Verstehen und Verantwortung als Grundlagen professionellen Handelns im Umgang mit Kindern mit herausfordernden Verhaltensweisen
05.11.2026 – 05.11.2026
Online
02.10.2026
Herausfordernde Verhaltensweisen von Kindern in Kindertageseinrichtungen werden in der Praxis häufig im Kind verortet. Die Analyse der jeweiligen Entwicklungssituation gerät dabei in den Hintergrund. Die Vorlesung greift diese Problematik auf und bestimmt die Kompetenz des Verstehens – konkreter: des verstehenden Diagnostizierens – als zentral für professionelles Handeln in der Arbeit mit Kindern mit herausfordernden Verhaltensweisen.
Verstehen wird dabei als systematischer Prozess gefasst, in dem sich dem subjektiven Erleben eines Kindes (Innenperspektive) im Kontext seiner Lebensverhältnisse (Außenperspektive) angenähert wird, um seine Entwicklungssituation zu analysieren und zu rekonstruieren.
Diagnostisches Handeln erschöpft sich jedoch nicht in Analyse und Rekonstruktion. Es setzt auch die Bereitschaft der diagnostizierenden Person zur affektiven Beteiligung voraus – sich also emotional berühren zu lassen, die aktuelle Entwicklungssituation des Kindes nachzuvollziehen und empathisch zu verstehen.
In diesem Prozess beginnt das Kind mich als Diagnostiker:in "etwas anzugehen", und ein Verantwortungsgefühl kann entstehen. Vor dem Hintergrund häufig anzutreffender Verantwortungsverschiebungen bis hin zu struktureller Verantwortungslosigkeit kommt der sich entwickelnden pädagogischen Verantwortung in diesem Zusammenhang eine basale Bedeutung zu.
Verstehen und Verantwortung erweisen sich folglich als zentrale Grundlagen professionellen Handelns im Umgang mit Kindern mit herausfordernden Verhaltensweisen.
Termin: Donnerstag, 05. November 2026, 17:30-19:00 Uhr
Anmeldung bitte bis: 02. Oktober 2026
Max. Gruppengröße: 100 Personen
Format: Online
Kosten je Vorlesung:
BHP-Mitglieder 35,00 €
Nichtmitglieder 55,00 €
Kosten Gesamt:
BHP-Mitglieder 100,00 €
Nichtmitglieder 150,00 €