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Zuversicht als Haltung – Im Gespräch mit ver.di

In diesem Interview aus unserer Reihe #ZuversichtAlsHaltung spricht Doris Albert, stellvertretende Geschäftsführerin des BHP, mit Michael Dehmlow. Michael Dehmlow ist Gewerkschaftssekretär der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit den Schwerpunkten Konzernbetreuung und Sozial- und Erziehungsdienst. Das Gespräch wurde am 08. August aufgezeichnet.

Zuversicht als Haltung: Im Gespräch mit … Michael Dehmlow, am 08. August 2020

Mit unserer Kampagne #ZuversichtAlsHaltung sprechen wir regelmäßig mit unseren Mitgliedern, HeilpädagogInnen und KooperationspartnerInnen über ihre Erfahrungen in der Corona-Pandemie. Dabei steht im Vordergrund, welche Auswirkungen das Virus auf die verschiedensten Aspekte der Arbeit von HeilpädagogInnen genommen hat und weiterhin haben wird.

Sie möchten sich an #ZuversichtAlsHaltung beteiligen und aus Ihrem neuen Arbeitsallltag berichten? Melden Sie sich gerne bei uns unter presse@bhponline.de.

Informationen zur Corona-Pandemie für HeilpädagogInnen finden Sie auf unserer Themenseite Corona.

Fachgespräch zwischen BHP und ver.di

BHP Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe und die stellvertretende Geschäftsführerin Doris Albert haben sich am 13. August 2020 mit VertreterInnen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der ver.di-Bundesverwaltung in Berlin zu einem Gespräch zur Tarifsituation von HeilpädagogInnen im TVÖD getroffen.

GesprächspartnerInnen aufseiten von ver.di waren Sylvia Bühler, Mitglied des Bundesvorstandes und Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, Sarah Bormann, im gleichen Fachbereich zuständig für den Bereich Behindertenhilfe und Rehabilitation, und Oliver Bandosz, Leiter des Bereichs Tarifpolitik öffentlicher Dienst.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand die derzeitige Situation von HeilpädagogInnen im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes – dem Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD-SuE). Es ist ein Anliegen des BHP, die Entgeltgruppe S 9, in der viele HeilpädagogInnen eingruppiert sind, aufzuwerten. Beide Seiten stimmen in der Einschätzung überein, dass sich mehr HeilpädagogInnen gewerkschaftlich organisieren müssen, um ihre Anliegen auch in den Gremien von ver.di verstärkt einbringen zu können. Zudem sind insbesondere solche HeilpädagogInnen gesucht, die Mitglied bei ver.di, im öffentlichen Dienst beschäftigt und bereit sind, sich in den entsprechenden ver.di-Kampagnen einzubringen.

Darüber hinaus muss auch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für das Anliegen des BHP, die S 9 im TVöD-SuE aufzuwerten, sensibilisiert werden. Hier wird sich der BHP in den kommenden Wochen weiter engagieren.

Der BHP sieht in der Gewerkschaft ver.di einen zuverlässigen und langjährigen Partner in der Vertretung der arbeits- und tarifpolitischen Interessen von HeilpädagogInnen. Der BHP und ver.di werden auch zukünftig einen engen Austausch führen.

Informationen zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst finden Sie hier: bhponline.de/tarifverhandlungen-im-oeffentlichen-dienst/

Aktualisiert und erweitert: BHP Positionspapier zur Arbeit mit alternden Menschen

In Zusammenarbeit mit der Landesfachgruppe Alternde Menschen hat die BHP Geschäftstelle das Positionspapier P.02 „Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in der Arbeit mit alternden Menschen“ neu herausgegeben. Dabei wurde das Positionspapier aus dem Jahr 2008 umfassend bearbeitet, aktualisiert und erweitert.

Das Positionspapier beschreibt den Bedarf heilpädagogischer Hilfen im Bereich der Altenhilfe und definiert verschiedene heilpädagogische Handlungsfelder in der Arbeit mit alternden Menschen. Es beschreibt unter anderem heilpädagogische Ansätze und Ziele in der stationären und ambulanten Altenhilfe, die Zusammenarbeit mit Angehörigen und die rechtlichen Grundlagen heilpädagogischen Handelns für alternde Menschen. Mit dem Positionpapier will der BHP den zunehmend in diesem Handlungsfeld tätigen HeilpädagogInnen eine Orientierungshilfe zur Verfügung stellen.

Die Positionspapiere des BHP dienen der Darstellung und Erklärung eines Berufs- und Einsatzfeldes von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in Deutschland. Die bisherige Reihe, bestehend aus sieben Positionspapieren, beschäftigt sich mit den Bereichen Schuldienst, der sogenannten Behindertenhilfe, der Jugendhilfe, der Frühförderung, der Arbeit in psychiatrischen Handlungsfeldern, der Arbeit in Kindertagesstätten und der Arbeit mit alternden Menschen.

Hier können Sie das P.02 bestellen: bhpverlag.de/P02

Hier erhalten Sie Informationen zu allen Positionspapieren des BHP: bhponline.de/bhp-positionspapiere

Langjährige Mitarbeiterin der BHP Bundesgeschäftsstelle verabschiedet

Die Bundesgeschäftsstelle des BHP verabschiedet im September die langjährige Mitarbeiterin Gudrun Krahmann in den Ruhestand. Gudrun Krahmann war seit dem Umzug der Bundesgeschäftsstelle aus Kiel nach Berlin im Juli 2004 hauptamtlich im BHP tätig und für das Mitgliederwesen und Mitgliedermanagement verantwortlich. Über viele Jahre verantwortete Frau Krahmann zudem den Versand des BHP Verlages.

Mitglieder des BHP kennen Frau Krahmann aus vielen Telefonkontakten und E-Mailkorrespondenzen sowie nicht zuletzt durch die BHP Bundesfachtagung, in der Frau Krahmann jährlich präsent und in den letzten Jahren für das Anmeldewesen hauptverantwortlich war.

Vorstand und Geschäftsführung des BHP danken Frau Krahmann für die sehr gute, zuverlässige und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen mehr als 16 Jahren und wünschen Frau Krahmann für die nun beginnende neue Lebensphase alles erdenklich Gute!

Nachfolgerin von Frau Krahmann wird Frau Elvira Haase. Frau Haase ist bereits seit 2014 in der Buchhaltung der BHP GmbH beschäftigt und übernimmt fortan die Tätigkeiten, die bisher von Frau Krahmann geleistet wurden. Vorstand und Geschäftsführung des BHP freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Frau Haase.

Foto: nordpixx.com
Gudrun Krahmann geht im September 2020 in den Ruhestand
Elvira Haase ist Nachfolgerin von Gudrun Krahmann im BHP e.V.

Neuerscheinung im BHP Verlag: „Alt und Lebenssatt“ – Heilpädagogische Begleitung am Lebensende

Sterben und Tod sind Themen, die in unserer Gesellschaft häufig aus dem Bewusst­sein verdrängt werden. Mitarbeitende in Einrichtungen für ältere Menschen mit so­genannter geistiger Behinderung können den Menschen dabei unterstützen, durch die Auseinandersetzung mit der eigenen gesundheitlichen Vorausplanung eine individuelle Zukunftsplanung am Lebensende zu gestalten, um auch im Alter oder im Krankheitsfall die bestmögliche Lebensqualität für den Einzelnen zu erhalten.

Barbara Weiß: „Alt und Lebenssatt“

Die Autorin des aktuell im BHP Verlag erschienenen Buches „Alt und Lebenssatt“ – Heilpädagogische Begleitung am Lebensende beschreibt praxisnah die Heilpädagogische Begleitung von Menschen mit so­genannter geistiger Behinderung im Alter und erläutert verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit der gesundheit­lichen Vorausplanung wie u. a. das Empowerment-Konzept, Advance Care Planning, natürlicher und mutmaßlicher Wille, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Im Vordergrund steht dabei die Selbstbestimmung des Menschen, der sich individuell mit seinen Vorstellungen und Wünschen zum Lebensende auseinandersetzt.

Das Buch ist ab sofort im BHP Verlag erhältlich: bhpverlag.de/programm/alt-und-lebenssatt/

Autorin: Barbara Weiß
97 Seiten
ISBN: 978-3-942484-41-1
Preis: 12,- EUR

Das Buch wurde mit dem Förderpreis des Internationalen Archivs für Heilpädagogik ausgezeichnet.

Internationales Archiv für Heilpädagogik verleiht Förderpreise

Foto: Internationales Archiv

Am 04. September wurden im Internationalen Archiv für Heilpädagogik in Trebnitz die Förderpreise für herausragende Arbeiten der Heilpädagogik verliehen. Mit dem Förderpreis zeichnet das Kuratorium des Internationalen Archivs alle zwei Jahre zwei herausragende Abschlussarbeiten der Heilpädagogik aus. In diesem Jahr fand die feierliche Übergabe der Urkunden in der Feldsteinscheune des Internationalen Archivs statt.

In kleinem aber festlichen Rahmen nahmen die PreisträgerInnen Ben Bubeck und Barbara Weiß die Auszeichnungen entgegen. Barbara Weiß erhielt den Förderpreis für ihre Arbeit zum Thema: „Alt und Lebenssatt – Heilpädagogische Begleitung am Lebensende.“ Ben Bubeck hatte seine ausgezeichnete Arbeit zum Thema „Adieu Heilpädagogik? Theoretische Überlegungen zur Funktionalität einer Profession“ eingereicht und damit das Kuratorium überzeugt. Eingerahmt war die Verleihung von einem Vortrag von Kuratoriumsmitglied Jean Paul Muller zum Thema „Heilpädagogik kann global“ und den Laudationes von Dr. Dieter Lotz, Dozent für Heilpädagogik, (zur Arbeit von Bubeck) und Hildegard Havenith, Ausbildungsleiterin der Fachakademie für Heilpädagogik Hof (i.R.).

Beide Arbeiten wurden publiziert und sind ab sofort über das Internationale Archiv und den BHP Verlag bestellbar:

Barbara Weiß Arbeit zur Heilpädagogischen Begleitung am Lebensende erhalten Sie im BHP Verlagsshop.

Die Arbeit von Ben Bubeck können Sie über das Internationale Archiv für Heilpädagogik bestellen.

#ZuversichtAlsHaltung – Mund-Nasen-Schutz in der Arbeit mit Kindern

Zuversicht als Haltung: Sabine Haberkorn über den Mund-Nasen-Schutz

In diesem Video zu #ZuversichtAlsHaltung spricht Sabine Haberkorn, Landesfachgruppensprecherin der Selbstständigen für Schleswig-Holstein im BHP und Inhaberin einer Interdisziplinären Frühförderstelle (IFF), über die Herausforderung, die das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die Arbeit mit Kindern in einer IFF birgt.

Die besonderen Herausforderungen, mit denen HeilpädagogInnen in Zeiten der Corona-Pandemie konfrontiert sind, erfordern besondere Ideen und Flexibilität. Der Berufs- und Fachverband für Heilpädagogik stellt über seine Webseite regelmäßig verschiedene Ansätze und Impulse vor: Wie bleibe ich mit meinen KlientInnen in Kontakt? Welche Möglichkeiten der Kommunikation gibt es und wie können wir uns im Team gegenseitig unterstützen? Sie möchten sich an #ZuversichtAlsHaltung beteiligen und aus Ihrem neuen Arbeitsallltag berichten? Melden Sie sich gerne bei uns unter presse@bhponline.de.

Weitere Beiträge zur Aktion finden Sie im YouTube-Kanal des BHP.

Grußwort der Vorsitzenden zur BHP Online Bildungsreise

Liebe BHP-Mitglieder, sehr geehrte heilpädagogisch Interessierte und Gäste!

ich lade Sie herzlich zur ersten Online-Bildungsreise in der Geschichte des BHP e.V. im November 2020 ein. Dieses Format hat der BHP-Vorstand, gemeinsam mit den verantwortlichen MitarbeiterInnen der BHP-Geschäftsstelle, als Alternativangebot zur Bundesfachtagung entwickelt.

Wir alle haben in diesem Jahr, bedingt durch die weltweite Corona-Pandemie, gravierende Änderungen und Einschnitte im persönlichen und beruflichen Umfeld erfahren müssen. Für den Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. war neben den plötzlich wegfallenden persönlichen Kontakten und Treffen mit BHP-Mitgliedern und Partnern sowie der Absage von Veranstaltungen des BHP und der EAH die schwierigste Herausforderung, zeitnah eine Entscheidung zur geplanten Bundesfachtagung im November 2020 in Berlin zu treffen. Diese Tagung ist von Beginn der Arbeit des Berufsverbandes an die wichtigste Veranstaltung in jedem Jahr. Im Rahmen der Tagung gab es für die Teilnehmenden die Möglichkeit zur fachlichen Qualifikation, zum kollegialen Austausch, zur Information über aktuelle berufsverbandliche Themen für HeilpädagogInnen, zu kulturellen und künstlerischen Anregungen und nicht zuletzt für persönliche Begegnungen. Die jährliche Mitgliederversammlung des BHP e.V. wurde ebenfalls im Rahmen der Bundesfachtagung durchgeführt. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren im Rahmen der Bundesfachtagung bis zu 50 neue BHP-Mitglieder geworben werden konnten.

Der BHP-Vorstand hat im April 2020 schweren Herzens den Beschluss gefasst, die geplante Bundesfachtagung im November 2020 in der Urania- Berlin abzusagen, weil die Bedingungen unter den strengen Sicherheits- und Hygienebestimmungen durch die Corona-Pandemie eine Tagung, wie wir sie kennen, nicht zulassen.

Parallel dazu wurde aber bereits über ein Alternativangebot nachgedacht, Was war uns dabei wichtig? Der fachlich-inhaltliche Anspruch sollte ebenso gewahrt bleiben wie bekannte Formate, z.B. Vorträge, DenkRäume und Diskussionsrunden. Den inhaltlichen Rahmen bildet das Thema der BHP Online-Bildungsreise: „Heilpädagogisch wirken in unsicheren Zeiten“. Dieser aktuelle Bezug im Zusammenhang mit heilpädagogischen Herausforderungen bietet aus unserer Sicht viel Gelegenheit zur Reflexion und Analyse zu Fragen wie z.B.: Was macht Heilpädagogik aus? Wo liegen die Potenziale der Heilpädagogik im Umgang mit derartigen Krisen?

Die Angebote der BHP Bildungsreise werden durchgängig in digitaler Form realisiert. Die meisten von Ihnen sind mittlerweile wahrscheinlich mit vielfachen Erfahrungen im beruflichen Feld, in der Ausbildung und vielleicht auch in der privaten Kontaktpflege ausgestattet, sowohl mit positiven als auch mit den nicht gleich gelungenen.

Wir hoffen sehr, mit unseren Angeboten der BHP Online Bildungsreise Ihr Interesse zu wecken und Sie zu motivieren, sich für einzelne Veranstaltungen oder gern auch für das gesamte Programm anzumelden. Ich freue mich schon heute auf dieses Wiedersehen!

Herzliche Grüße und bleiben Sie bitte gesund!

Dagmar Gumbert
BHP Vorsitzende

Grußwort von Anja Karliczek zur BHP Online-Bildungsreise

Portrait: Bundesregierung / Laurence Chaperon

„Heilpädagogisch wirken in unsicheren Zeiten“ – das Thema Ihrer 1. Online-Bildungsreise könnte treffender nicht sein.
Während der Pandemie erfuhren Menschen erstmals weltweit ganz persönlich, was es bedeutet, in ihrer Mobilität eingeschränkt zu sein, sich nur digital oder aus der Ferne begegnen, Freude, Trauer und Glück nur sehr eingeschränkt teilen zu können und nicht zu wissen, wann sie sich wieder in den Arm nehmen können. Das macht uns bewusst, was für ein hohes Gut es ist, miteinander am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Als Heilpädagoginnen und Heilpädagogen stehen Sie dabei vor besonderen Herausforderungen. Kern Ihres Berufes ist die Nähe, die Beziehung zu den Menschen und der persönliche Dialog. Wie geht man damit um, wenn diese Nähe nicht oder nur eingeschränkt möglich ist? Wie können Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen trotz Kontaktbeschränkungen weiterhin darin unterstützt werden, ein selbstbestimmtes Leben als Teil der Gesellschaft zu führen? Sicher keine einfachen Fragen.

Um Antworten zu finden, sind Sie in den Dialog getreten. Unter dem Hashtag „Zuversicht als Haltung“ haben Sie als Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. eine Plattform eröffnet, die einen Austausch zu Impulsen, innovativen Ideen und Lösungsansätzen ermöglicht. Wer Zuversicht hat, blickt nach vorn, sieht Chancen, wird kreativ und entwickelt Lösungsansätze. Dafür und für Ihr fortwährendes Engagement möchte ich Ihnen von ganzen Herzen danken!

Mit Ihrer Arbeit und Ihrem persönlichen Engagement machen Sie Inklusion für Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen über alle Bildungsetappen hinweg möglich und wirklich. Sie begleiten Kinder und ihre Eltern, Jugendliche wie Erwachsene, bilden, beraten, begleiten und fördern sie auf Ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Die rechtliche Gleichstellung und das Recht auf Bildung aller Menschen sind somit nicht nur formales Recht – sie werden erst durch Ihre Arbeit verwirklicht. Heute, elf Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention, ist die Umsetzung von Inklusion im Bildungsbereich nach wie vor eine Herausforderung. Wir wissen immer noch zu wenig zum Beispiel über die Wirkung unterschiedlicher Konzepte und Methoden inklusiver Bildungssettings und deren zielführende Weiterentwicklung. Dies wurde in diesem Jahr besonders deutlich.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher schon seit mehreren Jahren in der Bildungsforschung den Schwerpunkt „Inklusion im Bildungssystem“. Die von uns unterstützten Projekte betrachten die inklusive Bildung entlang des gesamten Lebensweges. Methoden und Praxis in den Bildungseinrichtungen werden wissenschaftlich analysiert und ausgewertet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden so aufbereitet, dass sie in der Breite nutzbar sind. Das kommt zunächst einmal den Einrichtungen selbst zugute. Gleichzeitig ermöglichen wir es den Verantwortlichen in Bildungspolitik, -verwaltung und -praxis, fundierte Entscheidungen für eine erfolgreiche Realisierung und Gestaltung inklusiver Bildung treffen zu können.

Die aktuellen und künftigen Bildungssettings haben und werden sich aufgrund der COVID-19-Pandemie über alle Bildungsetappen hinweg ändern. Ich denke hier insbesondere an die Möglichkeiten der Digitalisierung, an standortunabhängige virtuelle Lernräume und die sich dadurch verändernde Form der Zusammenarbeit auch für multidisziplinäre Teams. Die Ausrichtung Ihrer diesjährigen Berufs- und Fachtagung als Online-Bildungsreise verdeutlicht das. COVID-19 stellt uns alle vor die Frage, wie wir unsere Bildungslandschaft künftig gestalten werden, damit alle Menschen uneingeschränkt ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können – und zwar jederzeit. Auch in Ausnahmesituationen. Lassen Sie uns hierzu im Dialog bleiben – und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Ich wünsche Ihnen eine produktive Online-Bildungsreise, gutes Gelingen und weiterhin viel Freude für Ihre wichtige Arbeit.

Anja Karliczek
Mitglied des Deutschen Bundestages
Bundesministerin für Bildung und Forschung

Einladung zur BHP Online Bildungsreise: Heilpädagogisch wirken in unsicheren Zeiten

Im Frühsommer jedes Jahres informieren wir Sie regelmäßig über das Programnm der BHP Bundesfachtagung. Angesichts der Unsicherheiten in der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und in Verantwortung für die Gesundheit der TeilnehmerInnen hat der Vorstand des BHP entschieden, in diesem Jahr keine Präsenztagung durchzuführen. Diese Entscheidung ist nicht leicht gefallen, ist es doch das erste Mal nach 53 Jahren, dass die Bundesfachtagung ein Jahr pausieren muss.

Alternativangebot zur Bundesfachtagung die BHP Online Bildungsreise

Damit die Zeit bis zur Bundesfachtagung im kommenden Jahr nicht zu lang wird, haben wir ein Alternativprogramm für Sie entwickelt: Die BHP Online Bildungsreise vom 02. -27. November 2020.

Im gesamten Monat November bieten wir Ihnen wöchentlich je drei bis fünf Online-Seminare an, die unter einen Oberbegriff gefasst werden.

Zumutungen | Rechtliche Entwicklungen | Fachliche Diskurse | Ausblicke

Zumutungen: Hier werden Themen verhandelt, Fragen diskutiert und erörtert, die der Heilpädagogik als Profession und Disziplin sowie den HeilpädagogInnen etwas zu-muten. Dieses Zu-muten kann ganz positiv besetzt sein, im Sinne von Zu-trauen, es kann gleichwohl die An- und Herausforderung einer Zumutung enthalten sein. In den Beiträgen werden Aspekte der Arbeit als HeilpädagogIn aufgegriffen, die im Verlauf der Corona-Pandemie entstanden sind, sowie Diskussionen, die die Heilpädagogik schon länger begleiten.

Rechtliche Entwicklungen: Sozialrechtliche Gegebenheiten und Entwicklungen stellen eine Rahmung heilpädagogischen Handelns dar. Es werden neue Vorhaben aufgegriffen sowie bestehende Diskurse für die Heilpädagogik besprochen und diskutiert.

Fachliche Diskurse: Der generalistische Zugang der Heilpädagogik zeigt sich auch in einer Vielzahl fachlicher Diskurse, die in die Heilpädagogik hinein und aus dieser hinaus getragen werden. Handlungsfeldübergreifende Themen wie Vulnerabilität und Vertrauen finden hier ebenso ihren Platz wie die Diskussion des aktuellen Berufsbildes.

Ausblicke: Bildungsreisen dienen dem Innehalten, der Vergegenwärtigung des Gewesenen und Seienden, um Ausblicke zu entwickeln und die Wege zu deren Verwirklichung zu entwerfen und zu gestalten.

Aktuelle Hinweise und das Programm zu den Online-Seminaren erhalten Sie ab 15.08. auf der Webseite heilpädagogikwirkt.de.

Machen Sie mit und melden sich an zur BHP Online Bildungsreise!
Wir freuen uns auf Sie.