Basismodul 3 | Methodenvielfalt: Marte Meo, Unterstützte Kommunikation, Profilarbeit, TEACCH-Ansatz und weitere Konzepte
04.06.2027 – 05.06.2027
Heilpädagogische Praxis, Roseller Straße 4, 41539 Dormagen
30.04.2027
Heilpädagogisches Handeln mit Menschen im Autismus-Spektrum braucht ein breites Methodenrepertoire. Entscheidend ist jedoch nicht die Anwendung einer Standardmethode, sondern eine fachlich begründete, personenzentrierte und kontextbezogene Auswahl. Dieses Modul vermittelt einen praxisnahen Überblick über verschiedene Ansätze und ihre Kombinationsmöglichkeiten.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützten Kommunikation (UK). Körpereigene, nicht elektronische und elektronische Kommunikationsformen können Menschen mit eingeschränkter oder fehlender Lautsprache darin unterstützen, Bedürfnisse, Entscheidungen und Gefühle auszudrücken und Beziehungen aktiv mitzugestalten. Auch das Picture Exchange Communication System (PECS) wird in seinen Grundzügen vorgestellt.
Der TEACCH-Ansatz bietet mit Strukturierung und Visualisierung Möglichkeiten, Räume, Aufgaben und Abläufe verständlich und verlässlich zu gestalten. Marte Meo eröffnet als videobasierter, ressourcenorientierter Ansatz einen differenzierten Blick auf Kommunikation, Interaktion und gelingende Kontaktmomente. Die Profilarbeit stärkt Selbstvertretung, indem Bedürfnisse, Stärken, Interessen und hilfreiche Rahmenbedingungen gemeinsam beschrieben werden.
Weitere Konzepte wie Applied Behavior Analysis (ABA) und Autismusspezifische Verhaltenstherapie (AVT) werden hinsichtlich ihrer Grundlagen, Ziele und Grenzen sowie unter den Gesichtspunkten Ethik, Selbstbestimmung, Neurodiversität und Teilhabe kritisch diskutiert.
Sie haben die Möglichkeit, folgende Kompetenzen zu erwerben:
• Grundprinzipien von Marte Meo und entwicklungsunterstützender Kommunikation kennenzulernen,
• zentrale Prinzipien des TEACCH-Ansatzes zu erläutern und Ideen zur Strukturierung und Visualisierung zu entwickeln,
• Formen der Unterstützten Kommunikation fachlich einzuordnen und den grundlegenden Ablauf von PECS zu beschreiben,
• Profilarbeit als Instrument der Selbstvertretung und Teilhabeplanung einzusetzen,
• weitere methodische Ansätze fachlich, ethisch und neurodiversitätssensibel zu reflektieren,
• passende Handlungsideen für Einzel- und Gruppensettings zu entwickeln und auf die eigene Praxis zu übertragen.
Referent:innen: Heike Zett | Jasmin Weide
Termin:
Freitag, 04. Juni 2027, 13:00-20:00 Uhr
Samstag, 05. Juni 2027, 09:00-16:00 Uhr
Umfang: 14 Einheiten à 45 Minuten
Anmeldung bis: 30. April 202
Zielgruppe: Heilpädagog:innen
Gruppengröße: max. 20 Personen
Verpflegung: Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Heilpädagogische Praxis
Roseller Straße 4
41539 Dormagen
Kosten:
BHP-Mitglieder 310,00 €
Nichtmitglieder 390,00 €