Anfang März begannen die Verhandlungen der Tarifrunde 2020 für die Sozial- und Erziehungsberufe im kommunalen öffentlichen Dienst. Verhandelt wird im Sozial- und Erziehungsdienst unter anderem für ErzieherInnen, ErziehungswissenschaftlerInnen, HeilerziehungspflegerInnen, HeilpädagogInnen, KindheitspädagogInnen, KinderpflegerInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen in den Arbeitsfeldern von Kindertageseinrichtungen bis Seniorenberatung, Arbeits- und Berufsförderung bis stationäre Kinder- und Jugendhilfe.

Der bisher bestehende „Fahrplan“ für die Verhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst im ungekündigten Zustand zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Verband der Kommunalen Arbeitgeber, VKA, sah drei Termine vor:

  • 05. März 2020 in Potsdam – dieser Termin fand statt,
  • 23. März 2020, ebenfalls in Potsdam – dieser Termin wurde aufgrund derzeitiger Entwicklung in der Corona-Krise mit der Aussage „Wir halten die Uhr an!“ abgesagt und auch, ob der nachfolgende Termin, vorgesehen für den 29. April 2020 in Hannover, stattfinden kann, ist unklar.

Seitens ver.di verhandelt eine 27-köpfige Verhandlungskommission, geführt vom Vorsitzenden Frank Werneke und der stellvertretenden Vorsitzenden, Christine Behle, gemeinsam mit dem Deutschen Beamtenbund (dbb) mit dem VKA Präsidenten Ulrich Mägde und dem Hauptgeschäftsführer des VKA, Niklas Benrath als Gegenüber.

Der Forderungskatalog von ver.di sieht umfangreiche Verbesserungen der Eingruppierungsmerkmale für die unteren Lohngruppen vor, zielt auf Entlastungen für alle Beschäftigten, fordert die Ausdehnung der Vorbereitungszeiten und die Anerkennung von Berufstätigkeit bei anderen Trägern – um einige der wichtigsten Aspekte zu nennen.

Der BHP e.V. unterstützt all diese Forderungen, hat aber bereits durch persönliche Kontakte und Briefe an die Verhandlungsführenden von ver.di in aller Deutlichkeit gefordert und unterstrichen, dass es darum gehen muss, eine nennenswerte Besserstellung von HeilpädagogInnen in der Entgeltgruppe 9 im Vergleich zur Entgeltgruppe 8b zu verhandeln.
Dabei geht es nicht darum, einzelnen Berufsgruppen in Konkurrenz zu setzen, sondern die längst überfällige finanzielle Wertschätzung für HeilpädagogInnen mit ihrer doppelten beruflichen Fachschulbildung zu erwirken.

Der BHP e.V. sucht weiterhin den Austausch mit den Verhandlungsparteien und informiert Sie zeitnah über die weiteren Entwicklungen.

Umfassende Hintergründe dazu finden auch unter:
ver.di: www.mehr-braucht-mehr.verdi.de
VKA: www.vka.de