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Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf

Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und komplexem Unterstützungsbedarf haben das Recht, am Arbeitsleben teilzuhaben. Aber wer kann diesen Anspruch umsetzen?

Werkstätten für behinderte Menschen sind vielfach konzeptionell und fachlich nicht dafür ausgerichtet. Außerdem fehlen meist die rechtlichen Rahmenbedingungen, diesen Personenkreis überhaupt aufzunehmen.

Tagesstätten und Fördergruppen haben viel Erfahrung mit Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Das Angebot dieser Einrichtungen ist leider nur selten auf Teilhabe, noch seltener auf Teilhabe am Arbeitsleben ausgerichtet.

"Es geht nicht darum, jetzt Einrichtungen wie Werkstätten oder Tagesstätten abzuschaffen, sondern durch deren veränderte Praxis die Ideologie der Exklusion zu überwinden." schreibt die DHG in ihren Standards. Aber wie können Haltung und Praxis in Förderstätten verändert werden? Hierzu sollen Anregungen und Beispiele aufgezeigt und diskutiert werden.


Assistenz zur Teilhabe

Assistenz ist durch das Bundesteilhabegesetz zu einer zentralen Leistungskategorie geworden. Assistenzleistungen sollen zu einer möglichst selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung im eigenen Wohnraum sowie im Sozialraum befähigen und unterstützen (§ 113 SGB IX).

In der Praxis bleibt der Assistenzbegriff häufig unscharf oder wird je nach Interesse interpretiert. Die Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft (DHG) hat im Rahmen ihrer 2021 vorgestellten Standards zur Teilhabe auch fachliche Standards zur Assistenz bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und komplexem Unterstützungsbedarf entwickelt.

„Assistent:in“ ist nicht gleich „Ausführungsgehilf:in“, sondern verantwortungsvolle Bezugsperson in Bezug auf die Unterstützung einer hilfebedürftigen Person mit persönlicher Integrität. Die Befähigung der Menschen mit Behinderung zur Selbstbestimmung, auch derjenigen mit kognitiver Beeinträchtigung und komplexem Unterstützungsbedarf, erfordert höhere Reflexion und Abstimmung der professionellen Verantwortung mit den Fähigkeiten der Menschen mit Behinderung. Die neu gewonnenen Freiräume der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung erfordern ein eindeutiges, verlässliches Verhalten der professionellen Begleitperson, die Wahlmöglichkeiten und Handlungsspielräume offeriert.

Im Online-Seminar werden die fachlichen Standards zur Assistenz vorgestellt und die Schwierigkeiten, Möglichkeiten und Chancen bei der Umsetzung in die Praxis reflektiert. Das Seminar bietet eine Plattform, um die sich daraus ergebenden Fragestellungen zu diskutieren.


ICF-CY in der heilpädagogischen Arbeit: Einführung

Die Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (ICF-CY) hat auf Basis des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) an Bedeutung für die heilpädagogische Praxis gewonnen. Der ICF wie der ICF-CY liegt das bio-psycho-soziale Modell von Behinderung der WHO zugrunde. Auf dessen Grundlage werden die Dimensionen der Körperfunktionen und -strukturen, der Aktivitäten sowie der Teilhabe betrachtet und kodiert, so dass sich im Rahmen dieses Prozesses aus den erkannten Problemlagen Fördermaßnahmen ableiten lassen.

Für die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen wurde die ICF-CY entwickelt, um deren unterschiedlichen Entwicklungsverläufen sowie den verschiedenen altersabhängigen Bedürfnissen zu entsprechen und um eine gemeinsame Sprache (für Leistungsanbietende und Leistungsabnehmende) zu nutzen. Hierfür wurden nach Altersgruppen gestaffelte Listen erarbeitet. Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Einführungsveranstaltung, in der primär die Grundlagen der ICF thematisiert werden. Sie ist daher auch geeignet für Fachkräfte ohne Vorkenntnisse.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • die Intention der ICF-CY darlegen,
  • das Konzept und den Aufbau der ICF-CY beschreiben,
  • anhand eines Fallbeispiels die ICF-CY anwenden,
  • die Möglichkeiten der Einführung und Anwendung der ICF-CY in der eigenen Institution diskutieren.

  • Bitte bringen Sie nach Möglichkeit eigene Fallbeispiele mit.


    Wo ist das Problem? Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung Sexueller Rechte für Menschen mit Behinderung

    Alle Menschen haben das Recht auf Sexualität und das Recht auf Schutz vor Übergriffen und Gewalt.

    Sexuelle Selbstbestimmung wurde Menschen mit Behinderung allerdings lange nicht zugestanden. Gleichzeitig wurde auch die Tatsache, dass Menschen mit Behinderung ein mehrfach erhöhtes Risiko haben, Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden, lange Zeit fast gänzlich ignoriert.

    Die nachhaltige Verbesserung dieser Situation ist eine große Herausforderung für Einrichtungen und Dienste und alle Fachkräfte, die Menschen mit Behinderungen unterstützen und begleiten.

    In dem Vortrag wird ein Überblick zur Thematik gegeben, die Barrieren aufgezeigt und konkrete Ideen zur Verbesserung der Situation gegeben.


    Liebe und Partnerschaft professionell begegnen: Fragen und Herausforderungen bei Paarbeziehungen von Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen

    Die Themen Liebe und Partnerschaft stellen erwachsene Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen häufig vor große Herausforderungen. Wünsche nach einer Paarbeziehung stehen nicht selten Schwierigkeiten mit der Aufnahme und Pflege einer Paarbeziehung gegenüber: Immer wieder berichten Klient:innen von Problemen, eine:n Partner:in zu finden, von Kommunikationsschwierigkeiten, prompten Beziehungsabbrüchen und von Konflikten im Umgang mit der bzw. dem jeweiligen Partner:in. Aber auch Fachkräfte, die erwachsene Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen bei diesen Themen professionell begleiten (sollen), stehen zumeist vor einem Berg an Fragen und Problemen im Rahmen ihrer Tätigkeit: Immer wieder berichten Fachkräfte von unrealistischen Partnerschaftsvorstellungen seitens der Klient:innen, von eigener Überforderung und mangelnder fachlicher Ausbildung im Blick auf die Themen Liebe und Partnerschaft. Die Thematik fordert also nicht nur Menschen mit sog. kognitiver Beeinträchtigung, sondern auch ihre professionellen Begleiter:innen heraus – was schließlich dazu führt, dass eigentlich niemand so recht weiß, wie den Themen Liebe und Partnerschaft (professionell) begegnet werden kann.  

    Das Seminar zielt darauf ab, die Teilnehmer:innen für das komplexe Problemfeld Liebe und Partnerschaft im Kontext von sog. kognitiver Beeinträchtigung zu sensibilisieren und gemeinsam Möglichkeiten und Grenzen einer professionellen Begleitung auszuloten.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • einen differenzierten Überblick über das Problemfeld Liebe und Partnerschaft im Kontext von sog. kognitiver Beeinträchtigung kennen,
  • einen theoretischen Input zur Frage nach möglichen Unterschieden von Liebe, Partnerschaft und Sexualität – anhand von Praxisbeispielen diskutieren,
  • die Möglichkeit, sich im Rahmen des Seminars mit anderen Teilnehmer:innen über die Seminar-Inhalte, eigene Erfahrungen, Fragen und Ideen zur Thematik zu reflektieren und auszutauschen.


  • Sexualisierte Gewalt durch Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen - professionell erkennen, einordnen und handeln

    Sexualität von Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen ist trotz zunehmender gesellschaftlicher Sensibilisierung nach wie vor vielfach tabuisiert. Noch weniger Beachtung findet die Tatsache, dass auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sexualisierte Gewalt ausüben können. Dieses Themenfeld wird im pädagogischen Alltag häufig ausgeblendet oder ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Fachkräfte stehen in entsprechenden Situationen nicht selten vor fachlichen, rechtlichen und ethischen Fragestellungen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass auch Unterstützungssysteme wie Polizei, Justiz oder medizinische Einrichtungen im Umgang mit dieser Personengruppe häufig an ihre Grenzen stoßen.

    Gerade deshalb bedarf es eines differenzierten Blicks auf sexualisierte Gewalt, die von Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen ausgeht. Ziel ist es, grenzverletzendes Verhalten fachlich einzuordnen, Tatmotive zu verstehen und angemessene pädagogische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Hier stehen sowohl der Schutz potenzieller Betroffener als auch die professionelle Begleitung der gewaltausübenden Person im Mittelpunkt.

    Das Seminar bietet einen umfassenden Einblick in das Themenfeld sexualisierte Gewalt durch Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen. Es richtet sich an Heilpädagog:innen und weitere Fachkräfte, die sich mit Fragen der Prävention, Intervention und professionellen Begleitung auseinandersetzen möchten. Neben theoretischen Grundlagen zur sexuellen Entwicklung, zu Tatmotiven und rechtlichen Rahmenbedingungen bilden praxisnahe Fallbeispiele sowie der kollegiale Fachaustausch einen Schwerpunkt der Weiterbildung. Die Inhalte werden an den Erfahrungen und Bedürfnissen der Teilnehmenden ausgerichtet.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Grundwissen zur sexuellen Identitätsentwicklung von Menschen mit sog. kognitiven Beeinträchtigungen erwerben,
  • deren Bedeutung für die pädagogische Praxis einordnen,
  • unterschiedliche Formen sexualisierter Gewalt sowie verschiedene Tatmotive differenziert verstehen und beschreiben,
  • rechtliche und entwicklungspsychologische Grundlagen für die professionelle Begleitung kennen,
  • Fallbeispiele reflektieren,
  • Handlungssicherheit im Umgang mit grenzverletzendem und sexualisiert übergriffigem Verhalten in der heilpädagogischen Praxis entwickeln.


  • Menschen mit Behinderungen als besonders vulnerable Gruppe im Kontext sexualisierter Gewalt: Täter:innenstrategien wahrnehmen

    Menschen mit Behinderung, Entwicklungsverzögerungen oder erhöhtem Unterstützungsbedarf sind überdurchschnittlich häufig von sexualisierter Gewalt betroffen. Gleichzeitig bleiben Grenzverletzungen und Übergriffe oft lange unentdeckt, da Täter:innen gezielt Abhängigkeiten, Vertrauen und bestehende Strukturen ausnutzen. Für Fachkräfte ist es daher entscheidend, typische Täter:innenstrategien zu kennen, Risikofaktoren einordnen zu können und Warnsignale frühzeitig zu erkennen.

    Dieses Seminar vermittelt fundiertes Wissen über Formen sexualisierter Gewalt, Täter:innenstrategien und institutionelle Risikofaktoren im Handlungsfeld vulnerabler Gruppen. Praxisnahe Fallbeispiele, Reflexionen und konkrete Handlungsempfehlungen unterstützen dabei, die eigene Handlungssicherheit zu stärken und den Wissenstransfer in das eigene Tätigkeitsfeld zu ermöglichen.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Formen sexualisierter Gewalt differenzieren,
  • Täter:innenstrategien und institutionelle Risikofaktoren erkennen,
  • entlang von Fallbeispielen Handlungsstrategien im Umgang mit sexualisierter Gewalt entwickeln,
  • die eigene Psychohygiene achten,
  • Vorkommnisse sexualisierter Gewalt reflektieren.


  • Doktorspiel oder sexueller Übergriff unter Kindern

    Wenn Kinder miteinander "Doktor spielen" und sich gegenseitig neugierig mit dem Körper beschäftigen, sind Fachkräfte gefordert, die Situation schnell und sicher einzuschätzen: Handelt es sich um altersgemäße Erkundung oder bereits um grenzverletzendes Verhalten? Und wie reagieren wir professionell, klar und kindgerecht? Kindliche Sexualität ist Teil der ganzheitlichen Entwicklung. Gleichzeitig begegnen vielen Fachkräfte ihr im heilpädagogischen Alltag mit Unsicherheit oder Zurückhaltung. Nicht selten fehlt es an Wissen, Sprache und Handlungssicherheit.

    Diese Fortbildung unterstützt Sie dabei, entwicklungsbedingte Ausdrucksformen kindlicher Sexualität besser einzuordnen und bietet Orientierung, um übergriffiges Verhalten sicherer begegnen zu können. Sie reflektieren Ihre Haltung und vertiefen Ihr Wissen im Umgang mit betroffenen und übergriffigen Kindern sowie mit ihren Eltern und dem Team.

    In einem geschützten Rahmen haben Sie die Möglichkeit, Ihr Wissen zu vertiefen und Ihre Handlungskompetenzen zu erweitern.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Grundlagen der Entwicklungsphasen und kindliche Ausdrucksformen der kindlichen Sexualität kennen,
  • Merkmale und Bedeutung von "Doktorspielen" erkennen, benennen und reflektieren,
  • Sicherheit in Haltung, Umgang und Sprache im Kontakt mit Kindern, ihren Eltern und dem Team (Begleitung, Prävention und Regeln) erhalten,
  • auf sexuelle Übergriffe unter Kindern angemessen reagieren und diese sensibel begleiten.

  • Die Teilnahme am Seminar trägt dazu bei, zentrale Grundlagen rund um Sexualität und sexuelle Bildung im Vorfeld zu vertiefen.


    Demenz verstehen - Menschen stärken: Heilpädagogische Begleitung älterer Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz

    Dank verbesserter medizinischer Versorgung und guter Begleitung erreichen Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung heute ein deutlich höheres Lebensalter. Damit nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die zusätzlich eine Demenzerkrankung haben. Die Begleitung dieser Personengruppe stellt Heilpädagog:innen vor besondere Herausforderungen. Veränderungen in der Kommunikation, zunehmende Orientierungslosigkeit oder herausfordernde Verhaltensweisen verlangen nach fundiertem Fachwissen, einer professionellen Haltung und kreativen heilpädagogischen Handlungsmöglichkeiten.

    Diese praxisorientierte Fortbildung vermittelt aktuelles Wissen über Demenz bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und zeigt auf, wie heilpädagogische Begleitung im Verlauf einer Demenzerkrankung gelingen kann. Neben theoretischen Grundlagen stehen zahlreiche Praxisbeispiele, Fallbesprechungen und direkt umsetzbare Methoden im Mittelpunkt.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der MAKS®-Therapie, einer wissenschaftlich evaluierten, nicht-medikamentösen Intervention zur Förderung kognitiver, motorischer, alltagspraktischer und sozial-kommunikativer Fähigkeiten. Die Teilnehmenden lernen die Methode kennen und erproben ausgewählte Elemente für die praktische Arbeit.

    Die Fortbildung verbindet wissenschaftlich fundiertes Fachwissen mit einem hohen Praxisbezug. Ziel ist es, gemeinsam konkrete pädagogische Handlungsmöglichkeiten mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz zu erarbeiten.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Dementielle Erkrankungen in Symptomen und Verlauf beschreiben,
  • Besonderheiten einer Demenz bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung darstellen,
  • Fragen von Diagnostik und Früherkennung diskutieren,
  • die Kommunikation an die Bedarfe und Bedürfnisse von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz anpassen: Validation und wertschätzende Gesprächsführung
  • Beziehungsgestaltung als Grundlage heilpädagogischen Handelns verstehen,
  • herausforderndes Verhalten vor dem Hintergrund dementieller Veränderungen reflektieren,
  • die MAKS®-Therapie in ihren Bausteinen beschreiben,
  • Übungen der MAKS®-Therapie im Wohnbereich und in tagesstrukturellen Angeboten umsetzen,
  • Kriterien einer demenzfreundlichen Umgebung darstellen,
  • Ressourcenorientierung und Selbstbestimmung mit Blick auf dementielle Veränderungen und für heilpädagogische Professionalität und Haltung reflektieren.


  • Epigenetische Einflüsse auf Gesundheit - Spannungsfelder im Kontext von Behinderung

    Gesundheit ist ein vielschichtiger Prozess und immer im Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren zu betrachten. Der Vortrag beleuchtet die Verbindung zwischen Epigenetik und der Gesundheit von Menschen mit Behinderungen.

    Im Unterschied zur Genetik beschäftigt sich die Epigenetik mit der Frage, wie Umwelt, Lebensbedingungen und Lebensstil Einfluss auf die Aktivität von Genen nehmen. Gerade im Kontext von Behinderung können bestimmte epigenetische Veränderungen eine relevante Rolle für Entwicklung, Regulationsfähigkeit und Gesundheit spielen.

    Neben einer Einführung in grundlegende epigenetische Mechanismen wird der Blick sowohl auf pädagogische Interventionen gerichtet, die epigenetisch wirksam sein können, als auch auf Faktoren, die in der heilpädagogischen Arbeit häufig weniger explizit thematisiert werden – etwa Schlaf, Ernährung, Tagesrhythmen oder allgemeine Lebensbedingungen.

    Der Vortrag möchte dazu anregen, Gesundheit im Kontext von Behinderung differenzierter und systemischer zu betrachten und die Bedeutung alltäglicher Einflussfaktoren für Entwicklung, Verhalten und Regulationsfähigkeit stärker in den Blick zu nehmen.