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Bewegung in der Heilpädagogischen Diagnostik

Bewegung stellt eine zentrale Komponente menschlichen Seins dar. Motorische Entwicklung und Erfahrungen bilden eine Grundlage für den Erwerb von Kompetenzen, die Kontakt, Interaktion, Spiel und Lernen möglich machen. Differenzierte Kenntnisse zur motorischen Entwicklungsdiagnostik sind eine konstruktive Ausgangsbasis für die Erarbeitung eines personenzentrierten Handlungskonzepts, um für Menschen Wege zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Persönlichkeit zu eröffnen.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • den Entwicklungsbereich Motorik in seiner Bedeutung und wechselseitigen Wirkung mit den anderen Entwicklungsbereichen erkennen;
  • verschiedene Verfahren zur Erfassung motorischer Kompetenzen kennenlernen und nach Wahl erproben (z.B. M-ABC2, BOT2, LoMo 3-6, MOBAK 1-4, DMB) und reflektieren
  • aus den Erkenntnissen hypothesengeleitete Überlegungen für heilpädagogische Förderprozesse ableiten.

  • Auditive und visuelle Wahrnehmungsverarbeitung im Fokus Heilpädagogischer Diagnostik

    Die Begriffe der auditiven und visuellen Wahrnehmung bezeichnen die Fähigkeit des Menschen, entsprechende Reize zu unterscheiden und zu interpretieren. Der Sinneseindruck erfolgt über das jeweilige Sinnesorgan, die Verarbeitung und Deutung hingegen vollzieht sich im Gehirn. Über die gesamte Lebensspanne hinweg ist das Gelingen von Teilhabe an Bildung und an sozialem Miteinander zu einem bedeutsamen Anteil von auditiven und visuellen Wahrnehmungs- und Wahrnehmungsverarbeitungsfähigkeiten abhängig.

    Gleichzeitig gilt es bei Schwierigkeiten in der Interaktion zu identifizieren, ob eine Beeinträchtigung der Sinnesorgane Auge und Ohr vorliegt oder ggf. kognitive Prozesse einer differenzierten Betrachtung bedürfen.

    Die vorzustellenden Verfahren zur Ermittlung auditiver und visueller Wahrnehmungsfähigkeiten sowie Wahrnehmungsverarbeitungsprobleme umfassen eine Altersspanne von 3 bis 90 Jahren.

    Sie haben die Möglichkeit, sich die Kompetenz zur Beschreibung, Durchführung und Interpretation der Ergebnisse folgender (förder-)diagnostischer Verfahren zu erarbeiten:

  • Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung - 3 (FEW-3),
  • Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung – Jugendliche und Erwachsene (FEW-JE),
  • Bildung mit "Durchblick" - Ein visuelles Wahrnehmungsprogramm zur Lernunterstützung,
  • Diagnostisches Inventar auditiver Alltagshandlungen (DIAS),
  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) bei Schulkindern -  Diagnostik und Therapie.


  • Teams für heilpädagogische Ansätze gewinnen - Mit Haltung und Fachlichkeit führen

    "Dafür haben wir im Alltag keine Zeit." – "Das funktioniert so nicht." – "Wir machen das anders."

    Solche Aussagen verdeutlichen: Die Verankerung heilpädagogischer Sichtweisen im pädagogischen Alltag stellt häufig eine Herausforderung dar. Fachliche Ansprüche sind zwar vorhanden, werden jedoch durch unterschiedliche Haltungen, gewachsene Routinen und strukturelle Rahmenbedingungen nicht immer konsequent umgesetzt. Bisweilen sind auch Widerstände wirksam.

    Leitungskräfte nehmen hier als Fachvorgesetzte eine Schlüsselrolle ein. Ihr Führungsverhalten beeinflusst wesentlich, inwiefern Mitarbeitende heilpädagogische Perspektiven verstehen, annehmen und in ihr professionelles Handeln integrieren.

    Das Seminar setzt genau an diesen Fragestellungen an: Wie vertiefe ich die Fachlichkeit im pädagogischen Team? Wie gelingt es mir, heilpädagogische Elemente im Unternehmen zu implementieren und nachhaltig zu verankern? Und wie kann gemeinsam eine kontinuierliche fachliche Entwicklung im Team und in der Organisation gestaltet werden?

    Das Angebot richtet sich an Heilpädagog:innen in Leitungsfunktionen und verbindet fachliche Impulse mit konkreten Ansätzen für den Führungsalltag.

    Anhand eigener Praxisbeispiele arbeiten Sie daran, Entwicklungsprozesse auf Ebene von Mitarbeitenden, Team und Organisation gezielt anzustoßen und zu begleiten.

    Im Fokus stehen Ihre Rolle als fachliches Vorbild, eine tragfähige Beziehungsgestaltung sowie die systematische Nutzung von Teamsitzungen und Fallbesprechungen als Lernorte für nachhaltige Qualitätsentwicklung.
    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Mitarbeitende für heilpädagogische Fachlichkeit sensibilisieren und zur aktiven Mitgestaltung fachlicher Prozesse motivieren,
  • die Führungsrolle differenziert reflektieren und Führungshandeln situationsangemessen und wirksam gestalten,
  • mit Unsicherheiten, Ambivalenzen und Widerständen im Team konstruktiv umgehen, um diese als Ausgangspunkt für Entwicklungsprozesse zu nutzen,
  • Teamsitzungen planen und moderieren sowie Fallbesprechungen als Instrumente der fachlichen Reflexion und Qualitätsentwicklung einsetzen.


  • Ein fachlicher Blick auf die ganz Kleinen: Heilpädagogische Diagnostik im Krippenalter (0-3 Jahre)

    Kinder unter 3 Jahren begegnen Heilpädagog:innen vor allem in den Kindertageseinrichtungen und mitunter erst in einem zweiten Schritt in der Frühförderung.

    Das junge Lebensalter fordert in seinem Spannungsfeld zwischen Zurückhaltung aufgrund der offenen Entwicklungsfenster und der Bedeutung frühzeitiger Prävention differenzierte und vielseitige Kenntnisse sowie achtsames Vorgehen der Fachkräfte. Insbesondere mit Blick auf Kinder mit Förderbedarfen im emotional-sozialen Bereich gewinnen Beobachtungen von Feinzeichen fachliche Relevanz.

    Individuelle Stärken wie mögliche Barrieren des Kindes in seiner Entwicklung und Potenz sind (noch) schwer einschätzbar. Vor dem Hintergrund kommt einer fundierten Kind-Umfeld-Analyse eine hohe Bedeutung für die Prozesse Heilpädagogischer Diagnostik zu. Es bedarf einer besonders sensiblen Begleitung und Anwendung von Beobachtungs- und ggf. Testverfahren, die in diesem Seminar fokussiert für Kinder im Alter von 0-3 Jahren und ihre Familien behandelt werden.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • die Entwicklung von Kindern von 0-3 Jahren beschreiben,
  • die Bedeutung von Feinzeichen erläutern,
  • eine Person-Umfeldanalyse durchführen,
  • die Screening-Variante aus dem Testverfahren Bayley III und
  • den Beobachtungsbogen 0-42 Monate für mehrfachbehinderte Kinder von Lilli Nelson durchführen und kritisch einordnen.



  • Spiel als diagnostischer Zugang in der Heilpädagogik bei Kindern mit sozial-emotionalen Entwicklungsschwierigkeiten

    Das Spiel mit dem Kind ermöglicht uns, die Beziehung zu ihm von Beginn an zu gestalten. Beziehungsgestaltung stellt ein elementares Moment der Heilpädagogischen Diagnostik (bzw. generell des heilpädagogischen Handelns) dar und bildet die Grundlage für eine gelingende Durchführung. Wichtige diagnostische Erkenntnisse ergeben sich oft in den freien Spielsituationen mit dem Kind. Die Gefühle des Kindes können hier zum Ausdruck kommen und treffen unmittelbar auf die der Heilpädagogin / des Heilpädagogen. Dies in der gemeinsamen Interaktion wahrzunehmen, Übertragungs- und Gegenübertragungsresonanzen zu bemerken, Reinszenierungen zu erkennen und einordnen zu können, erweitern den Erkenntnisgewinn. Durch das Spiel in der Heilpädagogischen Diagnostik erhalten wir wichtige Informationen und können uns darüber den Zugang zu den emotionalen Themen des Kindes, seinen Wünschen, Ängsten, Bedürfnissen und seine Sicht auf die Welt und Umwelt erschließen.

    In diesem Zusammenhang wird der Werkstoff Ton als diagnostisches Material zum Ausdruck innerer Befindlichkeit vorgestellt. Durch seine Beschaffenheit ermöglicht Ton eine sinnliche Auseinandersetzung mit Emotionen und lässt Dialoge entstehen. Dieser schöpferisch-kreative Ansatz lässt sich auf unterschiedliche Weisen in der Praxis anwenden und gewährt Einblicke in Befindlichkeiten, wo Worte fehlen.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • das Medium Spiel in die Heilpädagogische Diagnostik einordnen,
  • Spiel in seiner vielfältigen Aussagekraft für Heilpädagogische Diagnostik beschreiben,
  • das Rollenspiel als eine Variante für eine Heilpädagogische Diagnostik kindbezogen inszenieren und dramatisieren,
  • Kriterien für eine Auswahl der Spielmaterialien benennen,
  • Symbole im kindlichen Spiel erkennen,
  • Ton als lebendigen Werkstoff für eine Heilpädagogische Diagnostik erörtern,
  • den Kinder-Welt-Test (KWT) und weitere Testverfahren kennen,
  • anhand von Praxisbeispielen Heilpädagogische Diagnostik reflektieren.

  • Theoretische Anteile werden mit Selbsterfahrungsmomenten konstruktiv verknüpft. Bitte bringen Sie eine (Lieblings-) Handpuppe mit.



    Bindungstheorie, Bindungsentwicklung und Bindungsstile. Bindungsorientierung in der Heilpädagogischen Diagnostik

    Heilpädagogisches Handeln versteht sich als professionell gestaltete Beziehungsarbeit. Innerhalb dieser Arbeit begegnen wir Kindern und Jugendlichen mit vielfältig belasteten Bindungserfahrungen. Die daraus resultierenden weitreichenden Folgen für die Bindungsfähigkeit und Selbststeuerung unterstreichen, wie wichtig es ist, die Erkenntnisse der Bindungsforschung im heilpädagogischen Kontext anzuwenden.

    Kernaussage der Bindungsforschung ist, dass frühe Beziehungserfahrungen zur Entwicklung eines inneren Arbeitsmodells von Bindung führen, welches sich in Beziehungen aktiviert. Diese Aktivierungen zeigen sich auf unterschiedliche Weise. So reagiert das eine Kind, indem es verstummt, erstarrt oder erschlafft, während das andere schreit, tobt und kaum zu beruhigen ist. Jugendliche reagieren möglicherweise kontrollierend oder fallen durch hochrisikohaftes Verhalten auf. Auch bei Eltern können sich eigene unsichere Bindungserfahrungen zum Beispiel durch Rückzugsverhalten oder einschüchterndes Auftreten zeigen. Dies kann zur Gefährdung einer sicheren Eltern-Kind-Beziehung führen. So können sich Bindungsmuster über Generationen wiederholen.  

    Bindungsorientierung in der Heilpädagogischen Diagnostik bedeutet, sich einem Verständnis anzunähern, welche Bindungserfahrungen die Menschen in Belastungssituationen reaktivieren und bindungssichernd darauf zu reagieren. Für eine heilpädagogische, bindungsorientierte Diagnostik kann dabei auf standardisierte Testverfahren (GEV-B), auf Fragebögen (z. B. EBI, VBV), auf die Beobachtung des Kindes in seinem Beziehungs- und Spielverhalten sowie auf Erkenntnisse zu Wiederholungen von Bindungsmustern über Generationen zurückgegriffen werden.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • die Grundzüge der Bindungstheorie beschreiben,
  • die verschiedenen Bindungsstile erkennen und differenzieren,
  • aus der Beobachtung von Spiel- und Interaktionssequenzen bindungsbezogene Ressourcen wie Risikofaktoren identifizieren,
  • bindungsorientierte Interventionen für das heilpädagogische Handeln ableiten
  • die eigene Person und Rolle reflektieren.


  • Biografische Anamnese und Existenzanalyse

    Die persönliche Geschichte prägt uns Menschen. Bedeutsame Erfahrungen können Ressourcen für die zukünftige Lebensführung sein, ebenso wie sie sich als Barrieren erweisen können. In der heilpädagogischen Arbeit mit Klient:innen kann es hilfreich sein, diese Erlebnisse gemeinsam zu betrachten und zu überlegen, was sie für das eigene Leben bedeuten.

    Die Biografiearbeit und Existenzanalyse (nach Viktor E. Frankl, A. Längle u. a.) sind hierbei hilfreiche Vorgehen, die dezidiert nach positiven Deutungen und Sinn suchen. Sie werden im Seminar praktisch erprobt und können in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Heilpädagogik umgesetzt werden.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Begriffe Biografie, Existenzanalyse und Logotherapie kennen und unterscheiden,
  • biografische Anamnese als Teil der Heilpädagogischen Diagnostik anwenden,
  • verschiedene methodische Zugänge zu Biografiearbeit und Existenzanalyse ausprobieren und anwenden,
  • Hypothesen im Kontext Heilpädagogischer Diagnostik entwickeln,
  • Schlussfolgerungen für heilpädagogisches Handeln ableiten,
  • logotherapeutische Ansätze für die Heilpädagogische Diagnostik reflektieren.


  • Beobachtung als diagnostischer Zugang zur Einschätzung von Entwicklung im Kindergartenalltag

    Beobachtung wird als Wahrnehmung von Personen und deren Verhalten definiert. Aufgrund der (bewussten oder unbewussten) Interpretation des Verhaltens erfolgt die eigene Reaktion. Beobachtung ist immer zentraler Teil Heilpädagogischer Diagnostik. Beobachtung als bewusst eingesetztes diagnostisches Instrument bedeutet, Aspekte der Zielstrebigkeit, Strukturierung, Planung und Kontrolle sowie kritische Bewertung und Interpretation stärker zu betonen.

    Mehr denn je erscheint es angesichts knapper Ressourcen nötig, die Fähigkeit zu schulen, regelhafte und deviante Entwicklung voneinander unterscheiden und damit passend einzuschätzen zu können, was ein Kind braucht.

    Paul Moors Aussage „Erst verstehen, dann erziehen“ weist der Beobachtung im Rahmen Heilpädagogischer Diagnostik eine weitere Dimension zu:

    Verstehen wollen - den persönlichen Sinn und die Bedeutsamkeit von Verhaltensweisen im individuellen Kontext erfassen. Dies geschieht nicht in Neutralität, sondern auf Grundlage und in Anerkennung wechselwirksamer Beziehungen. Ich bin Beobachter:in und Beobachtete:r. Meine Wahrnehmung und mein daraus resultierendes Verhalten, mein Sprechen und Handeln wird beeinflusst und nimmt Einfluss auf die beobachtete Situation oder Person und damit auf den gesamten diagnostischen Prozess.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • methodische Aspekte, u. a. Funktion, Formen und Dokumentation von Beobachtung kennen;
  • Fehlerquellen und Risiken bei Beobachtung identifizieren;
  • verschiedene Beobachtungsverfahren und Beobachtungsbögen diskutieren

  •                 -   Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation (EBD),

                    -   Kuno Bellers Entwicklungstabelle 0-9,

                    -   Beobachtung von Kontaktfähigkeiten;

  • Beobachtung und Subjektivität unter heilpädagogischen Gesichtspunkten und Fragestellungen reflektieren.


  • Potenziale im System entdecken und aktivieren: 360-Grad-Diagnostik in der Heilpädagogik

    Inklusion bedeutet selbstverständliche Zugehörigkeit und Teilhabe für Menschen mit Behinderungserfahrungen. Weil Zugehörigkeit und Teilhabe gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention nicht an die Erfüllung von Voraussetzungen gebunden sein darf, müssen sich gesellschaftlicher Systeme und Strukturen anpassen.

    Damit individuelle Förderung nicht zu einem Instrument institutioneller ‚Besonderung‘ wird und Problemlagen individualisiert, erscheint es heute notwendiger denn je, gelingende Teilhabe mit den passenden Rahmenbedingungen zu ermöglichen und gesellschaftlich für die wirksame Akzeptanz von Vielfalt zu sensibilisieren.

    Diagnostik kommt in diesem Zusammenhang eine neue Bedeutung zu und muss von einer individualisierten Sicht zu einer umfassenden 360-Grad-Diagnostik werden, die die Entwicklungschancen aller Akteur:innen und der Rahmenbedingungen einbezieht. Inklusion kann daher auch als Diagnoseverfahren gekennzeichnet werden: Es gilt, gesellschaftliche Prozesse besser zu durchschauen und gegebenenfalls zu verändern bzw. zu optimieren. Der Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft beinhaltet, die Inklusionskraft von Gruppen zu stärken, indem die sozialen Kompetenzen und die Solidaritätsfähigkeit Nichtbetroffener gestärkt werden. Die Gestaltung und Reflexion diagnostischer Settings vor diesem Hintergrund sowie konkrete Hilfsmittel und Verfahren sind Thema dieses Moduls. Die Inhalte, Methoden und Herangehensweisen werden mit Fallbeispielen verdeutlicht und können zwischen den Terminen im eigenen Arbeitsumfeld erprobt werden.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Sozialraum- und Teilhabeorientierung konkret in diagnostische Prozesse einbringen,
  • Entwicklungsbedarfe des ganzen umgebenden sozialen Systems erkennen,
  • Inklusionskraft von Gruppen stärken, indem die sozialen Kompetenzen und die Solidaritätsfähigkeit Nichtbetroffener erweitert werden,
  • die Methodik der 360-Grad-Diagnostik verstehen und anwenden.


  • Führung in der Vielfalt: Inklusives Leadership als Transformationsprozess

    In unserer vielfältigen Gesellschaft braucht es Organisationen, die Unterschiedlichkeiten nicht nur anerkennen, sondern als Ressource verstehen. Doch häufig bleiben inklusive Prozesse und Diversität auf der Ebene symbolischer Bekundungen stehen. Der Vortrag beleuchtet, wie Führung in Organisationen transformativ wirken kann – durch Haltungswandel, strukturelle Öffnung und geteilte Verantwortung.

    Ausgehend von Ansätzen aus den Critical Diversity Studies, Disability Studies und der Organisationssoziologie stellt der Vortrag zentrale Spannungsfelder und Handlungsansätze inklusiver Führung vor. Anhand von Praxisbeispielen wird deutlich: Inklusives Leadership ist kein Tool, sondern ein Prozess der gemeinsamen Aushandlung von Teilhabe, Macht und Verantwortung.

    Als Ergebnis steht die diskriminierungskritische und teilhabeorientierte Gestaltung von Veränderungsprozessen.