„Wie kann ein klar gegliedertes und in sich stimmiges Ausbildungssystem für (pädagogische) Fach- und Lehrkräfte gestaltet werden, welches in Abstimmung mit den Anstellungsträgern passgenaue Führungs- und Fachkarrieren ermöglicht?“ Zu dieser Fragestellung hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) eine Arbeitsgruppe einberufen, in der auch der BHP durch Heidi Fischer (Vorstandsmitglied) vertreten ist.

Hintergrund dieser Fragestellung ist eine enorme Expansion des Ausbildungsmarktes, der bundesweit inhaltlich wie strukturell immer heterogener und teils auch inkonsistenter wird: Der Bedarf an Fachkräften steigt mit der Anzahl der Kinder, die ab dem ersten Lebensjahr in einer Kindertageseinrichtung betreut werden. Auch sind die Ansprüche an die pädagogische Arbeit und damit auch an die Qualifikation der Fachkräfte gestiegen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Ausbildungen zeitlich kürzer, inhaltlich flexibler und zielgenauer qualifizieren. Die Befürchtung ist groß, dass diese Entwicklungen zu einer schleichenden Dequalifizierung im Sinne von „Kita kann Jede/r“ führen könnten.

Die Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Ausbildungen für (pädagogische) Fach- und Lehrkräfte im Bereich der Kindertagesbetreuung“ hat den Auftrag bis zum Ende des Jahres eine Empfehlung für die Kultusministerien der Länder und die Kultusministerkonferenz zu erarbeiten. In die Arbeitsgruppe berufen wurden u. a. VertreterInnen von Kultusministerien, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kultusministerien, Ausbildungsstätten und Hochschulen.
Der BHP setzt sich in der Arbeitsgruppe dafür ein, dass die Heilpädagogik als Profession und Disziplin im Handlungsfeld Kindertagesstätte besser wahrgenommen und dadurch gestärkt wird.

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