Viele KollegInnen fragen sich, was die kürzlich vereinbarte Tarifeinigung im öffentlichen Dienst für den Sozial- und Erziehungsdienst erreichen konnte, bzw. ob es zu einer spürbaren Aufwertung der E9, in die HeilpädagogInnen eingruppiert sind, kommt. Folgende Verbesserungen wurden ausgehandelt:

  • Der Tarifabschluss bringt eine lineare Besserstellung aller im TVöD organisierten KollegInnen – und damit auch für den Sozial- und Erziehungsdienst – um die ausgehandelten 3,2 Prozentpunkte in zwei Etappen jeweils zum 01. April 2021 und 2022.
  • Weiter wurde eine Corona-Sonderzahlung vereinbart:
    • Mit dem Entgelt für den Monat Dezember wird allen Beschäftigten eine Sonderzahlung (steuer- und abgabenfrei) ausgezahlt, die nach Entgeltgruppen gestaffelt ist. Danach erhalten Beschäftigte der Entgeltgruppen:
      • S2-S8b (E1-E8) 600€
      • S9-S18 (E9-E12) 400€
    • Eine Verrechnung mit bereits gezahlten Prämien findet, anders als von der VKA ursprünglich gefordert, nicht statt.
  • Alle Beschäftigten in den Entgeltgruppen S2-S9 erhalten ab 2022 eine um 5 Prozentpunkte erhöhte Jahressonderzahlung. Die aktuelle Erhöhung erfolgt in zwei Schritten (2 Prozentpunkte ab 2022 und 3 Prozentpunkte ab 2023). Dies ist ein weiterer Baustein dieser Einigung, mit dem untere Entgeltgruppen überproportional angehoben werden.

Dieser Tarifabschluss greift nicht die bereits geplanten und aufgrund der Corona-Pandemie im März abgesagten Verhandlungsgespräche zur Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst im ungekündigten Zustand auf, sondern bildet eine lineare Lohnanpassung für alle Beschäftigten im gesamten öffentlichen Dienst.

ver.di verweist ausdrücklich darauf:
„Diese Entgeltrunde war nicht die Tarifrunde zur Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst!“
Mit einer Wiederaufnahme der Verhandlungen und damit einer Auseinandersetzung um die Fragen der Aufwertung ist laut ver.di nach dem Abebben der Pandemie zu rechnen.

Lesen Sie die Informationen dazu im aktuellen ver.di-Flyer :

Verdi Entgeltrunde TvöD 2020 (239.0 KiB, 28 downloads)

Folglich ist es wichtig, dass sich bei ver.di organisierte HeilpädagogInnen ab sofort konsequent und vehement für die Vorbereitungen dieser Verhandlungen einsetzen und aktiv vor Ort daran mitwirken: HeilpädagogInnen müssen innerhalb der Gewerkschaft sicht- und hörbar werden und das können in erster Linie die KollegInnen erreichen, die als HeilpädagogInnen bei ver.di Mitglied sind.

Wir unterstützen als BHP e.V. unsere Mitglieder, die sich bereits bei ver.di engagieren über verschiedene Initiativen – sprechen Sie uns gerne darauf an!

Mitglieder des BHP, die eine Mitgliedschaft bei ver.di neu abschließen, können im Rahmen der Aktion Offensive Doppelmitgliedschaft 2021 – BHP e. V und ver.di im Schulterschluss rückwirkend vom 01. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2022 einen Teil ihres Mitgliedbeitrages einsparen. Als BHP-Mitglied erhalten Sie in wenigen Tagen Informationen hierzu.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache:
Nutzen Sie die Gelegenheit mit Michael Dehmlow, dem ver.di Gewerkschaftssekretär, und der stellvertretende Geschäftsführerin des BHP, Doris Albert, im Rahmen der BHP Online Bildungsreise am Donnerstag, den 12. November 2020 von 17:00 bis 18:30 Uhr zu diesen Fragen ins Gespräch zu gehen und sich zu informieren. Hier geht es zur Anmeldung.
Wir freuen uns auf Sie!