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Einigung in der Tarifauseinandersetzung zwischen den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern

Die Gewerkschaft ver.di, der Deutsche Beamtenbund und die Vertreter der Länder haben am Abend des 02. März 2019 in den Tarifverhandlungen folgende Einigung getroffen:

Die Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder bringt im Ergebnis eine stufenweise Anhebung der Gehälter um mindestens 240 € bei einer Laufzeit von 33 Monaten. Im Detail wurde verhandelt, dass rückwirkend zum 01. Januar 2019 3,2 % mehr Lohn, mindestens aber 100 € gezahlt werden, ab dem 01. Januar 2020 dann 3,2 %, mindestens aber 90 € und zum 01. Januar 2021 nach noch einmal 1,4 %, mindestens aber 50,00 €.

Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder bedeutet das, dass die bessere Entgelttabelle der Kommunen übernommen wird und den Arbeitnehmenden nun, vergleichbar dem Abschluss der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber (VKA), auch 30 Tage Urlaub zustehen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

ver.di: www.wir-sind-es-wert.verdi.de

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW):www.gew.de/aktuelles

Ergänzend:
www.t-online.de/finanzen/jobs/loehne-gehaelter

VIFF und BHP: Gemeinsames Fachpapier zur Frühförderung

Der BHP hat in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung – Bundesvereinigung e. V. (VIFF) ein Fachpapier zur (interdisziplinären) Frühförderung erstellt. Im Fachpapier erarbeiten die Verbände gemeinsame Definitionen und erläutern die wesentlichen Strukturen und Begriffe der Frühförderung. Die Broschüre dient als Informationsmedium für Leistungserbringer, Leistungsträger, Familien und politische Akteure wie Verbände und Parteien.


 

Das Fachpapier können Sie als Broschüre in der BHP Geschäftsstelle für einen Unkostenbeitrag von 1,- EUR für Mitglieder bzw. 2,- EUR für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten anfordern. Bitte senden Sie Ihre Bestellung an Sabine.Schmidt@bhponline.de.

Außderm steht das Fachpapier als kostenloser Download im PDF-Format zur Verfügung

20190204, Fachinformation Frühförderung BHP VIFF Final (1.9 MiB, 774 downloads)

Weitere Stellungnahmen des BHP finden Sie hier.

CBP fordert Gesamtstrategie zur Fachkräfte-Offensive für Heilerziehungspfleger*innen und Heilpädagog*innen

Der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) für eine Fachkräfte-Offensive als Gesamtstrategie für die Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe aus. Mit dieser Forderung kritisiert der Verband, dass Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe vom Pflegesofortprogramm (auch Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG) der Bundesregierung ausgeschlossen sind, da es sich dabei aus Sicht des CBP um eine nicht nachvollziehbare strukturelle Ungleichbehandlung handelt, die das Gesamtgebäude gesundheitlichen, sozialen und wohlfahrtsstaatlichen Handelns gefährde.

Von Leistungsanbietern der Eingliederungshilfe werde sowohl die Pflege nach § 43 a SGB XI als auch die häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V für über 800.000 Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen erbracht, so der Verband. Da die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung weiter stark ansteige, sei der Personalbedarf und Fachkräftemangel in Einrichtungen der Eingliederungshilfe groß. Zudem sei durch die geplanten Maßnahmen im Pflegepersonalstärkungsgesetz und durch die bereits in Kraft getretene neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV) mit einer weiteren Abwanderung von Fachkräften und jungen Menschen aus der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie in die Gesundheits- und Pflegeberufe zu rechnen. Es seien hier besonders die Berufsgruppen der Heilerziehungspflege und Heilpädagogik, die der Eingliederungshilfe durch diese Entwicklung verloren gingen.

Der CBP fordert daher den Gesetzgeber dazu auf, im Bereich der Stärkung und Ausbildung von Fachkräften die Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe als Gesamtes zu betrachten und Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe bei bundesweiten Maßnahmen zur Personalverbesserung zu berücksichtigen.
Im Rahmen einer Gesamtstrategie sollten laut CBP folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Vollständige Refinanzierung von Ausbildungskosten und -vergütungen von Auszubildenden in der Heilerziehungspflege und Heilpädagogik und anderen vergleichbaren Berufsgruppen in der Eingliederungshilfe ab 2019 im ersten Jahr der Ausbildung durch den zuständigen Kostenträger,
  • eine zusätzliche Finanzierung der Digitalisierung in den Einrichtungen/ Diensten der Eingliederungshilfe,
  • einen pauschalen Vergütungszuschlag für die Erbringung der medizinischen Behandlungspflege in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Vor dem Hintergrund erheblicher Verzögerungen bei der Umsetzung des BTHG und der länderspezifischen Ausführungsgesetze fordert der CBP in seiner Stellungnahme außerdem, die Abschaffung der bisher festgelegten Stichtagsregelungen zugunsten von geordneten bundesweiten Übergangsregelungen im Bundesteilhabegesetz bis zum 01.01.2023. Auch die Aufnahme von Öffnungs- und Revisionsklauseln in Rahmenvereinbarungen, die beispielsweise eine von der Rahmenvereinbarung abweichende Leistungs- und Vergütungsgestaltung zulässt, werden gefordert.

Der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) bildet mit mehr als 1.100 Mitgliedern, die Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe betreiben, einer der größten Interessenvertretungen der gemeinnützigen Anbieter der sozialen Dienstleistungen für rund 200.000 Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung oder mit psychischer Erkrankung in Deutschland.

Hier können Sie die Stellungnahme des Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) herunterladen:

CBPForderungenMVBerlin Nov2018final (270.1 KiB, 263 downloads)

BHP Fachgruppen sind online!

Seit Januar 2019 haben die BHP Fachgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Mit der neuen Fachgruppenarbeit wird somit die zuvor bestehende regionale Struktur des Ehrenamtes im BHP abgelöst.

Auf der Website des BHP können sich Interessierte ab sofort über die BHP Fachgruppen und ihre Arbeitsweise und die bereits berufenen Landesfachgruppensprecherinnen und – sprecher informieren. Künftig finden Interessierte sowie bereits ehrenamtlich Tätige online Veranstaltungstermine und Einladungen, Berichte und Dokumente der BHP Fachgruppenarbeit. Die Seiten werden weiter ausgebaut und laufend aktualisiert.

Hier erhalten Sie Informationen zu den BHP Fachgruppen: https://bhponline.de/bhp-landesfachgruppen-einfuhrung/

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Doris Albert: doris.albert@bhponline.de

BHP Vorstand in Berlin: Erste konstituierende Sitzung

Der Vorstand des BHP (v.l.n.r.) : Vera Knüppel, Dagmar Gumbert, Sandra Kapinsky, Simone Danz, Heidi Fischer und Cornelia Künzel

Seit November 2018 ist der neu gewählte Vorstand des BHP unter dem Vorsitz von Dagmar Gumbert im Amt. Auf der ersten gemeinsamen Sitzung des Vorstandes mit der Geschäftsführung in Berlin standen die Arbeitsschwerpunkte für die Vorstandsperiode bis 2022 im Fokus. Dabei konnten gemeinsame Arbeitsschwerpunkte definiert und Strategien zur Umsetzung entwickelt werden.

Vom 25. bis 26. Januar dieses Jahres trafen sich die sechs Vorstandsmitglieder in der Geschäftsstelle in Berlin zu einer ersten konstituierenden Sitzung. In Gesprächen mit Kai-R. Timpe (BHP Geschäftsführer) und Doris Albert (stv. Geschäftsführung) wurden die wesentlichen Aufgaben der Verbandsarbeit für die vierjährige Vorstandsperiode diskutiert. Dabei wurde als eine der wichtigen Aufgaben der kommenden Vorstandsarbeit die inhaltliche Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes definiert. Zudem steht eine Überarbeitung des BHP Berufsbildes Heilpädagogin/Heilpädagoge unter Einbezug der Landesfachgruppen auf der Agenda des neuen Vorstandes.

Zu den vielfältigen Arbeitsschwerpunkten, die sich der Vorstand für seine Amtszeit gesetzt hat, zählen auch die verstärkte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Heilpädagogik und eine Weiterentwicklung der bestehenden Fort- und Weiterbildungsangeboten der Europäischen Akademie für Heilpädagogik im BHP. In den fünfmal jährlich stattfindenden Vorstandssitzungen werden diese und weitere Schwerpunkte im Fokus stehen

Der Vorstand des BHP wird alle vier Jahre durch die Mitglieder des BHP gewählt und führt sein Amt ehrenamtlich aus. Der amtierende Vorstand wird bis zum November 2022 die Geschicke der Verbandsarbeit leiten. Für Fragen und Anregungen zur Vorstandsarbeit wenden Sie sich gern an den Vorstand des BHP. Kontaktdaten zu den Mitgliedern des Vorstandes finden Sie auf der BHP Website auf bhponline.de/der-vorstand

Gemeinsamer Bundesausschuss ändert Richtlinie zur Durchführung von Psychotherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung

Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung haben ein drei- bis viermal höheres Risiko psychisch krank zu werden als der Durschnitt der deutschen Bevölkerung. Dennoch werden Verhaltensauffälligkeiten häufig statt auf eine psychische Erkrankung auf die kognitive Beeinträchtigung zurückgeführt. Dies liegt auch daran, dass es bundesweit nur wenig Therapeutinnen und Therapeuten oder Psychiater/innen mit dem nötigen Wissen und der Erfahrung gibt, um psychische Erkrankungen bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zu diagnostizieren und behandeln zu können.

Vor diesem Hintergrund wurde zum Ende des Jahres 2018 die Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geändert. Für die Behandlung von Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung stehen nun zusätzliche Leistungen zur Verfügung. Menschen mit Intelligenzminderungen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, können zukünftig für die Durchführung einer ambulanten Psychotherapie zusätzliche Zeiteinheiten zulasten der Krankenkassen erhalten. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten, Bezugspersonen in die ambulante Psychotherapie einzubeziehen, erweitert worden.

Der Beschluss definiert als Patientengruppe, für die die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten gelten sollen, Menschen mit einer Diagnose entsprechend des Abschnitts „Intelligenzstörung“ (F70-F79) nach dem ICD-10.

Zur Pressemitteilung des G-BA: „Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit einer geistigen Behinderung

Die Website der Lebenshilfe bietet einen Überblick zum Thema geistige Behinderung und Psychotherapie

Bundeskabinett beschließt Entwurf für Starke-Familien-Gesetz

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil stellten am gestrigen Mittwoch gemeinsam das Reformvorhaben zum Starke-Familien-Gesetz vor. Der Gesetzesentwurf sieht einen höheren Kinderzuschlag für Familien mit kleinem Einkommen und Alleinerziehende vor. Zudem sollen verbesserte Leistungen für Bildung und Teilhabe Kindern die Chancen auf eine gute Entwicklung sichern.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass zum 1. Juli 2019 der Kinderzuschlag von 170 Euro auf 185 Euro pro Kind und Monat erhöht wird. Außerdem verspricht die Neuregelung, dass ein Einkommen des Kindes – wie zum Beispiel Unterhaltsbezüge – den Kinderzuschlag nicht mehr so stark wie bisher mindert, so dass auch Alleinerziehende davon profitieren könnten.
Auch Familien, die keine ergänzenden SGB II-Leistungen beziehen, sollen künftig den Kinderzuschlag sowie Wohngeld erhalten, wenn sie – bis zu 100 Euro – unter dem SGB-II-Anspruch liegen. Ob eine Familie den Kinderzuschlag erhält, ist vom Einzelfall abhängig. Entscheidend sind die Anzahl der Kinder, deren Alter und die Wohnkosten.

Mit dem Starke-Familien-Gesetz sollen auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe verbessert und vereinfacht werden: Für anspruchsberechtigte Kinder wird das Schulstarterpaket von 100 auf 150 Euro im Jahr erhöht und es entfallen die Eigenanteile der Eltern für das warme Mittagessen in Kita und Schule sowie für die Schülerbeförderung. Zudem soll die Lernförderung zukünftig auch für Schülerinnen und Schüler zugänglich sein, die nicht unmittelbar versetzungsgefährdet sind.

Etwa 4,4 Millionen Kinder in Deutschland sind nach Schätzungen des Deutschen Kinderschutzbundes von Armut betroffen. Dessen Verbandspräsident Heinz Hilgers, wie auch andere Verbände, kritisierten den Gesetzesentwurf.

Die Verbesserungen beim Kinderzuschlag sollen in zwei Schritten zum 1. Juli 2019 und 1. Januar 2020 in Kraft treten, die Neuerungen beim Bildungs- und Teilhabepaket zum 1. August 2019.

Hier wird das Gesetz in Kurzform erklärt: Das Starke-Familien-Gesetz für starke Familien und gegen Kinderarmut

BHP Mitglieder wählen auf der 52. Bundesfachtagung neuen Vorstand

Der neue BHP Vorstand (v.l.n.r.): Sandra Kapinsky, Prof. Dr. Simone Danz, Heidi Fischer, Cornelia Künzel, Vera Knüppel und Dagmar Gumbert

Im Rahmen der diesjährigen 52. Bundesfachtagung wurde auf der Mitgliederversammlung des BHP ein neuer Vorstand gewählt. Zur Wahl standen sieben Kandidatinnen und Kandidaten; sechs Kandidatinnen bilden den neuen Vorstand für die Wahlperiode bis 2022.

Am Freitagabend, den 23. November, stand für die BHP Mitglieder ein besonderer Tagungspunkt auf der diesjährigen Bundesfachtagung bevor. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der neue Vorstand des BHP für die Vorstandsperiode November 2018 bis November 2022 gewählt. Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet und noch am gleichen Abend in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Am Samstagmorgen stellten sich die Vorstandsmitglieder dann auf der Bühne des Humboldtsaals der Berliner Urania den Besucherinnen und Besuchern der Bundesfachtagung vor.

Mit Dagmar Gumbert, Cornelia Künzel und Vera Knüppel sind drei Vorstandsmitglieder des BHP von den Mitgliedern auch für die kommende Vorstandsperiode bestätigt worden. Der Vorstandsvorsitz verbleibt dabei bei Dagmar Gumbert. Frau Gumbert ist Leiterin des Fach- und Berufsfachschulzentrums Halle und seit 2006 im Vorstand des BHP aktiv. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Vera Knüppel, die u. a. für viele Jahre die Arbeit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK) wie auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in NRW mitgestaltete. Den Finanzvorstand verantwortet weiterhin Cornelia Künzel, die dieses Amt seit 2014 bekleidet und zuvor bereits über 17 Jahre zur Landesbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern berufen war.

Neu im Vorstand des BHP sind die Mitglieder des erweiterten Vorstandes Simone Danz, Heidi Fischer und Sandra Kapinsky. Simone Danz ist Professorin für Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Heidi Fischer ist als Fachbereichsleiterin an der Fachschule für Heilpädagogik in Ravensburg tätig und u. a. Vorsitzende der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK). Sandra Kapinsky ist vielen Mitgliedern des BHP bereits als Mitglied des Fachbeirates bekannt. Die staatlich anerkannte Heilpädagogin ist Expertin für das Thema Menschen mit Demenz.

Die BHP Geschäftsstelle freut sich auf eine konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern in den kommenden vier Jahren. Eine ausführliche Vorstellung der Vorstandsmitglieder finden Sie in der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de Ausgabe 1/2019.

Zulassen und Widerstehen – 52. Bundesfachtagung in Berlin

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin die 52. Bundesfachtagung des BHP statt. Auch in diesem Jahr war die dreitägige Jahrestagung, die vom 23. bis 25. November in der Berliner Urania veranstaltet wurde, ein bunter Treffpunkt für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Studierende und Interessierte, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren.

Mit dem diesjährigen Tagungsthema „Zulassen und Widerstehen. Heilpädagogisch Handeln durch Dialog – Bindung – Beziehung“ stieß der BHP auf eine besonders positive Resonanz. Bereits im September war die Tagung, deren maximale Teilnehmerzahl auf 840 Besucher beschränkt ist, ausgebucht. Entsprechend lebhaft war der fachliche und berufspolitische Austausch vor Ort, was sich in zahlreichen Redebeiträgen der Besucher während der Vorträge und DenkRäume, aber auch im regen Treiben an den vielen Informationsständen im Foyer des Tagungsortes widerspiegelte.

Eingeleitet wurde die 52. Bundesfachtagung mit einem Statement von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der vor einem voll belegten Saal die Bedeutung der Arbeit von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen für eine inklusive Gesellschaft hervorhob. Im Anschluss eröffnete Prof. D. Frank Nullmeier die Tagung mit seinem Vortrag zum Thema „Neue Wege in der Sozialpolitik? Entwicklungslinien des deutschen Wohlfahrtsstaates“. Die folgende Podiumsdiskussion stimmte die Besucher auf die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Tagungsthema ein.

In den darauffolgenden zwei Tagen erwarteten das Publikum insgesamt rund zweiundzwanzig Veranstaltungen. Die Besucher der Tagung konnten sich auch in diesem Jahr über einen vielfältigen Mix verschiedener Formate freuen – Filme, Vorträge, Diskussionen und zahlreiche DenkRäume diskutierten das Tagungsthema aus verschiedenen Perspektiven. Mit der Wahl des neuen Vorstandes des BHP und der Verleihung des Förderpreises des Internationalen Archivs für Heilpädagogik standen in diesem Jahr zwei besondere Veranstaltungspunkte auf dem Programm.

Auch das Rahmenprogramm der diesjährigen Bundesfachtagung konnte das Publikum überzeugen. Das Trio „muzet Royal“ stimmte die Besucher am Freitagmittag auf die Tagung ein, während der inklusive Chor „Nogat-Singers“ die Zuschauer am Samstagabend begeisterte. Zum Abschluss der Tagung rappte „Graf Fidi“ und unterhielt den Saal nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinen Antworten im folgenden Interview.

Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Bundesfachtagungen des BHP finden Sie auf www.heilpaedagogikwirkt.de

Ab März 2019 erhalten Sie die Tagungsdokumentation als Publikation im BHP Verlag. Vorbestellungen sind ab sofort per E-Mail möglich an: info@bhpverlag.de

Internationales Archiv vergibt Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten

Alle zwei Jahre prämiert das Internationale Archiv für Heilpädagogik zwei herausragende Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Heilpädagogik. Bereits im September wurden im Internationalen Archiv in Trebnitz die Förderpreise für das Jahr 2018 vergeben. Nun fand auf der diesjährigen 52. Bundesfachtagung in Berlin die feierliche Übergabe der Auszeichnungen statt.

Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an Frau Sabine Hof, die für ihre Fachschularbeit mit dem Titel „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ ausgezeichnet wurde. Herr Markus Lohmann erhielt den Förderpreis für seine Masterarbeit zum Thema „Der Diskurs über Verhaltensauffälligkeiten und verhaltensauffällige Kinder/Jugendliche in wichtigen Zeitschriften der Heil- und Sonderpädagogik während der NS-Zeit“.

Der Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten der Heilpädagogik wird alle zwei Jahre vom Internationalen Archiv für Heilpädagogik in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) e. V. verliehen. Er dient der Nachwuchsförderung und unterstützt Recherche- und Forschungsmöglichkeiten zu Themen der Heilpädagogik im Internationalen Archiv. Pro Ausbildungsstätte können im Rahmen eines Ausschreibungsturnus maximal zwei Arbeiten eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Förderpreis sowie eine Bestellmöglichkeit des Buches von Markus Lohmann erhalten Sie auf der Website des Internationalen Archivs für Heilpädagogik.

Das Buch „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ von Sabine Hof können Sie im BHP Verlagsshop erwerben.