung des BHP e.V. sowie ein Gesprächsforum mit Vorstand und Geschäftsführung.

Abgesagt werden und verschoben auf 2021 musste auch das Berufspolitische Forum, eine Veranstaltung, auf der alle ehren- und hauptamtlich Tätigen sich kollegial zu wichtigen sozial- und bildungspolitischen Themen und verbandlichen Entwicklungen beraten.

Novellierung des Berufsbildes: Aufruf zur Beteiligung

Heidi Fischer, Vorstandsmitglied des BHP, führte in den Beteiligungsprozess zur Novellierung des Berufsbildes HeilpädagogIn des BHP e.V. ein und ermutigte eindringlich zur kritischen Mitarbeit an diesem Verfahren.
Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe skizzierte die wichtigsten sozial- und bildungspolitischen Themen wie die Entwicklung eines Masterstudiengangs Heilpädagogik und den erwarteten Referentenentwurf zur Reform des SGB VIII. Zudem erläuterte er die Arbeitsweise und die Schwerpunktaufgaben der Geschäftsstelle als Dienstleisterin für die Mitglieder.

Die veränderte Arbeitsweise und die engen Abstimmungsregularien, die der Vorstand während der Pandemie umsetzte, legte Dagmar Gumbert, Vorsitzende des BHP, dar. Abschließend informierte die stellvertretende Geschäftsführerin Doris Albert über die weiteren Planungen in der Landesfachgruppenarbeit – auch auf Bundesebene – und sicherte ihre Unterstützung bei der Durchführung von Zoomkonferenzen auch für Landesfachgruppen zu.