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Jetzt mitmachen: Call for pictures – Inclusion Images

Die 53. Bundesfachtagung des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik (BHP) e.V. steht unter dem Motto „Zusammenhalt durch Haltung – HEILPÄDAGOGIK in der Verantwortung zwischen Person und Gesellschaft“. Sie findet vom 22. – 24. November 2019 in Berlin statt.

Der Titel der Tagung verweist sowohl auf das personale wie auf das gesellschaftliche Mandat der Heilpädagogik als Profession für eine inklusive Gesellschaft. Damit bezieht sich die BHP Bundesfachtagung auf das Motto dieser Legislatur des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, das da heißt „Demokratie braucht Inklusion“.

Die Vision einer inklusiven Gesellschaft ist für viele Bürgerinnen und Bürger noch wenig vorstellbar; es scheint, als bedarf es noch vieler guter Beispiele und Bilder, die zur Entwicklung und Gestaltung, zur Stützung und Stetigung des Narrativs einer als konstruktiv und positiv erlebten inklusiven Gesellschaft beitragen. Bilder unterstützen die Entwicklung und Etablierung von gemeinsamen Werten und sind hilfreich beim Abbau von Barrieren und Vorbehalten gegenüber Diversität, Anders-Sein und Fremden.

Fotoausstellung für Inklusion: Inclusion Images

Der Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) e.V. unterstützt das Ziel einer inklusiven Gesellschaft. Aus diesem Grund soll im Rahmen der BHP Bundesfachtagung 2019 die Fotoausstellung INCLUSION IMAGES organisiert werden, die Bilder inklusiven Lebens bündelt. Die Ausstellung wird auf der BHP Bundesfachtagung mit einer Vernissage eröffnet, so dass Ihre Bilder dem Tagungspublikum präsentiert werden.

Wir möchten Sie daher dazu einladen, für die Ausstellung INCLUSION IMAGES digitale Fotos (Auflösung in Pixeln: mind. 2480 x 3508) für diese Ausstellung einzusenden. Die Fotos können Personen darstellen, Gegenstände, Zeichnungen, Skulpturen, Szenarien oder Anderes; als zentral werden Inhalt und Aussagewert der Bilder erachtet, nicht das Wie der künstlerischen Gestaltung.

Jetzt mitmachen und eigene Fotos einsenden!

Einsendeschluss ist der 15. Juli 2019.
Bitte senden Sie die Bilder an: michaela.menth@eahonline.de
Ihre Fragen zur Fotoausstellung beantwortet gerne Michaela Menth, T: 030 40 60 50 70, M: michaela.menth@eahonline.de

Informationen in Leichter Sprache gibt es hier!

Hier können Sie die Informationen in Leichter Sprache herunterladen:

190204 Leichte Sprache Fotoausstellung Inklusion (369.4 KiB, 131 downloads)

BHP setzt sich für gesellschaftliche Wertschätzung und tarifliche Aufwertung von HeilpädagogInnen ein

Die Vorsitzende und die Geschäftsführung des BHP haben in einem Schreiben an die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey auf die tarifliche Situation von HeilpädagogInnen aufmerksam gemacht. Vor dem Hintergrund der Initiativen des Bundesfamilienministeriums für eine Verbesserung der Qualität und der Standards in der Kindertagesbetreuung verweist der BHP auf die besondere Bedeutung heilpädagogischer Fachkräfte für eine inklusive Kinderbetreuung und fordert eine stärkere Einbeziehung der Berufsgruppe in den öffentlichen Diskurs zur Fachkräfteoffensive in Kindertagesstätten und der Kinder- und Jugendhilfe.

Bei der aktuellen Debatte um eine qualitative Aufwertung der Kindertagesbetreuung und der „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ werde die Bedeutung von HeilpädagogInnen für das Gelingen von inklusiven Strukturen in Kindertagesstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe nicht ausreichend abgebildet, so der Verband. Um die Qualität in der Begleitung, Betreuung und Unterstützung aller Kinder, also auch solcher, die aus unterschiedlichsten Gründen von Behinderungen betroffen und/oder von Behinderungen bedroht sind, auszubauen und zu verbessern, benötige es nicht nur eine Aufstockung der Personalschlüssel und die sächliche und fachliche Ausstattung entsprechender Einrichtungen, sondern auch einer qualitativ und professionell angemessene Ausbildung der Fachkräfte wie ErzieherInnen und HeilpädagogInnen sowie deren angemessene Entlohnung. Dabei sei es insbesondere vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen an die Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wesentlich, ErzieherInnen und anderen Fachkräften eine qualitativ gute und umfassende Weiterbildung zur staatlich anerkannten HeilpädagogIn zu ermöglichen und damit die angestrebte Verbesserung der Qualität und der Standards zu gewährleisten.

Im Schreiben wird zudem auf die tarifliche Situation von HeilpädagogInnen verwiesen, die in keinem angemessenen Verhältnisse zur Ausbildungssituation stehe. Obgleich eine große Mehrzahl der Berufsangehörigen im Erstberuf ErzieherIn oder HeilerziehungspflegerIn sei und nach einigen Berufsjahren noch eine weitere mindestens 1.800 Stunden umfassende Ausbildung zur staatlich anerkannten HeilpädagogIn absolviert, fände sich dieser lange und intensive Bildungsweg von HeilpädagogInnen tariflich praktisch nicht wieder, argumentiert der Verband im Schreiben.

Der BHP setzt sich für eine tarifliche Aufwertung von HeilpädagogInnen im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes sowie in den Arbeitsvertragsrichtlinien der kirchlichen Anstellungsträger ein. Aus Sicht des BHP kann eine Fachkräfteoffensive im Bereich der Kindertageseinrichtungen und der Kinder- und Jugendhilfe nur gelingen, wenn damit auch eine materielle Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Fachkräfte, insbesondere HeilpädagogInnen in diesen Tätigkeitsfeldern eingeht.

Weitere Informationen zum „Gute-Kita-Gesetz“ und der „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“:

www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/kinderbetreuung

Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Weiterentwicklung der Ausbildungen für (pädagogische) Fach- und Lehrkräfte im Bereich der Kindertagesbetreuung

„Wie kann ein klar gegliedertes und in sich stimmiges Ausbildungssystem für (pädagogische) Fach- und Lehrkräfte gestaltet werden, welches in Abstimmung mit den Anstellungsträgern passgenaue Führungs- und Fachkarrieren ermöglicht?“ Zu dieser Fragestellung hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) eine Arbeitsgruppe einberufen, in der auch der BHP durch Heidi Fischer (Vorstandsmitglied) vertreten ist.

Hintergrund dieser Fragestellung ist eine enorme Expansion des Ausbildungsmarktes, der bundesweit inhaltlich wie strukturell immer heterogener und teils auch inkonsistenter wird: Der Bedarf an Fachkräften steigt mit der Anzahl der Kinder, die ab dem ersten Lebensjahr in einer Kindertageseinrichtung betreut werden. Auch sind die Ansprüche an die pädagogische Arbeit und damit auch an die Qualifikation der Fachkräfte gestiegen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Ausbildungen zeitlich kürzer, inhaltlich flexibler und zielgenauer qualifizieren. Die Befürchtung ist groß, dass diese Entwicklungen zu einer schleichenden Dequalifizierung im Sinne von „Kita kann Jede/r“ führen könnten.

Die Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Ausbildungen für (pädagogische) Fach- und Lehrkräfte im Bereich der Kindertagesbetreuung“ hat den Auftrag bis zum Ende des Jahres eine Empfehlung für die Kultusministerien der Länder und die Kultusministerkonferenz zu erarbeiten. In die Arbeitsgruppe berufen wurden u. a. VertreterInnen von Kultusministerien, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kultusministerien, Ausbildungsstätten und Hochschulen.
Der BHP setzt sich in der Arbeitsgruppe dafür ein, dass die Heilpädagogik als Profession und Disziplin im Handlungsfeld Kindertagesstätte besser wahrgenommen und dadurch gestärkt wird.

Weitere Informationen zu den Fachausschüssen des Deutschen Vereins www.deutscher-verein.de

Stellungnahme zum Richtlinienentwurf des GKV-Spitzenverbandes

Der BHP und der Fachbereichstag Heilpädagogik (FBT-HP) haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Richtlinienentwurf des GKV-Spitzenverbandes nach § 71 Abs. 5 SGB XI veröffentlicht.

Gemeinsames Anliegen der Verbände ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung von Fachkräften u.a. in der sogenannten Behindertenhilfe und damit eine fachlich hochwertige Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention und den Grundgedanken der Personzentrierung und Sicherung der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen entspricht.

Hier können Sie die gemeinsame Stellungnahme herunterladen:

Stellungnahme FBT-HP Und BHP Zu § 71 SGB XI (90.7 KiB, 95 downloads)

BHP Fachgruppenarbeit

Der Vorstand des BHP e.V. hat in seiner Sitzung vom 17. – 18. Mai 2019 folgende Kolleginnen und Kollegen als Landesfachgruppensprecherinnen und Landesfachgruppensprecher berufen:

Landesfachgruppe Erwachsene Menschen mit Behinderungen Thüringen

Julia Fischer

Martina Heller, die dem BHP e.V. lange Jahre in unterschiedlichen ehrenamtlichen Funktionen verbunden war, hat ihr Amt als Landesfachgruppensprecherin Erwachsene Menschen mit Behinderungen in Thüringen niedergelegt und freut sich, dass Julia Fischer in diese Funktion berufen wurde.

Landesfachgruppe Kita Niedersachsen | Bremen

Susanne Gentz

Landesgruppe Kinder und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt

Fred Kerl

Landesfachgruppe Schule Baden-Württemberg

Helena Schneider

Landesfachgruppe Arbeit in psychiatrischen Handlungsfeldern Niedersachsen | Bremen

Stefan Gentz

Wir wünschen den neu berufenen Kolleginnen und Kollegen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit alles Gute und viel Erfolg!

Zuständigkeitswechsel der Eingliederungshilfe in NRW: Fachgespräch mit den Landschaftsverbänden

Am 24.05.2019 fand in der Anna-Zillken-Berufsschule in Dortmund ein moderiertes Gespräch mit Vertretern des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sowie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt. Thema der Veranstaltung war der Zuständigkeitswechsel für Leistungen der Eingliederungshilfe, die in Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege sowie im Rahmen der Frühförderung erbracht werden. Ab 01.01.2020 liegt die Zuständigkeit für diese Leistungen in Nordrhein-Westfalen bei den Landschaftverbänden.

Im Anschluss an das konstruktive Gespräch wurden mit den etwa 70 anwesenden heilpädagogischen AnbieterInnen sowie Angestellten in der Frühförderung gemeinsame Punkte für die weiteren Gespräche des BHP mit den Landschaftsverbänden abgestimmt. Initiiert wurde die Veranstaltung vom BHP e.V., vertreten durch die Landesfachgruppensprecherinnen Stefanie Zell (Frühförderung/NRW) und Eva-Maria Vogelheim (Selbstständige/NRW).

Mitglieder des BHP in NRW haben das Protokoll der Veranstaltung per E-Mail erhalten. BHP Mitglieder aus anderen Bundesländern können die Informationen bei Interesse per E-Mail an info@bhpagentur.de anfordern.

BHP führt erstes Fachgespräch mit der ak.mas

V. l. n. r.: Doris Albert, Rolf Cleophans, Kai-R. Timpe, Dr. Evelyn Schmidtke, Vera Knüppel und Carsten Offers.

Am 28. März 2019 führten die stellvertretende Vorsitzende des BHP Vera Knüppel, Geschäftsführer Kai-Raphael Timpe und die stellvertretende Geschäftsführerin Doris Albert ein Fachgespräch mit Rolf Cleophas und Carsten Offers aus dem Leitungsausschuss der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas (ak.mas) sowie mit Dr. Evelyn Schmidtke, der Geschäftsführerin der ak.mas.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand das Ansinnen des BHP, die tarifpolitische Situation von HeilpädagogInnen in Deutschland zu verbessern. Insbesondere die Eingruppierung in die Entgeltgruppe S 9 im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes/Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD/SuE) stellt für den BHP eine zu geringe Vergütungsgrundlage für HeilpädagogInnen dar. Der BHP erläuterte die mit dieser Eingruppierung verbundenen Herausforderungen für die Berufsgruppe der HeilpädagogInnen und warb für eine Aufwertung im TVöD/SuE.

Von Seiten der ak.mas wurde das Ansinnen des BHP verstanden. Es wurde vereinbart, dass der BHP die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes bittet, sich mit der Eingruppierung von HeilpädagogInnen mit dem Ziel einer Aufwertung der Vergütung zu befassen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Ausdifferenzierung sozialer Berufe sowie der hohen Nachfrage nach HeilpädagogInnen ist eine adäquate tarifliche Eingruppierung eine wesentliche Voraussetzung für die Attraktivität des Berufes. Der BHP wird zeitnah weitere Gespräche mit Gewerkschaften und weiteren Mitarbeiter-vertretungen führen, um die für eine tarifpolitische Aufwertung von HeilpädagogInnen zu werben.

Weitere Informationen zur tariflichen Eingruppierung von HeilpädagogInnen finden Sie hier.

Frühjahrssitzung des IGhB Exekutivkomitee in Luxemburg

Bild: Das IGhB Exekutivkomitee in Luxemburg.

Vom 26. bis 28. April 2019 richteten die KollegInnen des luxemburgischen Berufsverbandes ALPC (Association Luxembourgeoise des Pédagogues Curatifs) die Frühlingssitzung des Exekutivkomitees der IGhB aus.

Gäste dieser Sitzung waren Herr Dr. Georg Weiß, Leiter des Instituts für Heilpädagogik in Salzburg (www.salzburg.gv.at) als Vertreter der Österreichischen Heilpädagogischen Gesellschaft sowie Prof. Dr. Erik Weber, Fachbereich Heilpädagogik der Ev. Hochschule Darmstadt (www.eh-darmstadt.de/hochschule/), gemeinsam mit Ole Landsberg und Benedikt Müller, studentische Hilfekräfte der Ev. Hochschule Darmstadt, verantwortlich für die Präsentation der Ergebnisse der Pilotstudie Luxemburg im Rahmen des Forschungsprojektes der IGhB: Heilpädagogik im internationalen Vergleich. Wesentlichen Raum dieser Sitzungseinheit nahm am Freitag die IGhB interne Auswertung der luxemburgischen Pilotstudie mit den Auswirkungen für den luxemburgischen Verband und die Empfehlungen der Forschungsgruppe für das weitere Vorgehen der IGhB bezogen auf ein Gesamtprojekt zum tatsächlichen europäischen/internationalen Vergleich ein.

Am Samstagmorgen waren die am Projekt beteiligten luxemburgischen Kolleginnen und Kollegen und die Stakeholder, die für Interviews zur Verfügung standen, zur Präsentation der Ergebnisse zu Gast. Diskutiert wurden die Erwartungen an und die Ergebnisse der Pilotstudie und daraus abzuleitende Ideen und Anregungen.

Nach der öffentlichen Präsentation prägten dann Diskussionen um die Weiterführung des Projektes abhängig von personellen und finanziellen Ressourcen und die Frage der Weiterentwicklung der nationalen Berufsverbände hin zu Fachverbänden. Einigkeit herrschte im Gremium darüber, dass diese Fragestellungen einen Prozess auslösen, den wir aktiv gestalten wollen und müssen und der die IGhB kurz- und mittelfristig begleiten wird, auch, weil er möglicherweise die Gründungsperspektive der IGhB weitet, ergänzt, verändert.

Ein herzliches Dankeschön für die umsichtige und aufmerksame Gastfreundschaft an unsere luxemburgischen KollegInnen! Die nächste Sitzung der IGhB im Oktober dieses Jahres findet in Bratislava statt.

BHP Unternehmer*innentag Heilpädagogik: Die Zukunft im Blick – Heilpädagogische Unternehmen am Markt

Vom 03. bis 04. Mai 2019 fand der BHP Unternehmerinnentag Heilpädagogik in Hannover statt. Etwa vierzig UnternehmerInnen waren der Einladung gefolgt und machten auch den diesjährigen Unternehmerinnentag zu einer Plattform intensiven fachlichen und unternehmerischen Austauschs.

Die bereits zum vierten Mal stattfindende Veranstaltung, die gemeinsam von der BHP Agentur und der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) im BHP zur Vernetzung von heilpädagogischen UnternehmerInnen organisiert wird, beschäftigte sich in diesem Jahr besonders mit fachlichen und politischen Entwicklungen, die die Leistungserbringung von heilpädagogischen Unternehmen direkt betreffen. Ziel der Veranstaltung war es, Ideen und Handlungsstrategien für die Positionierung des eigenen Unternehmens am Markt miteinander zu diskutieren und in vielfältigen Vorträgen zu reflektieren.

Die Zukunft im Blick: Heilpädagogische Unternehmen am Markt

Begrüßt wurden die Gäste von der Behindertenbeauftragten für das Land Niedersachsen Petra Wontorra, die die Bedeutung von heilpädagogischen Anbietern für eine Anbietervielfalt ambulanter Eingliederungshilfeleistungen hervorhob. Der Vormittag stand dann im Zeichen der diagnostischen Arbeit von HeilpädagogInnen. Im Eröffnungsvortrag beleuchtete Frau Prof. Kristina Kraft die rehistorisierende Diagnostik als Ansatz, innere und äußere Isolationsbedingungen in ihren Wechselwirkungen zu erkennen und in ihrer destabilisierenden Auswirkung auf eine Person und das umgebende System zu betrachten. Im Anschluss vertiefte die Referentin Ulrike Seyfang das Thema heilpädagogische Diagnostik und stellte die Bedeutung einer ICF-basierten Hilfebedarfsermittlung heraus. Die Potenziale der Persönliche Zukunftsplanung sowie passgenauer personen- und sozialraumorientierter Unterstützungsarrangements für eine Erweiterung des Leistungsspektrums heilpädagogischer Einrichtungen und Praxen stellte Herr Prof. Stefan Doose in seinem Vortrag vor.

Aktuelle sozialpolitische Entwicklungen: Grundlagen und Herausforderungen für heilpädagogische Unternehmen

Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg eines heilpädagogischen Unternehmens ist die vertragliche Grundlage mit den öffentlichen Leistungsträgern. Rüdiger Meier, Rechtsanwalt der Kanzlei Dornheim & Partner und langjähriger Kooperationspartner des BHP, verdeutlichte die Neuerungen, die sich durch die Herauslösung der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII für ambulante Anbieter ergibt und stellte das ab 2020 wesentliche Vereinbarungsrecht für diese Leistungen im SGB IX vor. Aber auch das Vereinbarungsrecht im SGB VIII kam nicht zu kurz und war Gegenstand vielfältiger Fragestellungen im Plenum. Kai-Raphael Timpe, Geschäftsführer des BHP, vertiefte die Auseinandersetzung mit sozialpolitischen Entwicklungen und stellte die Position des Berufs- und Fachverbandes zu aktuellen fachlichen und berufspolitischen Themen dar.

Ressourcenschonung und eine Vereinfachung von Arbeitsprozessen stand dagegen im Vordergrund des Vortrages der Heilpädagogin und Referentin Susann Köstermenke: Sie stellte den Teilnehmenden die digitale Praxis als Alternative vor, um analoge Arbeitsabläufe und Praxisstrukturen zu optimieren, effizienter zu arbeiten und Zeit zu sparen. Den Abschluss der zweitägigen Fachtagung bildete der Vortrag von Reinhold Gravelmann, Referent beim AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe, zum Thema Herausforderungen im pädagogischen Handeln mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern.

Der BHP Unternehmerinnentag Heilpädagogik wird seit 2016 einmal im Jahr von der BHP Agentur und der EAH im BHP veranstaltet. Die zweitägige Fachtagung ist ein Angebot für heilpädagogische UnternehmerInnen, sich mit aktuellen Belangen des Unternehmertums auseinanderzusetzen und miteinander in den fachlichen und berufspolitischen Austausch zu gehen. Der 5. BHP Unternehmerinnentag Heilpädagogik wird voraussichtlich vom im kommenden Jahr vom 08. – 09. Mai stattfinden.

Informationen zum Programm vergangener und zukünftiger Tagungen finden Sie auf www.bhpagentur.de/bhp-unternehmertage/

Frühjahrssitzung des BHP Vorstandes mit Fachgespräch

Foto (v.l.n.r.): Cornelia Künzel, Vera Knüppel, Sandra Kapinsky, Michaela Menth, Dr. Angela Ehlers, Heidi Fischer, Doris Albert, Prof. Dr. Simone Danz, Prof. Dr. Monika Willenbring, Dagmar Gumbert, Kai-Raphael Timpe.

Der Vorstand des BHP hat vom 17. bis 19. Mai 2019 getagt und sich im Rahmen der Vorstandssitzung zu einem Fachgespräch mit der Vorsitzenden des Verbands Sonderpädagogik e.V. (VDS), Frau Dr. Angela Ehlers sowie mit Frau Prof. Dr. Monika Willenbring von der Katholischen Hochschule Berlin (KHSB) getroffen. Ziel des Fachgespräches war ein offener Austausch zu den Zukunftsperspektiven von Heil- und Sonderpädagogik, insbesondere vor dem Hintergrund der Frage, ob es zukünftig vor allem eine inklusive Pädagogik geben wird. VDS und BHP haben weitere Gespräche und einen fortlaufenden Kontakt vereinbart.

Darüber hinaus stellte der BHP Vorstand auf der Sitzung die Weichen für die Aktivitäten des BHP in den nächsten Monaten. Dazu gehören unter anderem der Abschluss aller Planungen der 53. BHP Bundesfachtagung vom 22.– 24. November 2019 in der Berliner Urania, die europäische Vernetzungsarbeit in der Internationalen Gesellschaft heilpädagogischer Berufs- und Fachverbände (IGhB) sowie weitere vertiefte Kontakte zu Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen der kirchlichen Anstellungsträger für eine tarifliche Aufwertung von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Zudem wird sich der BHP insbesondere durch die Landesfachgruppen weiter in die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes einbringen und darüber hinaus im engen Austausch mit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in der Bundesrepublik Deutschland (STK) dazu beraten, wie die Ausbildung an Fachschulen und Fachakademien gestärkt werden kann.

Die nächste Sitzung des Vorstandes findet am 20./21. September 2019 statt.