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Fachtag zum Bundesteilhabegesetz in Freiburg

Am 27. Oktober findet an der Katholischen Hochschule Freiburg ein Fachtag zum Bundesteilhabegesetz statt. Der Studiengang Heilpädagogik der KH Freiburg lädt hierzu die Fachöffentlichkeit der Region sowie Studierende und Lehrende der Heilpädagogik zur Teilnahme ein.

Referenntinnen und Referenten unterschiedlicher Organisationen sowie Lehrende der KH Freiburg referieren zu zu diesem Anlass zu den verschiedenen Aspekten der gesetzlichen Neuerungen des Bundesteilhabegesetzes und ihren Implikationen für die Heilpädagogik. Darunter auch BHP Geschäftsführer Kai-R. Timpe, der sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Fachlichkeit und Fachkräfte im Kontext des BTHG“ befassen wird.

Ausführliche Informationen sowie das Programm zum Fachtag finden Sie auf der Seite http://inklusives-netzwerk-freiburg.de/fachtag-bundesteilhabegesetz

Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos, eine verbindliche Anmeldung ist nicht erforderlich. Für einen möglichen Assistenzbedarf bei Menschen mit Beeinträchtigungen während des Fachtages stehen Studierende des Studienganges Heilpädagogik bereit.

Vielfalt. Kind. Gerecht. Gestalten. – Positionspapier der AGJ

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat in seiner Sitzung am 28./29. September 2017 das Positionspapier „Vielfalt. Kind. Gerecht. Gestalten. Interkulturalität, Vielfalt und Demokratieerziehung in der Kindertagesbetreuung“ verabschiedet. Mit diesem Positionspapier will die AGJ die wesentlichen Entwicklungsnotwendigkeiten im System der Kindertagesbetreuung im Kontext von Vielfalt und Interkulturalität deutlich machen und damit vor allem Fach- und Leitungskräfte in der Kindertagesbetreuung in ihrem Handlungsrepertoire unterstützen.

In ihrem Positionspapier unterstreicht die AGJ u. a., dass Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Kindertages-pflegepersonen mit Blick auf die wachsende Vielfalt und Heterogenität in der Gesellschaft interkulturelle Kompetenzen brauchen und fordert die Träger von Kindertageseinrichtungen auf, ihre Verantwortung im Kontext von Vielfalt und Interkulturalität wahrzunehmen und sich den daraus ergebenden Herausforderungen bewusst zu stellen. Die AGJ schlägt hierfür unter anderem weiterbildende Qualifizierungsmodule vor, welche die interkulturelle Kompetenz der Kindertagespflegepersonen fördern und die Grundqualifizierung ergänzen könnten.

Der BHP ist seit April 2016 in der Mitglied in der AGJ Mitgliedergruppe „Personal und Qualifizierung in der Jugendhilfe“ und setzt sich hier besonders für die Qualitätsentwicklung und den vermehrten Einsatz von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in Kindertagesstätten ein.

Zur Website der AGJ

Das Positionspapier der AGJ können Sie hier herunterladen:

Vielfalt Kind Gerecht Gestalten (87.9 KiB, 2 downloads)

 

 

Berufsbild Heilpädagogik im „Kinder- und Jugendarzt“

Die Fachzeitschrift „Kinder- und Jugendarzt“ veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem BHP in ihrer aktuellen Septemberausgabe einen Artikel über die Profession Heilpädagogik. Der Artikel geht auf ein Kooperationsgespräch zwischen dem BHP und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am 24. März 2017 in Berlin zurück. Beide Verbände befinden sich seither in regelmäßigem Austausch.

Heinrich Greving, Professor für Allgemeine und Spezielle Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule NRW und Autor des Artikels, verdeutlicht darin die Bedeutung des Berufsstandes im aktuellen gesellschaftlichen Kontext: „In der heutigen Zeit bilden Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit ihrer Methodenvielfalt eine Brücke zur Verwirklichung von Inklusion und Partizipation in ihrer Orientierung an Bedürfnissen, Ressourcen und Möglichkeiten, um für Menschen mit Beeinträchtigungen schrittweise die tatsächliche Verwirklichung von Teilhabe zu erreichen“ (S. 589).

Der Artikel beschreibt die geschichtlichen und semantischen Hintergründe des Berufes bis hin zu Anmerkungen über die Klientel, sowie zu möglichen Handlungsfeldern. Grundlegende Informationen zu heilpädagogischen Konzepten und Methoden, zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und zu internationalen Perspektiven vervollständigen die Darstellung des Berufsbildes.

Der „Kinder- und Jugendarzt“ ist das offizielle Organ des BVKJ und erscheint monatlich. Der Artikel, der in Zusammenarbeit mit dem BHP erschienen ist, erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift (48. Jg. (2017) Nr. 9/17, S. 587-589).

Hier können Sie den Beitrag in der aktuellen Ausgabe des „Kinder- und Jugendarzt“ im PDF-Format herunterladen. Mit freundlicher Genehmigung des BVKJ.

KJA 2017-09 S 587-589 (118.3 KiB, 1271 downloads)

Heilpaedagogik.de: Sybille Lenk erneut in ihrem Amt bestätigt

Der BHP Vorstand bestätigte auf seiner Herbstsitzung am 16. September 2017 Sybille Lenk erneut in ihrem Amt als ehrenamtliche Redaktionsleiterin der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de. Dagmar Gumbert, Vorsitzende des BHP dankte Sybille Lenk im Namen des gesamten BHP Vorstandes für ihr langjähriges Engagement. Seit nunmehr 19 Jahren und 76 Ausgaben bekleidet Sybille Lenk dieses Amt im BHP und hat damit maßgeblich zur Weiterentwicklung des Mediums beigetragen.

Mit der Fach- und Mitgliederpublikation heilpaedagogik.de informiert der BHP Heilpädagoginnen und Heilpädagogen sowie Angehörige verwandter sozialer Professionen rund um das Thema Heilpädagogik. Neben aktuellen Fachartikeln und Aufsätzen, Berichten aus der heilpädagogischen Praxis sowie Literaturempfehlungen und Rezensionen berichtet die heilpaedagogik.de über neue Entwicklungen aus dem Sozial,- Arbeits- und Tarifrecht. Ab der Ausgabe 1/1999 der Verbandszeitschrift, die damals noch den Titel „BHP info“ trug, löste Sybille Lenk den damaligen Schriftleiter Helmut Heiserer ab. Der Vorstand sowie die Bundesgeschäftsstelle des BHP danken Sybille Lenk herzlich für ihr Engagement und freuen sich auf die weitere konstruktive und gute Zusammenarbeit.

Die kommende Ausgabe der Fachzeitschrift 4/2017 erscheint im November und widmet sich dem Thema „Bindung und Beziehung“. BHP Mitglieder erhalten die Zeitschrift frei Haus. Für alle, die noch nicht Mitglied im BHP sind, ist das Heft im BHP Verlag erhältlich: bhpverlag.de/produkt-kategorie/fachzeitschrift

Neueröffnung nach Restaurierung: Internationales Archiv für Heilpädagogik

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde das Internationale Archiv für Heilpädagogik – Emil E. Kobi Institut am vergangenen Freitag offiziell wieder eröffnet. Zahlreiche Gäste, Freunde und Förderer aus dem In- und Ausland feierten im Foyer des ehemaligen Inspektorenhauses am Freitagnachmittag in Trebnitz und bestaunten die denkmalgerechte Restaurierung des Gebäudes.

Bereits seit 2013 hat das Internationale Archiv für Heilpädagogik seinen Sitz im ehemaligen Inspektorenhaus, das zum denkmalgeschützten Schlossensemble gehört. Durch den Umbau und besonders den Ausbau des Obergeschosses stehen dem Archiv und dem Institut deutlich mehr Nutzflächen zur Verfügung. Ausstellung und Seminarräume sollen zukünftig im Erdgeschoss ihren Platz finden, während die Sammlungen sowie die Bibliothek in den neuen Räumen im Obergeschoss untergebracht werden.

Begrüßt wurden die Gäste durch den Archivleiter Wolfgang van Gulijk sowie Dieter Lotz, Heilpädagoge und Professor an der Evangelischen Hochschule Nürnberg. Zudem sprachen Dr. Ulrike Gutheil, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Fabienne Aemisegger, Botschaftsrätin der Schweizerischen Botschaft in Berlin, Simona Koß, MdL Brandenburg, Gernot Schmidt, Landrat des Landkreises Märkisch-Oderland und Dagmar Gumbert, Vorsitzende des Berufs- und Fachverbands Heilpädagogik (BHP) e. V. Einig waren sich alle Rednerinnen und Redner, dass das Internationale Archiv für Heilpädagogik mit seinen vielfältigen Angeboten eine Bereicherung für das wissenschaftliche wie kulturelle Leben im Landkreis Märkisch-Oderland und im östlichen Brandenburg darstellt.

Im Rahmen der Wiedereröffnung der renovierten Räume des Internationalen Archivs wurde außerdem eine Ausstellung mit Werken des Schweizer Malers Hans Witschi aus der Privatsammlung des Ehepaars Annette und George Paltzer gezeigt. Zwölf Gemälde des renommierten in New York lebenden Schweizer Künstlers können bis November dieses Jahres zu den Öffnungszeiten von Interessierten besichtigt werden.

Das Internationale Archiv für Heilpädagogik – Emil E. Kobi Institut trägt den Namen des bedeutenden Schweizer Heilpädagogen Emil E. Kobi. Sein Nachlass war einer der maßgeblichen Grundsteine für die Entwicklung des Internationalen Archives in Trebnitz. Neben der Archivarbeit finden im Internationalen Archiv Symposien und Projekttage für Studierende statt. Das Archiv verfügt zudem über ein kleines Apartment, das von Besuchern und Nutzern des Archivs angemietet werden kann. Besonders die Seminararbeit mit den Studierenden soll zukünftig erweitert werden.

Mehr über die Angebote des Internationalen Archivs für Heilpädagogik erfahren Sie hier: http://www.archiv-heilpaedagogik.de

Langjähriger Geschäftsführer des BHP feiert 65. Geburtstag

Wolfgang van Gulijk, langjähriger Geschäftsführer des BHP und amtierender Leiter des Internationalen Archivs für Heilpädagogik, feiert am heutigen Freitag, den 1. September, seinen 65. Geburtstag. Als Geschäftsführer prägte Wolfgang van Gulijk von 1997 bis 2014 die verbandliche und berufspolitische Arbeit des BHP und war in vielen entscheidenden Entwicklungsstufen des Verbandes federführend beteiligt.

Entscheidend für die organisatorische Weiterentwicklung des BHP war unter anderem der von Wolfgang van Gulijk initiierte und organisierte Umzug der Bundesgeschäftsstelle von Kiel nach Berlin am 1. Juli 2004. So war der Grundstein gelegt, um die Kontakte zu Kooperationspartnern, zu den kommunalen Spitzenverbänden, zu den Dach- und Bundesverbänden der freien Wohlfahrtspflege sowie zu politischen Akteuren im Bundestag und in den Bundesministerien auszubauen. Auch die Gründung der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) im Mai 2001 sowie der verbandseigenen Servicegesellschaft BHP GmbH im Januar 2010 verdeutlichen das innovative Engagement Wolfgang van Gulijks, professionelle Strukturen innerhalb der BHP Geschäftsstelle auf- und auszubauen und neue Geschäftsfelder zu erschließen, um zugleich erweiterte Angebote der Information, Beratung und Weiterqualifizierung für die BHP Mitglieder zu schaffen.

Aber auch über die Geschäftsstelle hinaus, prägte van Gulijk die berufspolitische Arbeit und Vertretung für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Er war entscheidend daran beteiligt, dass am 18. November 2005 in Ulm die Internationale Gesellschaft heilpädagogischer Berufsverbände (IGhB) gegründet wurde und vertrat den BHP seit 2005 im Hauptausschuss des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge (DV) sowie im Rahmen seiner Mitwirkung in überregionalen Gremien. So war Wolfgang van Gulijk Mitglied im Vorstand der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (StK), ständiger Vertreter des BHP im Fachbereichstag Heilpädagogik (FBT) und wirkte in verschiedenen Agenturen bei der Akkreditierung von heilpädagogischen Studiengängen mit.

Seit Mai 2014 leitet Wolfgang van Gulijk das Internationale Archiv für Heilpädagogik/ Emil E. Kobi Institut in Trebnitz. Nach umfangreichen Umbauarbeiten im Frühjahr 2017 wird das Internationale Archiv am 15. September feierlich wiedereröffnet. Neben der denkmalgerechten Erneuerung der Fassade erwarten die Besucherinnen und Besucher durch den Innenausbau des Obergeschosses eine deutliche Erweiterung der Nutzfläche sowie erweiterter Raum für Archivierung und Präsentation.

Der BHP dankt Wolfgang van Gulijk für sein Wirken und sein ungebrochenes Engagement für den BHP und wünscht ihm zu seinem 65. Geburtstag alles Gute, Glück und weiterhin ein so gutes Geschick bei der Fortentwicklung des Internationalen Archivs für Heilpädagogik!

„Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern“

Am 27.09.2017 findet in Hannover die Fachtagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern – Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?“ statt. Die eintägige Veranstaltung wird vom AFET e. V. unter anderem in Kooperation mit dem BHP veranstaltet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht u.a. die Frage, wie die gemeinsame Inanspruchnahme von Teilhabeleistungen von mehreren Leistungsberechtigten im Bereich Bildung (sog. Pool-Lösung), die durch das Bundesteilhabegesetz rechtlich möglich wird, umgesetzt werden kann.

Die Fachtagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Behindertenhilfe, Schulen, Wissenschaft (Sozialpädagogik, Sonderpädagogik und Schulpädagogik) und die Eltern.

Hier können Sie das Veranstaltungsprogramm im PDF-Format herunterladen.

Eine Anmeldung ist ausschließlich online möglich: Zur Veranstaltung anmelden.

Engagiert und gefragt – Fachpolitische Aktivitäten des BHP im 1. Halbjahr 2017

Die Mitarbeitenden der BHP Bundesgeschäftsstelle waren im ersten Halbjahr 2017 im Auftrag des BHP Vorstandes zu einer Vielzahl von sozialpolitischen und weiteren fachlichen Themen gefragt und in Kontakt mit anderen Verbänden und politischen Entscheidungsträgern. Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über ausgewählte fachpolitische Tätigkeiten und Impulse, die durch den BHP im 1. Halbjahr 2017 gesetzt werden konnten:

 

1. Informationen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und seiner Auswirkungen auf heilpädagogische Handlungsfelder

Das BTHG ist seit 2017 in Kraft. Da es stufenweise bis 2020 vollends in Kraft tritt, befinden wir uns derzeit in der Einführungs- und Implementierungsphase des Gesetzes. Der BHP hat sich im Zuge der Gesetzeserarbeitung im Beteiligungsverfahren eingebracht. Heilpädagogische Leistungen sind auch zukünftig Bestandteil der Leistungen zur sozialen Teilhabe. Zudem werden heilpädagogische Leistungen nun auch im Zusammenhang mit den Leistungen zur Teilhabe an Bildung aufgeführt.

Der BHP informierte zu den Grundzügen des BTHG bereits in den Ausgaben 01/2017 und 02/2017 der Verbandszeitschrift heilpaedagogik.de sowie im digitalen Themendienst Heilpädagogik. Zudem war BHP Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe auf insgesamt 11 Veranstaltungen als Referent zum Thema BTHG in BHP Regionalgruppen aber auch bei Veranstaltungen der Ausbildungsstätten oder bei Wohlfahrtsverbänden gefragt.

Zur weiteren Bearbeitung und Mitwirkung am Umsetzungsprozess des BTHG hat der BHP Anfang des Jahres 2017 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich am 23. Mai 2017 konstituierte. Der BHP wird auch weiterhin über die Verbandszeitschrift sowie den Themendienst aktuell über das BTHG und dessen Auswirkungen auf die Handlungsfelder der Heilpädagogik berichten.

Weiterlesen: BHP Arbeitsgruppe tagt zum Bundesteilhabegesetz

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Berufs- und Fachverbands Heilpädagogik (BHP) e.V. zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen.

 

2. Partizipation an den Überlegungen zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe

Junge beim Malen

Wie sieht die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe aus?

Nachdem eine sogenannte inklusive Lösung, unter der eine Zusammenführung von Teilhabe- und Eingliederungsleistungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung verstanden wird, unter dem Dach des SGB VIII in dieser Legislaturperiode nicht mehr zustande gekommen ist, bringt sich der BHP in die auf Verbändeebene geführte Debatte zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe ein. Insbesondere eine Öffnung und Weiterentwicklung von Eingliederungshilfeleistungen für seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche sowie eine breitere Aufstellung von Erziehungshilfeleistung mit einem heilpädagogischen Leistungsangebot sind Kernziele der Bemühungen des BHP.

 

Ein enger Austausch findet dabei u.a. mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV), der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) sowie dem Erziehungshilfefachverband AFET statt. Mit allen drei Verbänden führte der BHP zum Thema der Reformüberlegungen im SGB VIII Gespräche und stimmte seine Positionen ab.

Der BHP kooperiert mit dem AFET u.a. bei der Durchführung der Fachtagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern – Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?“, die am 27. September in Hannover stattfindet.

Zum Programm der Fachtagung im PDF-Format: Programm Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern

 

3. Arbeit am gemeinsamen Glossar zur Frühförderung mit der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF)

Bereits seit Herbst 2015 arbeitet der BHP mit der VIFF an einem gemeinsamen kleinen Fachwörterbuch zur Frühförderung. Dieses Glossar steht kurz vor der Fertigstellung und soll zur Bundesfachtagung 2017 veröffentlicht werden. Die eingerichtete Arbeitsgruppe tagte im 1. Halbjahr 2017 dreimal und hat ihre Arbeit im April abgeschlossen. Das Glossar liegt nun den Vorständen beider Verbände zur Bearbeitung und Verabschiedung vor. Mit dem gemeinsamen Glossar möchten BHP und VIFF Klarheit über oftmals unterschiedlich verwendete Fachbegriffe erreichen. Das Glossar wird in gedruckter Form erscheinen und zum Selbstkostenpreis im BHP Verlag erscheinen.

 

4. Gespräche zur Erbringung solitärer heilpädagogischer Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg trat im Juli 2014 eine neue Landesrahmenvereinbarung zur Früherkennung und Frühförderung (LRV) in Kraft. In einigen Kreisen und Städten des Landes beobachtete der BHP daraufhin eine Verschiebung von Leistungen zugunsten medizinisch-therapeutischer und zulasten heilpädagogischer Leistungen. Diese Problematik wurde durch den BHP in persönlichen Gesprächen mit der Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, Frau Bärbel Mielich, mit der Dezernentin für Jugend und Soziales beim Landkreistag Baden-Württemberg, Frau Christa Heilemann, sowie den Verantwortlichen der Überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung in Baden-Württemberg, Frau Dr. Birgit Berg und Frau Ina Breuninger-Schmid, besprochen.

Der BHP hat an das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg herangetragen, dass die LRV dahin verändert werden muss, dass heilpädagogische Leistungen vor allem durch Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu erbringen sind. Erzieherinnen und Erzieher mit heilpädagogischer Kurzzeitweiterbildung sollen nach Ansicht des BHP zukünftig keine heilpädagogischen Leistungen mehr erbringen dürfen.

Lesen Sie hier eine Stellungnahme des BHP zum Thema: Heilpädagogische Professionalität und Fachlichkeit für ein inklusives Gemeinwesen

 

5. Einsatz für eine stärkere Anerkennung heilpädagogischer Bildungskonzepte in WfbM

Diskussionsrunde Berliner Gespräch

V.l.n.r.: Kristina Schulz (WerkstatträteDeutschlands), Hubert Hüppe (MdB, CDU/CSU), Martin Simmich (BHP Landesbeauftragter Hessen), Prof. Dr. Heinrich Greving (Katholische Hochschule Münster). Foto: Irina Tischer

Um auf das weitgehende Fehlen pädagogischer und heilpädagogischer Bildungskonzepte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) aufmerksam zu machen, veranstaltete der BHP am 19. Mai 2017 ein Berliner Fachgespräch zum Thema „Bildungsarbeit in Werkstätten für behinderte Menschen“. U.a. nahmen daran die Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (CDU/CSU Fraktion) und Corinna Rüffer (Die Grünen Bundestagsfraktion) teil.

Der BHP fordert im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes eine stärkere teilhabeorientierte Leistungserbringung sowie eine heilpädagogische Bildungskonzeption unter den Werkstätten für behinderte Menschen. Hierzu sind für die nähere Zukunft weitere Gespräche, u.a. mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesarbeitsgemeinschaft WfbM geplant.

Der BHP Verlag veröffentlichte zum Thema Bildungsarbeit in WfbM im Mai 2017 die Publikation „BildungsArbeit. Schlüssel zur Inklusion.

 

6. Heilpädagogische Leistungen als Nachsorgeleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung

Am 24. März 2017 führte der BHP mit dem Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (BVKJ), vertreten durch Herrn Dr. Klaus Rodens (Mitglied des Vorstandes) und Nadine Jackel-Neusser (Politische Referentin) ein Fachgespräch zu den Schnittstellen der Kinder- und Jugendmedizin und der Heilpädagogik. Ein Ergebnis des Gesprächs ist, dass der BHP den Beruf des Heilpädagogen in der Fachzeitschrift des BVKJ „Der Kinder- und Jugendarzt“ vorstellt (Die Ausgabe erscheint am 15. September 2017. Der BHP wird den Beitrag auf Bhponline/Aktuelle Informationen veröffentlichen). Zudem wird der Schnittstellen-diskurs beider Disziplinen auf der BHP Bundesfachtagung 2017 fortgesetzt.

Ein zentrales Gesprächsthema waren Leistungen zur Nachsorge gemäß § 17 SGB VI (Rentenversicherung), die seit 2017 auch für ambulante Maßnahmen für Kinder und Jugendliche, die an einer stationären Reha-Maßnahme teilgenommen haben, erbracht werden können.

Am 27. Juni 2017 fand hierzu eine Fachtagung bei der Deutschen Rentenversicherung statt, an der BHP Geschäftsführer Kai-R. Timpe teilgenommen hat. Dabei wurden erste Grundzüge eines Konzeptes erarbeitet, nach dem zukünftig (voraussichtlich ab 2019) ambulante Leistungen zur Nachsorge für Kinder und Jugendliche erbracht werden sollen. Der BHP setzt sich dafür ein, dass heilpädagogische Leistungen in diesen Katalog aufgenommen werden und damit im Rahmen ambulanter Leistungen für Kinder- und Jugendliche vor allem mit chronischen Erkrankungen gestärkt und ausgebaut werden.

MesseForum Heilpädagogik zur 51. Bundesfachtagung

Zur diesjährigen 51. Bundesfachtagung veranstaltet der BHP erstmals das MesseForum Heilpädagogik. Im Rahmen des MesseForums Heilpädagogik stellen verschiedene Anbieter, Einrichtungen, Verbände und Projekte ihre Arbeit vor oder sind mit einem Stand vertreten. Neben Vorträgen zu heilpädagogischen Themen haben Besucherinnen und Besucher während des MesseForums die Möglichkeit, mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen.

Das MesseForum Heilpädagogik findet am Freitag, den 24. November 2017 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr in den Räumen der 2. und 3. Etage der Urania (Lofts) statt.

Weitere Informationen zu den Ausstellern und Ständen während des MesseForums Heilpädagogik können Sie hier nachlesen: http://heilpaedagogikwirkt.de/messeforum-heilpaedagogik/

Das Programm zum MesseForum Heilpädagogik wird laufend aktualisiert. Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich gern direkt an Doris Albert (Doris.Albert@bhponline.de) oder wenden Sie sich telefonisch an den BHP unter 030 / 40605060.

Die 51. Bundesfachtagung des BHP „Couragiert und professionell für Teilhabe und Entwicklung. HEILPÄDAGOGIK als politischer Auftrag“ findet vom 24. bis 26. November 2017 in Berlin statt.

Zum Programm der 51. Bundesfachtagung

BHP Vorstand stellt Ideen zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit vor

Der BHP Vorstand hat gemeinsam mit der Geschäftsführung des BHP ein Modell zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit des BHP und des Fachbeirates der Teilhabe- und Handlungsfelder der Heilpädagogik entwickelt. Dieses Modell war bereits auf dem Berufspolitischen Forum des BHP im März dieses Jahres vorgestellt worden. Seitdem diskutieren die Mitglieder des Fachbeirates, Regionalsprecherinnen und Regionalsprecher sowie Landesbeauftragte über Möglichkeiten und Heraus-forderungen der Veränderung von Strukturen in der Regionalen Arbeit und im Fachbeirat des BHP.

Grundlage des Modells zur Weiterentwicklung ist eine veränderte Struktur der Regionalen Arbeit im BHP. Ist diese derzeit in einzelne in der Regel nach Postleitzahlen geordnete Regionen aufgegliedert mit dem Ziel, Mitglieder des BHPs in dieser Region, unabhängig von deren beruflichem Handlungsfeld, bei regionalen Treffen zusammenzubringen, so sieht das Modell eine Struktur auf Ebene der Bundesländer vor, in denen sich BHP Mitglieder handlungsfeldspezifisch organisieren. Nach diesem Modell gäbe es Landesgruppen für beispielsweise die Handlungsfelder Kindertageseinrichtungen, Frühförderung, Jugendhilfe, Schule oder die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit (drohenden) Behinderungen. In den jeweiligen Landesgruppen würde jeweils eine Sprecherin bzw. ein Sprecher gewählt, der sich mit den Sprecherinnen und Sprechern aus den anderen Bundesländern austauscht. Der fachspezifische Austausch zwischen den BHP Mitgliedern in einem Bundesland soll dadurch deutlich intensiviert werden, indem fachliche, aber auch sozial- und/oder bildungspolitische Entwicklungen im jeweiligen Bundesland im Rahmen der Treffen in den Landesgruppen besprochen werden.

Anhand eines konkreten Beispiels sieht das Modell die folgende Struktur vor: Neben anderen Landesgruppen für die entsprechenden Handlungsfelder trifft sich nach dem Modell regelmäßig die Landesgruppe Jugendhilfe im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Themen aus der Landesgruppe nimmt der/die ernannte Landesgruppen-sprecher/in mit zu einem Treffen der Landesgruppensprecher aus dem Handlungsfeld der Jugendhilfe. Hier treffen sich also alle Verantwortlichen einer Gruppe aus den verschiedenen Bundesländern, die im Handlungsfeld Jugendhilfe tätig sind. So ist ein bundesweiter fachlicher Austausch zu aktuell bedeutenden Themen in diesem Handlungsfeld gegeben. Die Gruppensprecherinnen und -sprecher bestimmen nun untereinander einen von ihnen, der das Handlungsfeld der Jugendhilfe einmal im Jahr bei einem Treffen mit den Sprechern anderer Handlungsfelder vertritt. Somit würde bei diesem Treffen ein Fachbeirat entstehen, der sich aus den Gruppensprecherinnen und Gruppensprechern aus den verschiedenen Handlungsfeldern in den verschiedenen Bundesländern zusammensetzt. In diesem Modell bilden also die Landesgruppen die Basis der Regionalen Arbeit im BHP. Die Regionalgruppen würden nicht mehr durch den BHP organisiert. Der Fachbeirat der Teilhabe- und Handlungsfelder würde sich aus den entsprechenden ernannten oder gewählten Gruppensprecherinnen und -sprecher der Bundesländer konstituieren.

Von dem vorliegenden Modell verspricht sich der Vorstand des BHP durch eine klar fachbezogene Ausrichtung eine gesteigerte Attraktivität seiner Angebotsstrukturen in den einzelnen Bundesländern. Zudem soll die politische Arbeit des BHP in den einzelnen Bundesländern durch die fachbezogene Organisationsstruktur weiter ausgebaut werden.

Bei Fragen zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit wenden Sie sich gern an die BHP Geschäftsstelle.

Kontakt: 0 30 – 40 60 50 60
E-Mail: info@bhponline.de