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Engagiert und gefragt – Fachpolitische Aktivitäten des BHP im 1. Halbjahr 2017

Die Mitarbeitenden der BHP Bundesgeschäftsstelle waren im ersten Halbjahr 2017 im Auftrag des BHP Vorstandes zu einer Vielzahl von sozialpolitischen und weiteren fachlichen Themen gefragt und in Kontakt mit anderen Verbänden und politischen Entscheidungsträgern. Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über ausgewählte fachpolitische Tätigkeiten und Impulse, die durch den BHP im 1. Halbjahr 2017 gesetzt werden konnten:

 

1. Informationen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und seiner Auswirkungen auf heilpädagogische Handlungsfelder

Das BTHG ist seit 2017 in Kraft. Da es stufenweise bis 2020 vollends in Kraft tritt, befinden wir uns derzeit in der Einführungs- und Implementierungsphase des Gesetzes. Der BHP hat sich im Zuge der Gesetzeserarbeitung im Beteiligungsverfahren eingebracht. Heilpädagogische Leistungen sind auch zukünftig Bestandteil der Leistungen zur sozialen Teilhabe. Zudem werden heilpädagogische Leistungen nun auch im Zusammenhang mit den Leistungen zur Teilhabe an Bildung aufgeführt.

Der BHP informierte zu den Grundzügen des BTHG bereits in den Ausgaben 01/2017 und 02/2017 der Verbandszeitschrift heilpaedagogik.de sowie im digitalen Themendienst Heilpädagogik. Zudem war BHP Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe auf insgesamt 11 Veranstaltungen als Referent zum Thema BTHG in BHP Regionalgruppen aber auch bei Veranstaltungen der Ausbildungsstätten oder bei Wohlfahrtsverbänden gefragt.

Zur weiteren Bearbeitung und Mitwirkung am Umsetzungsprozess des BTHG hat der BHP Anfang des Jahres 2017 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich am 23. Mai 2017 konstituierte. Der BHP wird auch weiterhin über die Verbandszeitschrift sowie den Themendienst aktuell über das BTHG und dessen Auswirkungen auf die Handlungsfelder der Heilpädagogik berichten.

Weiterlesen: BHP Arbeitsgruppe tagt zum Bundesteilhabegesetz

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Berufs- und Fachverbands Heilpädagogik (BHP) e.V. zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen.

 

2. Partizipation an den Überlegungen zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe

Junge beim Malen

Wie sieht die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe aus?

Nachdem eine sogenannte inklusive Lösung, unter der eine Zusammenführung von Teilhabe- und Eingliederungsleistungen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung verstanden wird, unter dem Dach des SGB VIII in dieser Legislaturperiode nicht mehr zustande gekommen ist, bringt sich der BHP in die auf Verbändeebene geführte Debatte zur Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe ein. Insbesondere eine Öffnung und Weiterentwicklung von Eingliederungshilfeleistungen für seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche sowie eine breitere Aufstellung von Erziehungshilfeleistung mit einem heilpädagogischen Leistungsangebot sind Kernziele der Bemühungen des BHP.

 

Ein enger Austausch findet dabei u.a. mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV), der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) sowie dem Erziehungshilfefachverband AFET statt. Mit allen drei Verbänden führte der BHP zum Thema der Reformüberlegungen im SGB VIII Gespräche und stimmte seine Positionen ab.

Der BHP kooperiert mit dem AFET u.a. bei der Durchführung der Fachtagung „Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern – Wie Kooperation zwischen Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Schule am Beispiel der Schulbegleitung gelingen kann!?“, die am 27. September in Hannover stattfindet.

Zum Programm der Fachtagung im PDF-Format: Programm Kinder verantwortungsbewusst begleiten und fördern

 

3. Arbeit am gemeinsamen Glossar zur Frühförderung mit der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF)

Bereits seit Herbst 2015 arbeitet der BHP mit der VIFF an einem gemeinsamen kleinen Fachwörterbuch zur Frühförderung. Dieses Glossar steht kurz vor der Fertigstellung und soll zur Bundesfachtagung 2017 veröffentlicht werden. Die eingerichtete Arbeitsgruppe tagte im 1. Halbjahr 2017 dreimal und hat ihre Arbeit im April abgeschlossen. Das Glossar liegt nun den Vorständen beider Verbände zur Bearbeitung und Verabschiedung vor. Mit dem gemeinsamen Glossar möchten BHP und VIFF Klarheit über oftmals unterschiedlich verwendete Fachbegriffe erreichen. Das Glossar wird in gedruckter Form erscheinen und zum Selbstkostenpreis im BHP Verlag erscheinen.

 

4. Gespräche zur Erbringung solitärer heilpädagogischer Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg trat im Juli 2014 eine neue Landesrahmenvereinbarung zur Früherkennung und Frühförderung (LRV) in Kraft. In einigen Kreisen und Städten des Landes beobachtete der BHP daraufhin eine Verschiebung von Leistungen zugunsten medizinisch-therapeutischer und zulasten heilpädagogischer Leistungen. Diese Problematik wurde durch den BHP in persönlichen Gesprächen mit der Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, Frau Bärbel Mielich, mit der Dezernentin für Jugend und Soziales beim Landkreistag Baden-Württemberg, Frau Christa Heilemann, sowie den Verantwortlichen der Überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung in Baden-Württemberg, Frau Dr. Birgit Berg und Frau Ina Breuninger-Schmid, besprochen.

Der BHP hat an das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg herangetragen, dass die LRV dahin verändert werden muss, dass heilpädagogische Leistungen vor allem durch Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zu erbringen sind. Erzieherinnen und Erzieher mit heilpädagogischer Kurzzeitweiterbildung sollen nach Ansicht des BHP zukünftig keine heilpädagogischen Leistungen mehr erbringen dürfen.

Lesen Sie hier eine Stellungnahme des BHP zum Thema: Heilpädagogische Professionalität und Fachlichkeit für ein inklusives Gemeinwesen

 

5. Einsatz für eine stärkere Anerkennung heilpädagogischer Bildungskonzepte in WfbM

Diskussionsrunde Berliner Gespräch

V.l.n.r.: Kristina Schulz (WerkstatträteDeutschlands), Hubert Hüppe (MdB, CDU/CSU), Martin Simmich (BHP Landesbeauftragter Hessen), Prof. Dr. Heinrich Greving (Katholische Hochschule Münster). Foto: Irina Tischer

Um auf das weitgehende Fehlen pädagogischer und heilpädagogischer Bildungskonzepte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) aufmerksam zu machen, veranstaltete der BHP am 19. Mai 2017 ein Berliner Fachgespräch zum Thema „Bildungsarbeit in Werkstätten für behinderte Menschen“. U.a. nahmen daran die Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (CDU/CSU Fraktion) und Corinna Rüffer (Die Grünen Bundestagsfraktion) teil.

Der BHP fordert im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes eine stärkere teilhabeorientierte Leistungserbringung sowie eine heilpädagogische Bildungskonzeption unter den Werkstätten für behinderte Menschen. Hierzu sind für die nähere Zukunft weitere Gespräche, u.a. mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesarbeitsgemeinschaft WfbM geplant.

Der BHP Verlag veröffentlichte zum Thema Bildungsarbeit in WfbM im Mai 2017 die Publikation „BildungsArbeit. Schlüssel zur Inklusion.

 

6. Heilpädagogische Leistungen als Nachsorgeleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung

Am 24. März 2017 führte der BHP mit dem Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (BVKJ), vertreten durch Herrn Dr. Klaus Rodens (Mitglied des Vorstandes) und Nadine Jackel-Neusser (Politische Referentin) ein Fachgespräch zu den Schnittstellen der Kinder- und Jugendmedizin und der Heilpädagogik. Ein Ergebnis des Gesprächs ist, dass der BHP den Beruf des Heilpädagogen in der Fachzeitschrift des BVKJ „Der Kinder- und Jugendarzt“ vorstellt (Die Ausgabe erscheint am 15. September 2017. Der BHP wird den Beitrag auf Bhponline/Aktuelle Informationen veröffentlichen). Zudem wird der Schnittstellen-diskurs beider Disziplinen auf der BHP Bundesfachtagung 2017 fortgesetzt.

Ein zentrales Gesprächsthema waren Leistungen zur Nachsorge gemäß § 17 SGB VI (Rentenversicherung), die seit 2017 auch für ambulante Maßnahmen für Kinder und Jugendliche, die an einer stationären Reha-Maßnahme teilgenommen haben, erbracht werden können.

Am 27. Juni 2017 fand hierzu eine Fachtagung bei der Deutschen Rentenversicherung statt, an der BHP Geschäftsführer Kai-R. Timpe teilgenommen hat. Dabei wurden erste Grundzüge eines Konzeptes erarbeitet, nach dem zukünftig (voraussichtlich ab 2019) ambulante Leistungen zur Nachsorge für Kinder und Jugendliche erbracht werden sollen. Der BHP setzt sich dafür ein, dass heilpädagogische Leistungen in diesen Katalog aufgenommen werden und damit im Rahmen ambulanter Leistungen für Kinder- und Jugendliche vor allem mit chronischen Erkrankungen gestärkt und ausgebaut werden.

MesseForum Heilpädagogik zur 51. Bundesfachtagung

Zur diesjährigen 51. Bundesfachtagung veranstaltet der BHP erstmals das MesseForum Heilpädagogik. Im Rahmen des MesseForums Heilpädagogik stellen verschiedene Anbieter, Einrichtungen, Verbände und Projekte ihre Arbeit vor oder sind mit einem Stand vertreten. Neben Vorträgen zu heilpädagogischen Themen haben Besucherinnen und Besucher während des MesseForums die Möglichkeit, mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen.

Das MesseForum Heilpädagogik findet am Freitag, den 24. November 2017 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr in den Räumen der 2. und 3. Etage der Urania (Lofts) statt.

Weitere Informationen zu den Ausstellern und Ständen während des MesseForums Heilpädagogik können Sie hier nachlesen: http://heilpaedagogikwirkt.de/messeforum-heilpaedagogik/

Das Programm zum MesseForum Heilpädagogik wird laufend aktualisiert. Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich gern direkt an Doris Albert (Doris.Albert@bhponline.de) oder wenden Sie sich telefonisch an den BHP unter 030 / 40605060.

Die 51. Bundesfachtagung des BHP „Couragiert und professionell für Teilhabe und Entwicklung. HEILPÄDAGOGIK als politischer Auftrag“ findet vom 24. bis 26. November 2017 in Berlin statt.

Zum Programm der 51. Bundesfachtagung

BHP Vorstand stellt Ideen zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit vor

Der BHP Vorstand hat gemeinsam mit der Geschäftsführung des BHP ein Modell zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit des BHP und des Fachbeirates der Teilhabe- und Handlungsfelder der Heilpädagogik entwickelt. Dieses Modell war bereits auf dem Berufspolitischen Forum des BHP im März dieses Jahres vorgestellt worden. Seitdem diskutieren die Mitglieder des Fachbeirates, Regionalsprecherinnen und Regionalsprecher sowie Landesbeauftragte über Möglichkeiten und Heraus-forderungen der Veränderung von Strukturen in der Regionalen Arbeit und im Fachbeirat des BHP.

Grundlage des Modells zur Weiterentwicklung ist eine veränderte Struktur der Regionalen Arbeit im BHP. Ist diese derzeit in einzelne in der Regel nach Postleitzahlen geordnete Regionen aufgegliedert mit dem Ziel, Mitglieder des BHPs in dieser Region, unabhängig von deren beruflichem Handlungsfeld, bei regionalen Treffen zusammenzubringen, so sieht das Modell eine Struktur auf Ebene der Bundesländer vor, in denen sich BHP Mitglieder handlungsfeldspezifisch organisieren. Nach diesem Modell gäbe es Landesgruppen für beispielsweise die Handlungsfelder Kindertageseinrichtungen, Frühförderung, Jugendhilfe, Schule oder die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit (drohenden) Behinderungen. In den jeweiligen Landesgruppen würde jeweils eine Sprecherin bzw. ein Sprecher gewählt, der sich mit den Sprecherinnen und Sprechern aus den anderen Bundesländern austauscht. Der fachspezifische Austausch zwischen den BHP Mitgliedern in einem Bundesland soll dadurch deutlich intensiviert werden, indem fachliche, aber auch sozial- und/oder bildungspolitische Entwicklungen im jeweiligen Bundesland im Rahmen der Treffen in den Landesgruppen besprochen werden.

Anhand eines konkreten Beispiels sieht das Modell die folgende Struktur vor: Neben anderen Landesgruppen für die entsprechenden Handlungsfelder trifft sich nach dem Modell regelmäßig die Landesgruppe Jugendhilfe im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Themen aus der Landesgruppe nimmt der/die ernannte Landesgruppen-sprecher/in mit zu einem Treffen der Landesgruppensprecher aus dem Handlungsfeld der Jugendhilfe. Hier treffen sich also alle Verantwortlichen einer Gruppe aus den verschiedenen Bundesländern, die im Handlungsfeld Jugendhilfe tätig sind. So ist ein bundesweiter fachlicher Austausch zu aktuell bedeutenden Themen in diesem Handlungsfeld gegeben. Die Gruppensprecherinnen und -sprecher bestimmen nun untereinander einen von ihnen, der das Handlungsfeld der Jugendhilfe einmal im Jahr bei einem Treffen mit den Sprechern anderer Handlungsfelder vertritt. Somit würde bei diesem Treffen ein Fachbeirat entstehen, der sich aus den Gruppensprecherinnen und Gruppensprechern aus den verschiedenen Handlungsfeldern in den verschiedenen Bundesländern zusammensetzt. In diesem Modell bilden also die Landesgruppen die Basis der Regionalen Arbeit im BHP. Die Regionalgruppen würden nicht mehr durch den BHP organisiert. Der Fachbeirat der Teilhabe- und Handlungsfelder würde sich aus den entsprechenden ernannten oder gewählten Gruppensprecherinnen und -sprecher der Bundesländer konstituieren.

Von dem vorliegenden Modell verspricht sich der Vorstand des BHP durch eine klar fachbezogene Ausrichtung eine gesteigerte Attraktivität seiner Angebotsstrukturen in den einzelnen Bundesländern. Zudem soll die politische Arbeit des BHP in den einzelnen Bundesländern durch die fachbezogene Organisationsstruktur weiter ausgebaut werden.

Bei Fragen zur Weiterentwicklung der Regionalen Arbeit wenden Sie sich gern an die BHP Geschäftsstelle.

Kontakt: 0 30 – 40 60 50 60
E-Mail: info@bhponline.de

Neueröffnung nach Umbau: Internationales Archiv

Nach umfangreichen Bauarbeiten wird das Internationale Archiv für Heilpädagogik ab dem 24. Juli 2017 wieder den regulären Betrieb für Besucherinnen und Besucher aufnehmen. Mit der denkmalgerechten Erneuerung der Fassade und einem Innenausbau des Obergeschosses wird das Gebäude sich attraktiv in den Ehrenhof von Schloss Trebnitz einfügen und mit einer deutlichen Erweiterung der Nutzfläche weiteren Raum für Archivierung und Präsentation schaffen.

Weitere Informationen: www.archiv-heilpaedagogik.de/aktuell

Bundestag beschließt Kinder- und Jugendstärkungsgesetz

Der Deutsche Bundestag hat am 29.06.2017 das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) beschlossen. Mit dem Gesetz soll laut Regierung die Wirksamkeit von Instrumenten und Maßnahmen im Kinderschutz verbessert werden.

Das Gesetz sieht u. a. vor, Kinder und Jugendliche in Einrichtungen durch eine wirkungsvollere Heimaufsicht besser zu schützen, zudem sollen sie sich bei Beschwerden an Ansprechpersonen außerhalb der Einrichtung wenden können. Neu geschaffen wird eine Regelung zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften. Das Gesetz soll außerdem die gemeinsame Förderung von Kindern mit und ohne Behinderungen in Kitas stärken und führt eine neue Regelung zur Zusammenarbeit der Sozialleistungsträger beim Zuständigkeitswechsel ein.

Weitere Informationen:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/bundestag-beschliesst-gesetz-zur-staerkung-von-kindern-und-jugendlichen

www.bundestag.de/Staerkung-kinder-jugendliche

Anmeldung zur 51. BFT gestartet

Das Programm der 51. Bundesfachtagung des BHP ist ab sofort auf der Website heilpaedagogikwirkt.de verfügbar. Wie in den vergangenen Jahren bietet auch die Bundesfachtagung 2017 unter der Mitwirkung von zahlreichen Referentinnen und Referenten ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Ab sofort können Interessierte sich für die dreitägige Veranstaltung in der Berliner Urania anmelden.

Die 51. Bundesfachtagung findet in diesem Jahr vom 24. bis 26. November unter dem Motto „Couragiert und professionell für Teilhabe und Entwicklung. HEILPÄDAGOGIK als politischer Auftrag“ statt: „Das Jahr 2017 ist für alle politisch und sozial interessierten Menschen ein sehr Spannendes“, sagt Dagmar Gumbert, Vorsitzende des BHP. „Weltweit gibt es durch Wahlen z.T. gravierende gesellschaftliche Veränderungen. Sicher geglaubte Werte stehen auf dem Prüfstand, in manchen Regionen sind gewachsene demokratische Grundpfeiler in Gefahr. Parallel zu diesen Entwicklungen sind im politischen Feld verstärkt Initiativen zu erleben, in denen sich couragierte Menschen gemeinsam engagieren für Themen wie Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit, Vielfalt oder Teilhabechancen.“

Zu den Herausforderungen für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen gehören auch die sozialpolitischen Veränderungen, wie das Bundesteilhabegesetz und eine Reform des Sozialgesetzbuches VIII. „Wenn Sie Ihrer täglichen Arbeit nachgehen, ist Ihnen vermutlich nicht in jedem Moment bewusst, wie wichtig die politische Dimension der Heilpädagogik ist und wie hoch ihre Bedeutung für die Schaffung eines inklusiven Gemeinwesens“, betont Ulla Schmidt, Mitglied des MdB, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. in ihrem Grußwort zur 51. Bundesfachtagung die politische Dimension der Profession. Mit der 51. Bundesfachtagung greift der BHP die aktuellen Entwicklungen auf und lädt die Teilnehmenden zur fachlichen und berufspolitischen Auseinandersetzung ein.

Erstmals auf der Bundesfachtagung: MesseForum HEILPÄDAGOGIK

Erstmals wird der BHP am ersten Veranstaltungstag der Bundesfachtagung zwischen 16:00 Uhr und 18:00 Uhr das MesseForum HEILPÄDAGOGIK durchführen. Ziel dieses Messeforums ist es, Aktionen, best-practice Beispiele, Akteure, neue Entwicklungen, Methoden, Einrichtungen, Dienste sowie Initiativen der Heilpädagogik vorzustellen und die Beteiligten mit den Besuchern ins Gespräch zu bringen. Der BHP freut sich über die zahlreichenden Anmeldungen zum MesseForum und lädt die Besucherinnen und Besucher herzlich ein, sich am Freitag, dem 24. November, inspirieren zu lassen.

Jetzt anmelden zur 51. Bundesfachtagung: Sonderkonditionen für Studierende

Studierende der Heilpädagogik an Fachschulen/Fachakademien oder Fachhochschulen/Universitäten haben auch in diesem Jahr die Möglichkeit, zu einem nochmals ermäßigten Preis an der Bundesfachtagung teilzunehmen. Bei 11 Studierenden wird ein Freiplatz gewährt. Eine Anmeldeliste erhalten Sie über Ihre Ausbildungsstätte oder direkt bei der Bundesgeschäftsstelle des BHP in Berlin. Der BHP erwartet zur 51. Bundesfachtagung wieder mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich, da einige Vorträge in der Teilnehmerzahl begrenzt sind.

Den Programmflyer zur 51. Bundesfachtagung können Sie hier herunterladen:

20170609-Programm-BFT-2017 (7.7 MiB, 226 downloads)

Das Veranstaltungsprogramm und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie ab sofort auf http://heilpaedagogikwirkt.de

Ihre Fragen zu den Anmeldemodalitäten beantworten wir gerne. Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@bhponline.de oder wenden Sie sich telefonisch an uns unter 030-40605060.

 

BHP Arbeitsgruppe tagt zum Bundesteilhabegesetz

Die BHP Arbeitsgruppe zum Bundesteilhabegesetz hat ihre Arbeit aufgenommen. Das erste Arbeitstreffen fand Ende Mai in der BHP Bundesgeschäftsstelle in Berlin statt. Die Arbeitsgruppe wird den Prozess der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes voraussichtlich bis Ende 2018 begleiten.

Mit Inkrafttreten der drei Stufen des Bundesteilhabegesetzes (01.01.2017/01.01.2018/01.01.2020) ergeben sich auch Änderungen für die Erbringung heilpädagogischer Leistungen. Primäres Ziel der Arbeitsgruppe ist es daher, inhaltliche Punkte und Aspekte zu identifizieren, die im Rahmen der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes für den Bereich der Heilpädagogik bis 2020 weiteren Klärungs- und Positionierungs- bzw. Abstimmungsbedarf haben. Ein zentraler fachlicher Schwerpunkt wird zudem sein, heilpädagogische Leistungen für Menschen mit (drohender) Behinderung als Fachleistungen in Abgrenzung zu existenzsichernden und zu Assistenzleistungen zu formulieren und zu profilieren. Außerdem sollen Handlungsempfehlungen für jene Handlungsfelder der Heilpädagogik erstellt werden, die von den Auswirkungen des BTHG betroffen sind (Frühförderung, Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen/Schwerpunkt WfbM, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsintegrationsmaßnahmen, Wohneinrichtungen).

Ein weiterer Auftrag der Arbeitsgruppe umfasst das Herausstellen von zusätzlichen Handlungsfeldern, die sich für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen durch das BTHG ergeben können (z. B. unabhängige Beratung, kommunale und personenzentrierte Teilhabeplanung, Inklusionsprojekte (Kapitel 11 Teil 3 BTHG)). Hierzu sollen entsprechende Maßnahmen, die der Verbesserung von Einsatzmöglichkeiten von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen dienen, geprüft und eingeleitet werden.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

  • Kai-R. Timpe (BHP Geschäftsführer)
  • Prof. Dr. Erik Weber (Evangelische Hochschule Darmstadt, stellv. Vorsitzender des BHP)
  • Prof. Dr. Sabine Schäper (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen /Münster)
  • Dr. Stefan Doose (Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung)
  • Birte Johannsen (Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.)
  • Ramón Lutter (Wohnstättenverbundleitung, Lebenshilfe Barnim)
  • Eckhard Busch (Leiter Heilpädagogische Ambulanz Berlin e.V.)
  • Daniela Klähn (Fachabteilungsleitung des Bereiches ABFB-T, Fürst Donnersmarck-Haus Berlin)
  • Martina Zapf (BHP Fachbeirat für den Bereich Unterstützung und Begleitung von Menschen mit Behinderung)

Die Arbeitsgruppe informiert in enger Abstimmung mit der Bundesgeschäftsstelle die Mitglieder des BHP über Einzelheiten des BTHG in der Fach- und Mitgliederpublikation heilpaedagogik.de sowie im BHP Themendienst Heilpädagogik.

Berliner Gespräch: Gute Arbeit und faire Bildungschancen für Werkstattbeschäftigte

In der Bundesgeschäftsstelle des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik (BHP) e.V. fand am 19.05.2017 das zweite Berliner Gespräch zur Heilpädagogik in diesem Jahr statt. Anlässlich einer Neuerscheinung des BHP Verlages zum Thema „Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verbänden sowie die Autoren Heinrich Greving und Ulrich Scheibner über die Arbeitsbedingungen sowie Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Werkstattbeschäftigten.

Schwerpunkt: Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Als Fachverband für Heilpädagogik legt der BHP in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema „Arbeit und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen“ und stellt mit der Publikation „BildunsArbeit. Schlüssel zur Inklusion. Ein neues Verständnis von Arbeit und Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen“ auch das Handlungsfeld der Werkstätten für behinderte Menschen in den Fokus. „Menschen mit (drohenden) Behinderungen müssen eine Chance auf eine ihren Fähigkeiten und Ressourcen entsprechende Beschäftigung haben und für diese auch entsprechend entlohnt werden“, sagte Kai-R. Timpe, Geschäftsführer des BHP. „Die Bundesregierung und die Werkstattträger haben den Auftrag, die Vorgaben der UN-BRK auf inklusive Bildung und gleichberechtigte Beschäftigung umzusetzen.“

Am Berliner Gespräch in der BHP Bundesgeschäftsstelle nahmen Corinna Rüffer (MdB, Die Grünen), Hubert Hüppe (MdB, CDU/CSU) sowie Kristina Schulz, Mitglied des Vorstandes der Werkstatträte Deutschlands, und Andreas Sperlich, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaften Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM Berlin) teil. Unter der Moderation von Martin Simmich, BHP Landesbeauftragter Hessen, wurden die aktuellen Bildungsleistungen in Werkstätten (WfbM) diskutiert und sich mit den politischen Rahmenbedingungen für eine Reform der Werkstattkonzeption auseinandergesetzt.

Reform der Bildungsleistungen in Werkstätten für behinderte Menschen

„In den Werkstätten müssen Arbeit und Bildung eine untrennbare Verbindung eingehen“, fordert Ulrich Scheibner, Mitautor des Buches. Der langjährige Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) sieht Werkstattbeschäftigte in ihren Bildungschancen wesentlich eingeschränkt statt gefördert und kritisiert die aktuellen Arbeitsbedingungen in einem Großteil der Werkstätten scharf. Notwendig sei die Umsetzung einer bildungsbasierten Arbeit. So müssten aus den heutigen Werkstätten als „Aussonderungseinrichtungen“ tatsächliche Arbeits- und Bildungsstätten werden, um für die Beschäftigten als Übergangseinrichtungen in den ersten Arbeitsmarkt fungieren zu können.

Um eine Reform der Bildungsleistungen in den Werkstätten voranzutreiben, entwickelten Ulrich Scheibner und Heinrich Greving, Professor für Heilpädagogik an der Katholischen Hochschule Münster, in der nun vorliegenden Publikation ein Konzept zur inklusiven Bildung in Werkstätten und wurden dabei von zahlreichen Bildungs- und Werkstattfachleuten kritisch begleitet und beraten. Das Buch ist im BHP Verlag erschienen und soll politischen Akteuren sowie Werkstattvertretungen als Anstoß für eine Reform der Werkstattkonzeption dienen.

Das Buch BildungsArbeit ist ab sofort im BHP Verlag erhältlich: http://bhpverlag.de/programm/bildungsarbeit-schluessel-zur-inklusion/

Heilpädagogik innovativ denken: BHP Unternehmertag Heilpädagogik 2017

Vom 05. bis 06. Mai 2017 fand zum zweiten Mal der BHP Unternehmertag Heilpädagogik statt. Etwa vierzig Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten das Angebot der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) in Zusammenarbeit mit der BHP Agentur und besuchten die zweitägige Veranstaltung in Mannheim, die auf die Interessen selbstständiger heilpädagogischer Anbieter mit eigener Praxis oder Einrichtung ausgerichtet war. Unter dem Titel „Innovation wagen und gestalten“ bot der diesjährige Unternehmertag den Teilnehmenden eine Plattform, sich sowohl mit den sozialpolitischen als auch den persönlichen Faktoren des unternehmerischen Handelns als heilpädagogische Anbieter auseinanderzusetzen.

Herausforderung Innovation: Heilpädagogische Unternehmen im Kontext der Sozialgesetzgebung

Den besonderen Wert heilpädagogischer Leistungen für die Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg hob Frau Anita Reidel aus dem Fachbereich Arbeit und Soziales der Stadt Mannheim in ihrem Grußwort hervor. Im anschließenden Auftaktvortrag beleuchtete Herr Prof. Dr. Bernhard Schmalenbach das Thema des diesjährigen Unternehmertages und diskutierte Kreativität als Motor für Innovation im heilpädagogischen Handeln. Im zweiten Vortrag an diesem Tag „Herausforderung Innovation: Heilpädagogische Unternehmen im Kontext der Sozialgesetzgebung“ legte Dr. Thorsten Hinz, Geschäftsführer des Bundesfachverbandes Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V., die wichtigsten Hintergründe zum Bundesteilhabegesetz für heilpädagogische Anbieter dar und forderte zum berufspolitischen Engagement auf.

Die Kooperation heilpädagogischer Anbieter mit den öffentlichen Leistungsträgern stand im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages unter Beteiligung von Frau Christa Heilemann, Dezernentin beim Landkreistag Baden-Württemberg, Frau Silvia Schmidt-Potzy, BHP Landessprecherin der Selbstständigen in Baden-Württemberg, und Frau Frauke Rahser-Reichelt, heilpädagogische Anbieterin aus Konstanz. Im Mittelpunkt der Diskussion, die von BHP Geschäftsführer Kai-R. Timpe moderiert wurde, stand die Positionierung heilpädagogischer Praxen und Einrichtungen im Leistungsbereich Frühförderung, besonders vor dem Hintergrund der Frühförderverordnung und der gesetzlichen Rahmung, Leistungen der Frühförderung als Komplexleistung interdisziplinär zu erbringen. Hier wurden insbesondere die regionalen Unterschiede und Voraussetzungen für heilpädagogische Anbieter kontrovers diskutiert.

Die Unternehmerpersönlichkeit: Heilpädagogik innovativ denken und erbringen

Vor dem Hintergrund dieser sozialrechtlichen und berufspolitischen Impulse des ersten Veranstaltungstages rückten am zweiten Tag die selbstständigen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen und ihre Unternehmen in den Fokus: Die vielfältigen Aspekte eines heilpädagogischen Unternehmens beleuchteten die Referentinnen Gabriele Weiss, die zur Unternehmerpersönlichkeit zwischen Innovation, Effizienz und Resilienz referierte, Christine Görzen, welche die Qualitäten heilpädagogischer Praxen und Einrichtungen als attraktive Arbeitgeber verdeutlichte sowie Chanell Eidmüller, die den Teilnehmenden die Risiken bei der Wahl der Unternehmensform näherbrachte. Dass auch soziale Dienstleister für ihre Leistungen werben können und sollten, veranschaulichte Dr. Christine Hardegen in ihrem Vortrag über die Markengestaltung in der Heilpädagogik.

Der Unternehmertag Heilpädagogik wird von der BHP Agentur gemeinsam mit der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) angeboten. Neben einem auf die Interessen von selbstständigen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen ausgerichteten Veranstaltungsprogramm mit zahlreichen Vorträgen, ist der berufspolitische Diskurs und die Vernetzung der Anbieter untereinander Ziel der Veranstaltung.

Für Fragen rund um die Selbstständigkeit als Heilpädagoge und Heilpädagogin steht Ihnen die BHP Agentur gerne zur Verfügung: www.bhpagentur.de

Fragen zur Aus- und Weiterbildung in der Heilpädagogik beantworten die Mitarbeitenden der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH): www.eahonline.de

Filmprojekt HEILPÄDAGOGIK in Motion – Einsendeschluss verlängert

Der BHP lädt im Rahmen des Filmprojektes Heilpädagogik in Motion Studierende der Heilpädagogik an Fachschulen, Fachakademien und Hochschulen ein, Heilpädagogik filmisch darzustellen. Die Filme sollen sich auf künstlerische und kreative Weise mit der Frage auseinandersetzen, was Heilpädagogik ausmacht und charakterisiert.

Der Einsendeschluss für Ihre Beiträge ist der 15. Juli 2017!

Weitere Informationen unter http://bhponline.de/hpinmotion/.

#HPinMotion