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Q ProbeRaum:  [INST] – eine literarische Lesung über das Verhältnis von Gewalt und Behinderun

Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe sind Orte, die Schutz versprechen – und doch oft von starren Strukturen, Kontrolle und Gewalt geprägt sind.  Das Buch „[INST] – Geschichten über Gewalt und Behinderung“ stellt einen Versuch dar, die Lebenswelt dieser Komplexeinrichtungen und die darin auftretenden Verhältnisse sichtbar und fühlbar zu machen. Es ist ein Versuch, mit ästhetischen Mitteln dem Phänomen der Gewalt in der Behindertenhilfe näher zu kommen, dieses greifbar und dadurch angreifbar zu machen. Denn: Jeder weiß, dass Gewalt in Betreuungsverhältnissen ein massives Problem darstellt. Und trotzdem scheint sich dieses einfach nicht lösen zu lassen.

Die Texte, mit denen dieser Versuch geführt wird, beruhen auf realen Erfahrungen und Begegnungen. Um Anonymität zu wahren, sind sie literarisch verdichtet – doch ihr Kern ist wahr. Sie erzählen von Menschen, deren Leben verwaltet wird, von Mitarbeitenden, die zwischen Fürsorge und Überforderung stehen. Und von einer Gesellschaft, die diese Parallelwelt lieber ausblendet, statt sich damit auseinanderzusetzen.

Die Texte sind keine Anklage gegen Einzelne, sondern sollen eine kritische Auseinandersetzung mit Denk- und Handlungsweisen anstoßen, die Gewalt begünstigen und legitimieren. Zugleich eröffnen die Geschichten leise Räume der Hoffnung. Sie fragen: Wie könnte ein anderes Miteinander aussehen?

Die Lesung wird durch Diskussionsphasen ergänzt und lädt dazu ein, gemeinsam über Verantwortung, Würde und Menschlichkeit nachzudenken.

Referent: Alexander Puchtler
Moderation: Veronika Stanzl