G ProbeRaum: Institutionen als Medium der Sozialraumgestaltung: wie werden Angebote für Menschen mit Behinderungen zugänglich für alle?
Seit Inkrafttreten der UN-BRK wird zu Recht eine Anpassung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen an die aller Menschen gefordert, und zwar in jedem Lebensalter und in allen Bereichen. Von daher ist es logisch, eine Transformation der „Sonderwelten“ – Heilpädagogische Kindergärten, Förderschulen, besondere Wohnformen, Werkstätten für behinderte Menschen – durchaus mit dem Ziel ihrer Abschaffung zu beginnen.
Nun zeigt sich an einigen Stellen das Phänomen, dass Institutionen der Assistenz für Menschen mit Behinderungen in der Vergangenheit an vielen Stellen Lebens- und Arbeitsformen entwickelt haben, die für die Entwicklung eines inklusiven Sozialraums förderlich sein können, zum Beispiel inklusiv betriebene Treffpunkte für Jugendliche, inklusive Restaurants und Cafés, ein Dorfladen, die Küche einer WfbM, die den örtlichen Kindergarten mit bekocht (nebst Lieferservice). In diesem DenkRaum werden wir best practice Beispiele in Bezug auf ihre Tauglichkeit, aber auch auf ihre Grenzen bezüglich einer Entwicklung zu einem inklusiven Sozialraum betrachten, bewerten und vielleicht die eine oder andere Anregung mitnehmen.