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Neu im BHP Verlag: Zulassen und Widerstehen. Heilpädagogisch Handeln durch Dialog – Bindung – Beziehung

Die Fachpublikation zur 52. Bundesfachtagung des BHP vereint vielfältige Beiträge aus der Lehre und Praxis der Heilpädagogik und beleuchtet die Themen Bindung und Beziehung aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven.

Titelcover des BHP Tagungsberichtes. Broschüre zum Themen Heilpädagogik und Beziehung
BHP Verlag: Titelbild des BHP Tagungsberichtes

Aus dem Inhalt:

Sybilla Breitenstein: Die dialogische Haltung – Kunst der Begegnung und der Zusammenarbeit

Prof. Dr. Simone Danz: Anerkennung von Abhängigkeit, Unvollständigkeit und Hilfebedürftigkeit – (Heil-)Pädagogisches Handeln als Menschenrechtsbildung

Prof. Dr. Éva Hédervári-Heller: Bindungsentwicklung von der frühen Kindheit bis in das Erwachsenenalter

Stephanie Jofer-Ernstberger: Halt geben ab der ersten Minute. Der Einsatz von haltgebenden und beziehungsorientierten Interventionen in der Heilpädagogischen Spieltherapie.

Florian Nüßlein: Zur Sensibilisierung und zum Umgang mit Schmerzen bei Menschen mit Komplexer Behinderung

Prof. Dr. Mone Welsche: Beziehung gestalten in und durch Bewegung mit dem Konzept der Beziehungsorientierten Bewegungspädagogik

u. v. m.!

ISBN:978-3-942484-36-7 | 156 Seiten | Preis: 15,00 €

Jetzt bestellen im BHP Verlag.

Internationaler Tag der Heilpädagogik: Im Gespräch mit Sandra Roth

Jedes Jahr am 13. April wird der Internationale Tag der Heilpädagogik begangen. Ziel des Aktionstages ist es, die Profession zu stärken und die Heilpädagogik in der breiten Öffentlichkeit darzustellen. Zu diesem Anlass sprachen wir mit Sandra Roth über inklusiven Schulunterricht, die Heilpädagogik und die Rahmenbedingungen für eine inklusive Gesellschaft.

Frau Roth, Sie haben über das Leben mit Ihrer Tochter zwei Bücher geschrieben. Im zweiten Buch „Lotta Schultüte: Mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer“ beschreiben Sie die schwierige Suche nach einer Schule, die ein inklusives Lernen für Lotta ermöglicht. Was waren die größten Schwierigkeiten?

Eine Schule zu finden, die Lotta will – und die sie auch fördern kann. In NRW hat man einen Rechtsanspruch auf einen Platz an einer inklusiven Schule, Lotta hat eine Fachkraft als Schulbegleiterin, wir hätten nicht gedacht, dass es so schwer werden würde. Ein Rektor einer inklusiven Grundschule hat uns gesagt: „Gewickelt wird hier nicht“, das sei die Grenze der Inklusion. Dabei hatte diese Schule bereits einen Aufzug und Sonderpädagogen und Ergotherapeuten im Team. „Nicht, dass Sie denken, ich will nicht – ich kann nur nicht“, hat er dann nachgeschoben. In einigen Schulen, die wir gesehen haben, hatten die Lehrkräfte offensichtlich Angst, dass wir unser Kind dort anmelden – warum? Was brauchen Lehrer, damit sie so erfolgreich inklusiv arbeiten können wie etwa die Erzieher in Lottas Kita? Denn natürlich möchte ich auch als Mutter keine Schule, die meine Tochter zwar aufnimmt, sie aber nicht bestmöglich fördert. Lotta ist kein Einzelfall, in vielen Schulen mangelt es an den Rahmenbedingungen. Es bräuchte insgesamt kleinere Klassen, größere und barrierefreie Klassenräume, verpflichtende Weiterbildungen für die Lehrenden, Doppelbesetzung. Die Lehrer können die schulische Inklusion nicht allein stemmen, sonst werden sie weiterhin Angst vor Kindern wie meiner Tochter haben. Gleichzeitig reichen Rahmenbedingungen alleine auch nicht, es braucht auch die Haltung, um sie mit Leben zu füllen. Ich wünsche mir Lehrer, die Lottas Neugier sehen, ihren Ehrgeiz und ihren Humor – und deren Blick nicht direkt am Rollstuhl abprallt.

Teilhabe und Inklusion sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben und es braucht eine breite Akzeptanz, um sie umzusetzen. Wie kann man aus Ihrer Sicht eine solche Akzeptanz für inklusive Gesellschaftsstrukturen erreichen beziehungsweise steigern?

So lange jeder in seiner Nische lebt, wird es schwer mit der inklusiven Gesellschaft. Wir müssen uns begegnen können und uns kennenlernen. Sei es vermittelt über Bücher oder Artikel oder noch besser im richtigen Leben. Ich nehme meine Tochter überall mit hin, ins Konzert, auf die Skipiste, aufs Trampolin. Manchmal ist das kompliziert, weil etwa die Versicherungsrichtlinien keine Rollstühle vorsehen, aber es lohnt sich immer zu kämpfen. Beim nächsten Mal ist es dann schon etwas leichter und vielleicht plant der Veranstalter irgendwann sogar eine Rampe von vornherein mit ein. Wer einmal einen Rollstuhl die Treppe mit hochgetragen hat, der hat dann auch Verständnis dafür, dass eine Rampe nötig ist. Natürlich helfen dabei auch ausreichende finanzielle Mittel und zwar für alle. So lange Kinder in der Schule etwa nicht auf Toilette gehen, weil die zu eklig ist, so lange erscheint ein Umbau mit einem Aufzug als Luxus.

Am 13. April findet zum dritten Mal der Internationale Tag der Heilpädagogik statt. Was verbinden Sie mit dem Begriff Heilpädagogik?

Die Leiterin von Lottas Kita ist Heilpädagogin – bis heute prägt sie mein Bild von dieser Fachrichtung. Als wir Lotta anmelden wollten, hat sie sofort zugesagt, anders als alle anderen Kita-Leitungen, die nur die Probleme sahen. „Beim Regenbogen frage ich auch nicht, ob gelb unbedingt sein muss“, hat sie gesagt, „gelb gehört eben dazu.“ In der Kita wurde Lotta wunderbar gefördert, das hat mir gezeigt, wie gut Inklusion funktionieren kann. Alle Kinder wurden dort in ihrer Selbstständigkeit und Selbstbestimmung geachtet, auch Lotta, die aufgrund ihrer schweren Mehrfachbehinderung zum Beispiel nicht sprechen kann, blind ist und körperlich sehr stark eingeschränkt. Wir haben noch in der Kita mit Unterstützter Kommunikation angefangen und Lotta war überall dabei. So konnte sie beispielsweise wie die anderen Kindergartenkinder bei der Feuerwehr die Stange runterrutschen, nur eben auf dem Arm eines Feuerwehrmanns.

Die Heilpädagogik ist überall dort gefragt, wo Menschen jedes Alters aufgrund von sozialem Ausschluss, Beeinträchtigung oder (drohender) Behinderung vor Entwicklungs- und Teilhabebarrieren stehen. Welche Rolle nehmen soziale Berufe wie die Heilpädagogik in Ihrer Wahrnehmung bei dem Abbau gesellschaftlicher Barrieren ein? Glauben Sie, dass wir zukünftig mehr Fachkräfte brauchen oder vielleicht mehr ehrenamtliche Helfer, um inklusive Gesellschaftsstrukturen zu erreichen?

Menschen, die beruflich mit Kindern wie meiner Tochter zu tun haben, ob nun ehrenamtlich oder als Fachkraft, können zu so einem Scharnier zwischen den Welten werden, ähnlich wie ich und viele Eltern von Kindern mit Behinderung. Selbstverständlichkeit vorleben, Fragen beantworten, Barrieren sichtbar machen und beseitigen – je mehr Menschen das tun, desto besser, seien sie nun selber von Behinderung betroffen oder nicht. In dieser Rolle arbeiten wir natürlich daran, sie unnötig zu machen. Je enger die Welten zusammenrücken, desto weniger werden Vermittler gebraucht. Mein Ziel ist, dass meine Tochter ein selbstbestimmtes Leben führen kann – ohne mich als Dolmetscher.

Wagen wir einen Blick zwanzig Jahre in die Zukunft: Wie kann ein inklusives gesellschaftliches Zusammenleben einer heterogenen Bevölkerung zwischen Menschen mit unterschiedlichsten sozialen, kulturellen oder auch körperlichen Voraussetzungen gelingen?

Schauen wir nach Italien oder in die USA, wo die Inklusion schon seit den 70er-Jahren gesetzlich verankert ist, anders als bei uns. Allein eine konsequente gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit, wie beispielsweise in den USA, verändert eine Gesellschaft merklich. Wenn ich ganz selbstverständlich überall mit meiner Tochter hinein- und hinaufkomme, dann ist sie dort keine Ausnahme, sondern sehr viel öfter ein gewohnter Anblick. Dann reden Menschen mit ihr und nicht wie hier in Deutschland fast nur mit mir, die ich den Rollstuhl schiebe. Wirkliche Barrierefreiheit wäre aber nur ein kleiner Baustein, den wir hierzulande benötigen, um weiter auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft zu kommen. Andere Bausteine wären eine erfolgreiche Inklusion in der Schule wie im Arbeitsleben, bei Wahlen, beim Wohnen, bei der Freizeitgestaltung. Wenn wir uns begegnen, sei es im Museum, im Büro oder im Klassenzimmer, dann wächst mit jeder Begegnung und jeder Unterhaltung die Gesellschaft ein kleines Stück weiter zusammen. Allerdings sehen wir am Beispiel anderer Länder auch, wie weit der Weg noch ist und wie schnell es auch wieder rückwärts gehen kann, weg von der Inklusion hin zur Abschottung und Spaltung einer Gesellschaft. Ich fürchte leider, zwanzig Jahre werden nicht reichen, es wird auch keine Ziellinie geben, die wir überschreiten und für immer und ewig „inklusiv“ sind. Die Rahmenbedingungen für eine gelingende inklusive Gesellschaft zu schaffen, ist eine politische Aufgabe, sie mit Leben zu füllen, unser aller und das jeden Tag neu.

Frau Roth, vielen Dank für dieses Interview!

Foto: © Anké Hunscha www.photographie-hunscha.de

Buchtitel Sandra Roth „Lotta Schultüte“ im KiWi-Verlag

Sandra Roth, geboren 1977, studierte Politikwissenschaften und Medienberatung in Bonn, Berlin und den USA. Nach ihrem Diplom absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitet seitdem als freie Autorin, u. a. für Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Brigitte. 2013 erschien ihr erstes Buch »Lotta Wundertüte« bei Kiepenheuer & Witsch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln.

Auftaktveranstaltung der BHP Fachgruppen in Berlin

Am 30. März fand in den Räumen des BHP in der Berliner Bundesgeschäftsstelle die Auftaktveranstaltung der BHP Fachgruppenarbeit statt. Sechzehn neu berufene LandesgruppensprecherInnen trafen sich mit Vertreterinnen des BHP Vorstandes sowie der Geschäftsführung des BHP, um den offiziellen Beginn der Arbeit der Landesfachgruppen einzuläuten. Mit der neuen Fachgruppenarbeit hat der BHP seine bislang bestehenden regionalen Strukturen reformiert und ist seit Beginn 2019 handlungsfeldbezogen in regionalen Landesfachgruppen organisiert.

Dagmar Gumbert, Vorsitzende des BHP, begrüßte die Teilnehmenden und erläuterte die Zielsetzungen des Reformvorhabens aus der Sicht des Vorstandes. Unterstützt wurde sie dabei von Kai-Raphael Timpe, BHP Geschäftsführer, der die Sicht der hauptamtlichen Mitarbeitenden des BHP verdeutlichte, die die Planungen und Projekte des Vorstandes operativ umsetzen. Als Moderatorin führte die stellvertretende Vorsitzende des BHP, Vera Knüppel, durch das straffe Informations- und Arbeitsprogramm.

Darunter fielen u. a. die folgenden Themen:

  • Ein kurzer Aufriss des Reformprozesses
  • Ein Überblick über die LandesfachgruppensprecherInnen, ihre Aktivitäten in den Ländern und zukünftige Planungen
  • Ausführungen zur Rolle aller Beteiligten in den unterschiedlichen Gremien
  • Unterstützungsangebote für die aktiven Ehrenamtlichen

Im Anschluss arbeiteten die KollegInnen der einzelnen Landesfachgruppen zu gemeinsamen Arbeitsschwerpunkten der Handlungsfelder, die danach im Plenum zusammengetragen wurden und erste Agendapunkte in der zukünftigen Arbeit der Landes- und Bundesfachgruppen darstellen. Die Landesfachgruppen können so an grundlegenden Positionierungen der Verbandsarbeit mitarbeiten und ihre Kompetenzen für die fachliche Arbeit des Verbandes auf regionaler wie auch auf Bundesebene einbringen.

Informationen zu den Veranstaltungen der Landesfachgruppen erhalten Sie auf unserer Website: hier finden Sie Ihre AnsprechpartnerInnen, Termine sowie aktuelle Ergebnisse der Landesfachgruppenarbeit.

Ihre Anregungen und Fragen beantwortet gerne Doris Albert, stellvertretende Geschäftsführerin des BHP: doris.albert@bhponline.de

BHP führt erstes Fachgespräch mit der ak.mas

V. l. n. r.: Doris Albert, Rolf Cleophans, Kai-R. Timpe, Dr. Evelyn Schmidtke, Vera Knüppel und Carsten Offers.

Am 28. März 2019 führten die stellvertretende Vorsitzende des BHP Vera Knüppel, Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe und die stellvertretende Geschäftsführerin Doris Albert ein Fachgespräch mit Rolf Cleophas und Carsten Offers aus dem Leitungsausschuss der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas (ak.mas) sowie mit Dr. Evelyn Schmidtke, der Geschäftsführerin der ak.mas.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand das Ansinnen des BHP, die tarifpolitische Situation von HeilpädagogInnen in Deutschland zu verbessern. Insbesondere die Eingruppierung in die Entgeltgruppe S 9 im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes/Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD/SuE) stellt für den BHP eine zu geringe Vergütungsgrundlage für HeilpädagogInnen dar. Der BHP erläuterte die mit dieser Eingruppierung verbundenen Herausforderungen für die Berufsgruppe der HeilpädagogInnen und warb für eine Aufwertung im TVöD/SuE.

Von Seiten der ak.mas wurde das Ansinnen des BHP verstanden. Es wurde vereinbart, dass der BHP die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes bittet, sich mit der Eingruppierung von HeilpädagogInnen mit dem Ziel einer Aufwertung der Vergütung zu befassen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Ausdifferenzierung sozialer Berufe sowie der hohen Nachfrage nach HeilpädagogInnen ist eine adäquate tarifliche Eingruppierung eine wesentliche Voraussetzung für die Attraktivität des Berufes. Der BHP wird zeitnah weitere Gespräche mit Gewerkschaften und weiteren Mitarbeiter-vertretungen führen, um die für eine tarifpolitische Aufwertung von HeilpädagogInnen zu werben.

Weitere Informationen zur tariflichen Eingruppierung von HeilpädagogInnen finden Sie hier.

Positionspapier und Arbeitshilfe zum Bundesteilhabegesetz veröffentlicht

Der BHP hat in Zusammenarbeit mit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik (StK) und dem Fachbereichstag Heilpädagogik (FBT-HP) ein Positionspapier zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht. Die 36-seitige Broschüre gibt eine Einschätzung der Verbände zum BTHG und dient zugleich als Information und Arbeitshilfe für HeilpädagogInnen und pädagogische Fachkräfte.

Abbildung Positionpapier und Arbeitshilfe zum Bundesteilhabegesetz

Im Positionspapier nehmen die Verbände eine gemeinsame Einschätzung der durch das Bundesteilhabegesetz induzierten Veränderungen vor – mit Blick auf die Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen einerseits und mit Blick auf die Heilpädagogik als Profession andererseits. Zudem dient die Broschüre auch der Informationen von HeilpädagogInnen und gibt wichtige Hinweise für die Praxis. So ist es auch Ziel des Papiers, den Beitrag der Profession in der Umsetzung der Grundgedanken und der konkreten Umsetzungsvorgaben des Bundesteilhabegesetzes zu verdeutlichen und darzulegen, wie diese wirksam teilhabeförderlich ausgestaltet werden sollten.

Das Papier richtet sich an alle AkteurInnen, die an der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes beteiligt sind und ist als Broschüre in der BHP Geschäftsstelle für einen Unkostenbeitrag von 1,00 EUR für Mitglieder bzw. 2,00 EUR für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten erhältlich. Bitte senden Sie Ihre Bestellung an Sabine.Schmidt@bhponline.de.

Außerdem steht das Positionspapier als kostenloser Download im PDF-Fomat zur Verfügung:

20190320-2, Positionspapier Zum BTHG Final (1.9 MiB, 939 downloads)


Auftaktveranstaltung: BHP Fachgruppen in Baden-Württemberg

Am 16.03.2019 fand in Ravensburg in den Räumen des Instituts für Soziale Berufe die Auftaktveranstaltung zu den neunen ehrenamtlichen Strukturen des BHP in den BHP Fachgruppen in Baden-Württemberg statt. Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichen Handlungsfeldern (Kita, Frühförderung, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Erwachsene Menschen mit Behinderungen) arbeiteten zu ihren Themengebieten aktuelle Fragestellungen und Handlungsbedarfe heraus, welche sehr konstruktiv diskutiert und durch Doris Albert, stellvertretende Geschäftsführerin des BHP, dokumentiert wurden.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Ilona Hülsmann, Landesfachgruppensprecherin für das Handlungsfeld Erwachsene Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg. Außerdem berufen im Amt der Landesfachgruppensprecherin in Baden-Württemberg ist Sylvia Schmidt-Potzy (Handlungsfeld Selbstständige). Ein Ergebnis dieser Auftaktveranstaltung ist, dass mehrere Kolleginnen und Kollegen aus den oben genannten Handlungsfeldern Interesse bekundeten, ebenfalls in entsprechenden Landesfachgruppen in Baden-Württemberg mitzuwirken.

Die Fachgruppe „Erwachsene Menschen mit Behinderungen“ plant einen weiteren Fachtag im September 2019. Einladungen zu dieser Veranstaltung werden noch verschickt. Wir informieren Sie in den Medien des BHP über die weiteren Entwicklungen und Gründungen von Landesfachgruppen.

www. bhponline.de/bhp-landesfachgruppen-einfuhrung

Einigung in der Tarifauseinandersetzung zwischen den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern

Die Gewerkschaft ver.di, der Deutsche Beamtenbund und die Vertreter der Länder haben am Abend des 02. März 2019 in den Tarifverhandlungen folgende Einigung getroffen:

Die Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder bringt im Ergebnis eine stufenweise Anhebung der Gehälter um mindestens 240 € bei einer Laufzeit von 33 Monaten. Im Detail wurde verhandelt, dass rückwirkend zum 01. Januar 2019 3,2 % mehr Lohn, mindestens aber 100 € gezahlt werden, ab dem 01. Januar 2020 dann 3,2 %, mindestens aber 90 € und zum 01. Januar 2021 nach noch einmal 1,4 %, mindestens aber 50,00 €.

Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder bedeutet das, dass die bessere Entgelttabelle der Kommunen übernommen wird und den Arbeitnehmenden nun, vergleichbar dem Abschluss der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber (VKA), auch 30 Tage Urlaub zustehen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

ver.di: www.wir-sind-es-wert.verdi.de

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW):www.gew.de/aktuelles

Ergänzend:
www.t-online.de/finanzen/jobs/loehne-gehaelter

VIFF und BHP: Gemeinsames Fachpapier zur Frühförderung

Der BHP hat in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung – Bundesvereinigung e. V. (VIFF) ein Fachpapier zur (interdisziplinären) Frühförderung erstellt. Im Fachpapier erarbeiten die Verbände gemeinsame Definitionen und erläutern die wesentlichen Strukturen und Begriffe der Frühförderung. Die Broschüre dient als Informationsmedium für Leistungserbringer, Leistungsträger, Familien und politische Akteure wie Verbände und Parteien.


 

Das Fachpapier können Sie als Broschüre in der BHP Geschäftsstelle für einen Unkostenbeitrag von 1,- EUR für Mitglieder bzw. 2,- EUR für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten anfordern. Bitte senden Sie Ihre Bestellung an Sabine.Schmidt@bhponline.de.

Außderm steht das Fachpapier als kostenloser Download im PDF-Format zur Verfügung

20190204, Fachinformation Frühförderung BHP VIFF Final (1.9 MiB, 947 downloads)

Weitere Stellungnahmen des BHP finden Sie hier.

CBP fordert Gesamtstrategie zur Fachkräfte-Offensive für Heilerziehungspfleger*innen und Heilpädagog*innen

Der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. spricht sich in einer aktuellen Stellungnahme zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) für eine Fachkräfte-Offensive als Gesamtstrategie für die Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe aus. Mit dieser Forderung kritisiert der Verband, dass Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe vom Pflegesofortprogramm (auch Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG) der Bundesregierung ausgeschlossen sind, da es sich dabei aus Sicht des CBP um eine nicht nachvollziehbare strukturelle Ungleichbehandlung handelt, die das Gesamtgebäude gesundheitlichen, sozialen und wohlfahrtsstaatlichen Handelns gefährde.

Von Leistungsanbietern der Eingliederungshilfe werde sowohl die Pflege nach § 43 a SGB XI als auch die häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V für über 800.000 Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen erbracht, so der Verband. Da die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung weiter stark ansteige, sei der Personalbedarf und Fachkräftemangel in Einrichtungen der Eingliederungshilfe groß. Zudem sei durch die geplanten Maßnahmen im Pflegepersonalstärkungsgesetz und durch die bereits in Kraft getretene neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV) mit einer weiteren Abwanderung von Fachkräften und jungen Menschen aus der Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie in die Gesundheits- und Pflegeberufe zu rechnen. Es seien hier besonders die Berufsgruppen der Heilerziehungspflege und Heilpädagogik, die der Eingliederungshilfe durch diese Entwicklung verloren gingen.

Der CBP fordert daher den Gesetzgeber dazu auf, im Bereich der Stärkung und Ausbildung von Fachkräften die Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe als Gesamtes zu betrachten und Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe bei bundesweiten Maßnahmen zur Personalverbesserung zu berücksichtigen.
Im Rahmen einer Gesamtstrategie sollten laut CBP folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Vollständige Refinanzierung von Ausbildungskosten und -vergütungen von Auszubildenden in der Heilerziehungspflege und Heilpädagogik und anderen vergleichbaren Berufsgruppen in der Eingliederungshilfe ab 2019 im ersten Jahr der Ausbildung durch den zuständigen Kostenträger,
  • eine zusätzliche Finanzierung der Digitalisierung in den Einrichtungen/ Diensten der Eingliederungshilfe,
  • einen pauschalen Vergütungszuschlag für die Erbringung der medizinischen Behandlungspflege in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Vor dem Hintergrund erheblicher Verzögerungen bei der Umsetzung des BTHG und der länderspezifischen Ausführungsgesetze fordert der CBP in seiner Stellungnahme außerdem, die Abschaffung der bisher festgelegten Stichtagsregelungen zugunsten von geordneten bundesweiten Übergangsregelungen im Bundesteilhabegesetz bis zum 01.01.2023. Auch die Aufnahme von Öffnungs- und Revisionsklauseln in Rahmenvereinbarungen, die beispielsweise eine von der Rahmenvereinbarung abweichende Leistungs- und Vergütungsgestaltung zulässt, werden gefordert.

Der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) bildet mit mehr als 1.100 Mitgliedern, die Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe betreiben, einer der größten Interessenvertretungen der gemeinnützigen Anbieter der sozialen Dienstleistungen für rund 200.000 Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung oder mit psychischer Erkrankung in Deutschland.

Hier können Sie die Stellungnahme des Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) herunterladen:

CBPForderungenMVBerlin Nov2018final (270.1 KiB, 336 downloads)

BHP Fachgruppen sind online!

Seit Januar 2019 haben die BHP Fachgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Mit der neuen Fachgruppenarbeit wird somit die zuvor bestehende regionale Struktur des Ehrenamtes im BHP abgelöst.

Auf der Website des BHP können sich Interessierte ab sofort über die BHP Fachgruppen und ihre Arbeitsweise und die bereits berufenen Landesfachgruppensprecherinnen und – sprecher informieren. Künftig finden Interessierte sowie bereits ehrenamtlich Tätige online Veranstaltungstermine und Einladungen, Berichte und Dokumente der BHP Fachgruppenarbeit. Die Seiten werden weiter ausgebaut und laufend aktualisiert.

Hier erhalten Sie Informationen zu den BHP Fachgruppen: https://bhponline.de/bhp-landesfachgruppen-einfuhrung/

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Doris Albert: doris.albert@bhponline.de