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Hau ab - bleib bei mir! Herausforderndes Verhalten als Botschaft

Welche Verhaltensweisen auffallen und wen in welcher Form herausfordern, ist oft sehr unterschiedlich. In welcher Hinsicht kann daher von herausforderndem Verhalten in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gesprochen werden? Welche alternativen Begrifflichkeiten bieten sich an oder verbieten sich gar? Und ab wann kann Verhalten überhaupt als auffällig gelten. Diesen Fragen und wie sich auffälliges Verhalten im pädagogischen Kontext verstehen lässt, wird im Vortrag nachgegangen.  


Heilpädagogische Kleingruppenangebote für den Erwerb von Sozialspielkompetenzen

Kinder entwickeln und üben im Spiel mit anderen Sozialkompetenzen, das umfasst gemeinsames Spielen wie miteinander Streiten und sich wieder zusammenfinden. Ein Gruppen- oder Kleingruppensetting mit der peer-group stellt eine hilfreiche Ausgangslage dar.

Für eine gelingende Gestaltung dieses Lernprozesses in der Gruppe gilt es verschiedene Aspekte zu beachten (Setting, Gruppengröße, Teilnehmende, Ziele). Heilpädagoginnen und Heilpädagogen stehen verschiedene Methoden zur Auswahl.

Methodische Ansätze und unterschiedliche Settings werden hinsichtlich ihrer Impulse für das Miteinander in der Gruppe und für die Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Kinder beleuchtet. Darüber hinaus werden sie in ihren Anforderungen betrachtet und Ideen für eine Umsetzung unter schwierigen Bedingungen entwickelt.

Grundsätzlich nimmt das Ziel, einen Rahmen für inklusive Spielsituationen zu schaffen, in dem sich Freispiel ereignet, einen zentralen Punkt ein. Des Weiteren werden strukturierte und von Fachkräften initiierte Kleingruppenangebote und offene Spielgruppen erörtert.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:


  • Entwicklung der Sozialspielkompetenzen beschreiben,
  • gruppendynamische Prozesse analysieren,
  • bedürfnisorientierte Spielangebote für die Gruppe entwickeln,
  • Ideen für Settings entwickeln, die inklusive Spielsituationen initiieren, unterstützen, stärken,
  • die eigene Rolle als Heilpädagog:in reflektieren.


  • Menschen mit Behinderung im Alter begleiten: Umgang mit Demenz, physischen und psychischen Alterserscheinungen

    Das menschliche Leben umfasst verschiedene Phasen und Altersspannen; Jugend und Erwachsenenalter werden in der Regel freudig begrüßt, wohingegen dem Alter und dem Ruhestand meist mit mehr Vorbehalten begegnet werden. Vielfältige Gründe bedingen diese Unterschiede; in allen Lebensphasen hilft ein positiver Blick auf das, was kommt.

    In der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen im Wohnen sehen sich die Mitarbeitenden mit altersbezogenen Herausforderungen konfrontiert. In der Betrachtung der Veränderungen stellt sich die Frage, welche besonderen Bedürfnisse und Unterstützungsbedarf die Bewohnerinnen und Bewohner unter Berücksichtigung physischer, psychischer und biografischer Aspekte in diesem Lebensabschnitt haben und wie diesen aus heilpädagogischer Perspektive und für eine konstruktive Auseinandersetzung begegnet werden kann. Dabei werden sowohl das eigene Älterwerden als auch das der Bewohnerinnen und Bewohner in den Blick genommen.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:


  • physische und psychische Alterungsprozesse bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen beschreiben,
  • Besonderheiten in der Kommunikation bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz kennenlernen,
  • die Bedeutung von Ritualen im Tagesablauf kennen
  • Wechseljahre (aller Geschlechter) und Menopause besser verstehen; partizipative Überlegungen und Strategien entwickeln, mit dem Älterwerden und den damit einhergehenden Herausforderungen umzugehen,
  • "Ich werde alt und meine Eltern noch älter…" Erleben und Wahrnehmen der elterlichen Alterungsprozesse begleiten,
  • medizinische Grundlagen von Demenz sowie die demographische Entwicklung beschreiben,
  • Möglichkeiten Heilpädagogischer Diagnostik für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz darlegen
  • Besonderheiten der dementiellen Erkrankung für Menschen mit Trisomie 21 erläutern,
  • eine demenzsensible Umgebung gestalten,
  • Kommunikations- und Handlungskonzept von Erich Schützendorf kennen,
  • eine Biographiearbeit durchführen,
  • das eigene Älterwerden und die damit einhergehenden Änderungen des eigenen Belastungserlebens vor dem Hintergrund der professionellen Rolle und heilpädagogischer Professionalität reflektieren.



  • Planung und Gründung einer Heilpädagogischen Praxis: Wege in die Selbstständigkeit als Heilpädagog:in

    Eine eigene heilpädagogische Praxis zu eröffnen und zu betreiben, reizt viele Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Dabei sollte jeder Einstieg in eine eigene Praxistätigkeit gut überlegt und vorbereitet sein.

    Die angebotene Weiterbildung gibt einen umfassenden Einblick in die Planung und Gründung einer Heilpädagogischen Praxis und informiert praxisnah über die wichtigsten Schritte vor und während einer Gründungsphase. Zudem erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die ausgebauten Unterstützungsmöglichkeiten und Angebote für selbstständige Heilpädagoginnen und Heilpädagogen durch den BHP. Zur Vorbereitung wird den Teilnehmenden empfohlen, die BHP Publikation "Selbstständig als HeilpädagogIn" zu lesen.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:


  • Die eigene Motivation, die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen einordnen,
  • den Aufbau einer Praxis planen (Orientierungs-, Konzeptions-, Gründungs- und Eröffnungsphase),
  • unterschiedliche Möglichkeiten der Praxisführung und -gestaltung kennen,
  • den eigenen Kostensatz sowie die Gründungskosten kalkulieren,
  • die notwendigen Schritte zur Bedarfserhebung und Praxiseinführung in den Markt entwickeln,  
  • die Praxis nach außen darstellen (z. B. Werbeflyer, Internetauftritt),
  • Überblick über die sozialrechtlichen Bezüge, Steuer- und Versicherungsaspekte sowie über Datenschutz und Schweigepflicht erhalten,
  • einen Plan zur Verhandlungsführung und der Erstellung einer Leistungsvereinbarung mit den Kostenträgern entwickeln,
  • Angebote des BHP für selbstständige Heilpädagoginnen und Heilpädagogen kennen.


  • HPFH: Was Eltern stärkt - Methoden für die ressourcenorientierte Zusammenarbeit

    Insbesondere in den ambulanten Hilfen zur Erziehung ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung. In diesem Modul werden wir den Blick über den Tellerrand wagen und der Frage nachgehen, wie eine ressourcenorientierte, empathische Zusammenarbeit mit Eltern und Angehörigen unter erschwerten Bedingungen gelingen kann. Hierzu werden verschiedene Ansätze und Methoden vorgestellt und ausprobiert; bspw. das aktive Zuhören, die dialogische Haltung sowie Methoden aus der systemischen Familienarbeit.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Sorgeberechtigten im Kontext Heilpädagogischer Familienhilfe beschreiben,
  • Methoden der Zusammenarbeit mit Eltern anwenden,
  • Grenzen der Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten identifizieren,
  • Kriterien für eine Evaluation der Zusammenarbeit mit Eltern und Sorgeberechtigten entwickeln,
  • Fragen des Kinderschutzes bei Bedarf mit Eltern thematisieren,
  • das eigene Gesprächsverhalten im Kontakt mit Eltern und Sorgeberechtigten reflektieren.


  • Heilpädagogische Autismus-Beratung: Evaluationsmodul

    Das Evaluationsmodul dient der Darstellung und Reflexion des eigenen Kompetenzerwerbs im Verlauf der Weiterbildungsreihe. Hierfür reichen Sie vorher eine schriftliche Abschlussarbeit (10-15 Seiten) über einen Praxisfall ein. Die Abschlussarbeit präsentieren Sie vor der Gruppe (max. 30 Min.), im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Diskussion und Reflexion.

    Eine vom BHP beauftragte Person nimmt daran teil.

    Das EAH Zertifikat "Heilpädagogische Autismus-Beratung für Entwicklung und Teilhabe" umfasst 98 Unterrichtseinheiten Präsenz vor Ort. Das entspricht 5 EAH Credits.


    Heilpädagogischen Autismus-Beratung Beratung und Begleitung der Eltern und Familien

    Das Seminar beschäftigt sich mit wichtigen Fragen, die in der Arbeit mit Menschen aus dem Autismusspektrum und deren Angehörigen zentral sind:

  • Die Diagnose ist klar - was kann der nächste Schritt sein?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten und welche Barrieren kann es geben?
  • Wer sollte welches Expert:innenwissen aufbauen?
  • Eltern mit Autismus – eine zusätzliche Herausforderung – aber für wen?
  • Wer benötigt welche Art der Unterstützung und Begleitung?
  • Wer entscheidet darüber, wer im Prozess hilfreich und unterstützend sein soll?
  • Was hat sich als hilfreich und praktikabel bewährt?

  • Praxisorientiert und entlang der genannten Fragen werden Prinzipien der Beratung und Begleitung von Eltern und Familien erörtert. Expert:innen mit eigener Autismuserfahrung werden hilfreich zur Seite stehen.

    Darüber hinaus stehen Eltern aus dem Autismusspektrum im Zentrum der Betrachtung heilpädagogischer Begleitung. Eine autistische Mutter wird die Gruppe vertrauensvoll, kreativ und konstruktiv an den Besonderheiten ihrer Rolle teilhaben lassen.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Leitprinzipien der Beratung und Begleitung von Eltern und Familien erörtern,
  • praktische Erfahrung in der Zusammenarbeit mit autistischen Eltern sammeln,
  • pädagogische Zielstellungen transparent und vernetzt erarbeiten,
  • die Expertise autistischer Eltern im Kontext heilpädagogischen Handelns integrieren,
  • die professionelle Rolle für die Begleitung und Unterstützung von Familien reflektieren.


  • Evaluationsmodul

    Das Evaluationsmodul dient der Darstellung und Reflexion des eigenen Kompetenzerwerbs im Verlauf der Weiterbildungsreihe. Hierfür reichen Sie vorher eine schriftliche Abschlussarbeit (10-15 Seiten) über einen Praxisfall ein. Die Abschlussarbeit präsentieren Sie vor der Gruppe (max. 30 Min.), im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Diskussion und Reflexion.



    Eine vom BHP beauftragte Person nimmt daran teil.



    Das EAH-Zertifikat "Tiergestützte Heilpädagogik" umfasst 50 Unterrichtseinheiten angeleitete Bildung und 25 Unterrichtseinheiten Selbststudium (Fallarbeit, Literaturstudium, schriftliche Hausarbeit). Das entspricht 2,5 EAH Credits.


    Heilpädagogische Traumaarbeit: Evaluationsmodul

    Das Evaluationsmodul oder Kolloquium gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren eigenen Prozess zusammenzufassen, zu reflektieren und dadurch zu vertiefen. Um dies sichtbar zu machen, reichen Sie eine schriftliche Ausarbeitung ein, in der Sie entweder

  • eine Konzeption traumapädagogischen Arbeitens in Ihrer Einrichtung entwickeln ODER
  • eine Fallgeschichte darstellen, in der die Familie des Kindes mit traumatisierenden Erfahrungen in ihren Schwierigkeiten und Ressourcen beschrieben wird, Bewältigungsstrategien aufgezeigt und diskutiert werden und Sie sich mit einer Methode / einem Methodenschwerpunkt intensiv auseinandersetzen.

  • Die schriftliche Ausarbeitung präsentieren Sie vor der Gruppe (Zeitrahmen: 30 Min.). Eine vom BHP beauftragte Person nimmt daran teil.


    Heilpädagogische Diagnostik: Entwicklungsdiagnostik

    Entwicklungsdiagnostik – als Teil der heilpädagogischen Diagnostik – basiert auf dem Verständnis der sogenannten normalen kindlichen Entwicklung und umfasst zahlreiche Verfahren zur Erkennung und Beschreibung von Entwicklungsverläufen, Ressourcen, Stärken und Besonderheiten des Kindes.

    Die moderne Heilpädagogik erweitert jedoch ihre Zugänge zur Diagnostik und ihre Sichtweisen auf Kindheit:

    Neben dem notwendigerweise kritischen Blick auf die individuelle Entwicklung ist es nötig und annäherungsweise möglich, sowohl Hindernisse und Barrieren der persönlichen Entwicklungschancen offenzulegen als auch einen systemischen Zugang unter Berücksichtigung der Lebenswelt des Kindes zu entfalten.

    Anhand der entwicklungsdiagnostischen Erkenntnisse können dann heilpädagogische Maßnahmen zur Unterstützung und Begleitung von Kind und Umfeld erarbeitet und fachlich begründet werden.

    Im Rahmen des Moduls werden zentrale Aspekte der heilpädagogischen Entwicklungsdiagnostik thematisiert und ausgewählte Verfahren praktisch erprobt.

    Sie sind eingeladen konkrete Fälle aus der Praxis einzubringen, anhand derer die Instrumente (aus dem Gedächtnis) erproben.

    Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Den Stellenwert der Entwicklungsdiagnostik im Kontext der heilpädagogischen Diagnostik einordnen und beschreiben,
  • die kindliche Entwicklung von der Geburt bis zum Alter von ca. sechs Jahren skizzieren,
  • relevante Testverfahren der Entwicklungsdiagnostik kennen,
  • folgende Testverfahren anwenden, durchführen, auswerten, gegenüberstellen und kritisch beurteilen:
  • ET 6-6-R (Entwicklungstest 6 Monate bis 6 Jahre Revision)
  • Screeningverfahren wie z.B. DESK 3-6R;
  • auf der Grundlage der Testergebnisse Besonderheiten des Kindes sowie Teilhabebarrieren identifizieren und systemische Perspektiven entwickeln,
  • Entwicklungsdiagnostik in die heilpädagogische Praxis einordnen,

  • Impulse für heilpädagogisches Handeln entwickeln.