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Positionspapier und Arbeitshilfe zum Bundesteilhabegesetz veröffentlicht

Der BHP hat in Zusammenarbeit mit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik (StK) und dem Fachbereichstag Heilpädagogik (FBT-HP) ein Positionspapier zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) veröffentlicht. Die 36-seitige Broschüre gibt eine Einschätzung der Verbände zum BTHG und dient zugleich als Information und Arbeitshilfe für HeilpädagogInnen und pädagogische Fachkräfte.

Abbildung Positionpapier und Arbeitshilfe zum Bundesteilhabegesetz

Im Positionspapier nehmen die Verbände eine gemeinsame Einschätzung der durch das Bundesteilhabegesetz induzierten Veränderungen vor – mit Blick auf die Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen einerseits und mit Blick auf die Heilpädagogik als Profession andererseits. Zudem dient die Broschüre auch der Informationen von HeilpädagogInnen und gibt wichtige Hinweise für die Praxis. So ist es auch Ziel des Papiers, den Beitrag der Profession in der Umsetzung der Grundgedanken und der konkreten Umsetzungsvorgaben des Bundesteilhabegesetzes zu verdeutlichen und darzulegen, wie diese wirksam teilhabeförderlich ausgestaltet werden sollten.

Das Papier richtet sich an alle AkteurInnen, die an der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes beteiligt sind und ist als Broschüre in der BHP Geschäftsstelle für einen Unkostenbeitrag von 1,00 EUR für Mitglieder bzw. 2,00 EUR für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten erhältlich. Bitte senden Sie Ihre Bestellung an Sabine.Schmidt@bhponline.de.

Außerdem steht das Positionspapier als kostenloser Download im PDF-Fomat zur Verfügung:

20190320-2, Positionspapier Zum BTHG Final (1.9 MiB, 651 downloads)


VIFF und BHP: Gemeinsames Fachpapier zur Frühförderung

Der BHP hat in enger Zusammenarbeit mit der Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung – Bundesvereinigung e. V. (VIFF) ein Fachpapier zur (interdisziplinären) Frühförderung erstellt. Im Fachpapier erarbeiten die Verbände gemeinsame Definitionen und erläutern die wesentlichen Strukturen und Begriffe der Frühförderung. Die Broschüre dient als Informationsmedium für Leistungserbringer, Leistungsträger, Familien und politische Akteure wie Verbände und Parteien.


Das Fachpapier können Sie als Broschüre in der BHP Geschäftsstelle für einen Unkostenbeitrag von 1,- EUR für Mitglieder bzw. 2,- EUR für Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten anfordern. Bitte senden Sie Ihre Bestellung an Sabine.Schmidt@bhponline.de.

Außderm steht das Fachpapier als kostenloser Download im PDF-Format zur Verfügung

20190204, Fachinformation Frühförderung BHP VIFF Final (1.9 MiB, 774 downloads)

Weitere Stellungnahmen des BHP finden Sie hier.

BHP Fachgruppen sind online!

Seit Januar 2019 haben die BHP Fachgruppen ihre Arbeit aufgenommen. Mit der neuen Fachgruppenarbeit wird somit die zuvor bestehende regionale Struktur des Ehrenamtes im BHP abgelöst.

In der kommenden Ausgabe der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de stellen sich die neuen LandesfachgruppensprecherInnen den BHP Mitgliedern als neue Ansprechpersonen in den verschiedenen Handlungsfeldern vor. BHP Mitglieder erhalten die Zeitschrift frei Haus; Nichtmitglieder können die Zeitung im Abonnement oder als Einzelausgabe erwerben.

Auf der Website des BHP können sich Interessierte ab sofort über die BHP Fachgruppen und ihre Arbeitsweise und die bereits berufenen Landesfachgruppensprecherinnen und – sprecher informieren. Künftig finden Interessierte sowie bereits ehrenamtlich Tätige online Veranstaltungstermine und Einladungen, Berichte und Dokumente der BHP Fachgruppenarbeit. Die Seiten werden weiter ausgebaut und laufend aktualisiert.

Hier erhalten Sie Informationen zu den BHP Fachgruppen: https://bhponline.de/bhp-landesfachgruppen-einfuhrung/

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Doris Albert: doris.albert@bhponline.de

Aktuelles zur Umsatzsteuerbefreiung von als Subunternehmer tätigen HeilpädagogInnen

Mit Urteil vom 13.06.2018 (Az. XI-R-20/16) hat der Bundesfinanzhof zur Umsatzsteuerbefreiung von Subunternehmerleistungen im Bereich der ambulanten Eingliederungshilfe Stellung genommen. Danach sind diese Leistungen, sofern sie von einer qualifizierten Person erbracht werden, von der Umsatzsteuer befreit, wenn die Leistungen aufgrund eines Hilfeplans vom Träger der Sozialhilfe bewilligt und mittelbar vergütet wurden.

Das Urteil erging zwar zu einer als psychologische Beraterin tätigen Selbstständigen, die als Subunternehmerin in der ambulanten Eingliederungshilfe im Sinne von § 53 SGB XII tätig war, hat aber Auswirkungen auch auf andere Einrichtungen, die unter den § 4 Nr. 16 l UStG fallen. Das sind die Einrichtungen, die im vorangegangenen Jahr die Betreuungs- oder Pflegekosten in mindestens 25 Prozent der Fälle von den gesetzlichen Trägern der Sozialversicherung, Sozialhilfe oder der Eingliederungshilfe vergütet bekommen haben, dazu können auch heilpädagogische Einrichtungen gehören. Der Bundesfinanzhof stellte fest, dass der § 4 Nr. 16 l UStG im Gegensatz zu den § 4 Nr. 16 a-j UStG keine vertragliche Vereinbarung nach dem Sozialrecht erfordert und vom Gesetzgeber explizit als Auffangtatbestand für Einrichtungen geschaffen wurde, die nicht unter § 4 Nr. 16 a-j UStG fallen.

Das Gericht stellt klar, dass die Vorschrift auch mit dem Unionsrecht (Art. 132 Abs. 1 Buchst. g MwStSystRL) im Einklang steht. Nicht unionskonform ist, dass bei Prüfung der Umsatzgrenze auf die Umsätze des Vorjahres zurückgegriffen wird. Bei Zweifelsfällen sollte hier mit dem steuerlichen Berater Kontakt aufgenommen werden. Auch klargestellt wurde, dass natürliche Personen als Einrichtung im Sinne der Vorschrift anzusehen sind, sofern die sachbezogenen Voraussetzungen erfüllt sind, also dass Leistungen erbracht werden, die mit dem Betrieb von Einrichtungen zur Betreuung körperlich, geistig oder seelisch hilfsbedürftiger Personen eng verbunden sind.

Der Bundesfinanzhof hat weiterhin bestätigt, dass der § 4 Nr. 16 l UStG unionsrechtlich konform dahingehend auszulegen ist, dass eine Vergütung durch einen Träger der Sozialhilfe nicht nur im Falle einer unmittelbaren, sondern auch bei einer nur mittelbaren (durchgeleiteten) Kostentragung vorliegt. Voraussetzung dafür ist, dass der zuständige Kostenträger die vom Subunternehmer erbrachten Leistungen kennt und die Kosten hierfür, wenn auch mittelbar, tragen will. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dem die Vergütung zahlenden Träger die Leistung erbringende Subunternehmer/in vom Leistungsanbieter benannt wird und der Träger auf dieser Grundlage die Kosten übernimmt. Genauso liegt es, wenn sich der Leistungserbringer gegenüber dem Träger zum Einsatz von – namentlich nicht benannten – in bestimmter Weise qualifiziertem Personal verpflichtet hat, dieses auch tatsächlich einsetzt und patientenbezogene Leistungsabrechnungen vom Subunternehmer an den Leistungserbringer und vom Leistungserbringer an den zuständigen Träger erfolgen.

Werden dagegen nur Leistungen des Leistungserbringers und nicht des Subunternehmers vom Kostenträger vergütet, ist die Steuerbefreiung nicht zu gewähren, da die Leistungen des Subunternehmers gerade nicht von einem Kostenträger vergütet werden. Es bleiben dann umsatzsteuerpflichtige Leistungen des Subunternehmers an den Leistungserbringer.

Auch bei der Steuerbefreiung des § 4 Nr. 25 UStG im Bereich der Jugendhilfe hat der Bundesfinanzhof in einem, allerdings nicht veröffentlichtem Urteil (BFH/NV 2016,1530) die mittelbare Kostentragung als ausreichend angesehen.
Jonas Marten

BHP Vorstand in Berlin: Erste konstituierende Sitzung

Der Vorstand des BHP (v.l.n.r.) : Vera Knüppel, Dagmar Gumbert, Sandra Kapinsky, Simone Danz, Heidi Fischer und Cornelia Künzel

Seit November 2018 ist der neu gewählte Vorstand des BHP unter dem Vorsitz von Dagmar Gumbert im Amt. Auf der ersten gemeinsamen Sitzung des Vorstandes mit der Geschäftsführung in Berlin standen die Arbeitsschwerpunkte für die Vorstandsperiode bis 2022 im Fokus. Dabei konnten gemeinsame Arbeitsschwerpunkte definiert und Strategien zur Umsetzung entwickelt werden.

Vom 25. bis 26. Januar dieses Jahres trafen sich die sechs Vorstandsmitglieder in der Geschäftsstelle in Berlin zu einer ersten konstituierenden Sitzung. In Gesprächen mit Kai-R. Timpe (BHP Geschäftsführer) und Doris Albert (stv. Geschäftsführung) wurden die wesentlichen Aufgaben der Verbandsarbeit für die vierjährige Vorstandsperiode diskutiert. Dabei wurde als eine der wichtigen Aufgaben der kommenden Vorstandsarbeit die inhaltliche Begleitung der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes definiert. Zudem steht eine Überarbeitung des BHP Berufsbildes Heilpädagogin/Heilpädagoge unter Einbezug der Landesfachgruppen auf der Agenda des neuen Vorstandes.

Zu den vielfältigen Arbeitsschwerpunkten, die sich der Vorstand für seine Amtszeit gesetzt hat, zählen auch die verstärkte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Heilpädagogik und eine Weiterentwicklung der bestehenden Fort- und Weiterbildungsangeboten der Europäischen Akademie für Heilpädagogik im BHP. In den fünfmal jährlich stattfindenden Vorstandssitzungen werden diese und weitere Schwerpunkte im Fokus stehen

Der Vorstand des BHP wird alle vier Jahre durch die Mitglieder des BHP gewählt und führt sein Amt ehrenamtlich aus. Der amtierende Vorstand wird bis zum November 2022 die Geschicke der Verbandsarbeit leiten. Für Fragen und Anregungen zur Vorstandsarbeit wenden Sie sich gern an den Vorstand des BHP. Kontaktdaten zu den Mitgliedern des Vorstandes finden Sie auf der BHP Website auf bhponline.de/der-vorstand

BHP Mitglieder wählen neuen Vorstand

Der neue BHP Vorstand (v.l.n.r.): Sandra Kapinsky, Prof. Dr. Simone Danz, Heidi Fischer, Cornelia Künzel, Vera Knüppel und Dagmar Gumbert

Im Rahmen der diesjährigen 52. Bundesfachtagung wurde auf der Mitgliederversammlung des BHP ein neuer Vorstand gewählt. Zur Wahl standen sieben Kandidatinnen und Kandidaten; sechs Kandidatinnen bilden den neuen Vorstand für die Wahlperiode bis 2022.

Am Freitagabend, den 23. November, stand für die BHP Mitglieder ein besonderer Tagungspunkt auf der diesjährigen Bundesfachtagung bevor. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der neue Vorstand des BHP für die Vorstandsperiode November 2018 bis November 2022 gewählt. Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet und noch am gleichen Abend in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Am Samstagmorgen stellten sich die Vorstandsmitglieder dann auf der Bühne des Humboldtsaals der Berliner Urania den Besucherinnen und Besuchern der Bundesfachtagung vor.

Mit Dagmar Gumbert, Cornelia Künzel und Vera Knüppel sind drei Vorstandsmitglieder des BHP von den Mitgliedern auch für die kommende Vorstandsperiode bestätigt worden. Der Vorstandsvorsitz verbleibt dabei bei Dagmar Gumbert. Frau Gumbert ist Leiterin des Fach- und Berufsfachschulzentrums Halle und seit 2006 im Vorstand des BHP aktiv. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Vera Knüppel, die u. a. für viele Jahre die Arbeit der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK) wie auch die Landesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in NRW mitgestaltete. Den Finanzvorstand verantwortet weiterhin Cornelia Künzel, die dieses Amt seit 2014 bekleidet und zuvor bereits über 17 Jahre zur Landesbeauftragten von Mecklenburg-Vorpommern berufen war.

Neu im Vorstand des BHP sind die Mitglieder des erweiterten Vorstandes Simone Danz, Heidi Fischer und Sandra Kapinsky. Simone Danz ist Professorin für Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg. Heidi Fischer ist als Fachbereichsleiterin an der Fachschule für Heilpädagogik in Ravensburg tätig und u. a. Vorsitzende der Ständigen Konferenz von Ausbildungsstätten für Heilpädagogik in Deutschland (STK). Sandra Kapinsky ist vielen Mitgliedern des BHP bereits als Mitglied des Fachbeirates bekannt. Die staatlich anerkannte Heilpädagogin ist Expertin für das Thema Menschen mit Demenz.

Die BHP Geschäftsstelle freut sich auf eine konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern in den kommenden vier Jahren. Eine ausführliche Vorstellung der Vorstandsmitglieder finden Sie in der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de Ausgabe 1/2019.

Zulassen und Widerstehen – 52. Bundesfachtagung in Berlin

Vom 23. bis 25. November fand in Berlin die 52. Bundesfachtagung des BHP statt. Auch in diesem Jahr war die dreitägige Jahrestagung in der Berliner Urania ein bunter Treffpunkt für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, Studierende und Interessierte, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren.

Mit dem diesjährigen Tagungsthema „Zulassen und Widerstehen. Heilpädagogisch Handeln durch Dialog – Bindung – Beziehung“ traf der BHP auf eine besonders positive Resonanz. Bereits im September war die Tagung, deren maximale Teilnehmerzahl auf 840 Besucher beschränkt ist, ausgebucht. Entsprechend lebhaft war der fachliche und berufspolitische Austausch vor Ort, was sich in zahlreichen Redebeiträgen der Besucher während der Vorträge und DenkRäume, aber auch im regen Treiben an den vielen Informationsständen im Foyer des Tagungsortes widerspiegelte.

Eingeleitet wurde die 52. Bundesfachtagung mit einem Statement von Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der vor einem voll belegten Saal die Bedeutung der Arbeit von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen für eine inklusive Gesellschaft hervorhob. Im Anschluss eröffnete Prof. D. Frank Nullmeier die Tagung mit seinem Vortrag zum Thema „Neue Wege in der Sozialpolitik? Entwicklungslinien des deutschen Wohlfahrtsstaates“. Die folgende Podiumsdiskussion stimmte die Besucher auf die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Tagungsthema ein.

In den darauffolgenden zwei Tagen erwarteten das Publikum insgesamt rund zweiundzwanzig Veranstaltungen. Die Besucher der Tagung konnten sich auch in diesem Jahr über einen vielfältigen Mix verschiedener Formate freuen – Filme, Vorträge, Diskussionen und zahlreiche DenkRäume diskutierten das Tagungsthema aus verschiedenen Perspektiven. Mit der Wahl des neuen Vorstandes des BHP und der Verleihung des Förderpreises des Internationalen Archivs für Heilpädagogik standen in diesem Jahr zwei besondere Veranstaltungspunkte auf dem Programm.

Auch das Rahmenprogramm der diesjährigen Bundesfachtagung konnte das Publikum überzeugen. Das Trio „muzet Royal“ stimmte die Besucher am Freitagmittag auf die Tagung ein, während der inklusive Chor „Nogat-Singers“ die Zuschauer am Samstagabend begeisterte. Zum Abschluss der Tagung rappte „Graf Fidi“ und unterhielt den Saal nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinen Antworten im folgenden Interview.

Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Bundesfachtagungen des BHP finden Sie auf www.heilpaedagogikwirkt.de

Ab März 2019 erhalten Sie die Tagungsdokumentation als Publikation im BHP Verlag. Vorbestellungen sind ab sofort per E-Mail möglich an: info@bhpverlag.de

Internationales Archiv vergibt Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten

Alle zwei Jahre prämiert das Internationale Archiv für Heilpädagogik zwei herausragende Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Heilpädagogik. Bereits im September wurden im Internationalen Archiv in Trebnitz die Förderpreise für das Jahr 2018 vergeben. Nun fand auf der diesjährigen 52. Bundesfachtagung in Berlin die feierliche Übergabe der Auszeichnungen statt.

Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an Frau Sabine Hof, die für ihre Fachschularbeit mit dem Titel „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ ausgezeichnet wurde. Herr Markus Lohmann erhielt den Förderpreis für seine Masterarbeit zum Thema „Der Diskurs über Verhaltensauffälligkeiten und verhaltensauffällige Kinder/Jugendliche in wichtigen Zeitschriften der Heil- und Sonderpädagogik während der NS-Zeit“.

Der Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten der Heilpädagogik wird alle zwei Jahre vom Internationalen Archiv für Heilpädagogik in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Fachverband Heilpädagogik (BHP) e. V. verliehen. Er dient der Nachwuchsförderung und unterstützt Recherche- und Forschungsmöglichkeiten zu Themen der Heilpädagogik im Internationalen Archiv. Pro Ausbildungsstätte können im Rahmen eines Ausschreibungsturnus maximal zwei Arbeiten eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Förderpreis sowie eine Bestellmöglichkeit des Buches von Markus Lohmann erhalten Sie auf der Website des Internationalen Archivs für Heilpädagogik.

Das Buch „Leitbild oder Leidbild – Sichere Bindung in der stationären Jugendhilfe“ von Sabine Hof können Sie im BHP Verlagsshop erwerben.

Rentenversicherungspflicht bei selbstständigen Heilpädagogen/Heilpädagoginnen

Eine häufige Frage im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit als Heilpädagogin beziehungsweise Heilpädagoge ist die Frage nach der Versicherungspflicht in der Deutschen Rentenversicherung. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) hatte ihre Argumentation in den vergangenen Jahren dahingehend geändert, dass selbstständig tätige Heilpädagoginnen und Heilpädagogen im Einzelfall prüfen lassen müssen, ob eine Versicherungspflicht in der Rentenversicherung besteht. Aufgrund der Vielfältigkeit der Handlungsfelder könne die Selbstständigkeit in eigener heilpädagogischer Praxis der Rentenversicherungspflicht gemäß § 2 SGB VI unterliegen.

Konkret geht es darum, ob Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, je nach Ausgestaltung des eigenen Tätigkeitsfeldes nach § 2 SGB VI im Sinne eines Lehrers und Erziehers (Ziffer 1) oder im Sinne einer Pflegeperson (Ziffer 2) versicherungspflichtig sind. Möglich wäre dies, da die DRV die Eingrenzung nicht nach bestimmten Berufsgruppen vornimmt, sondern nach der konkreten Tätigkeit und der konkreten Ausführung des Berufes. Ebenfalls relevant ist § 2 SGB VI Ziffer 9, welcher die arbeitnehmerähnliche Selbstständigkeit definiert: Selbstständige, die im Zusammenhang mit ihrer selbstständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen und auf Dauer im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind, sind versicherungspflichtig.

Der BHP hat zur Fragestellung, ob Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in selbstständiger Tätigkeit der Rentenversicherungspflicht nach dem SGB VI unterliegen, eine gutachterliche Stellungnahme bei der Rechtsanwaltsgesellschaft Take, Maracke und Partner eingeholt. Die Stellungnahme kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass diese Frage nicht pauschal für die gesamte Berufsgruppe beantwortet werden kann, sondern von jedem Einzelfall und insbesondere davon abhängig ist, ob die einzelnen Anforderungen aus dem SGB VI für eine rentenversicherungspflichtige Tätigkeit erfüllt sind.

Eine mögliche Abgrenzung zur rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit des Lehrers sieht die gutachterliche Stellungnahme in der Tätigkeit des Beraters/Supervisors, der im Gegensatz zur Tätigkeit des Lehrenden nicht versicherungspflichtig ist. Das Sozialgericht Münster hatte hierzu entschieden, dass ein Supervisor, der Einzelpersonen und Firmen bei der Lösung persönlicher, sozialer aber auch systematischer oder institutioneller Problemlagen berät, keine Tätigkeit als Lehrer oder Erzieher gemäß § 2 Satz 1 Nr. 1 SGB VI ausführe und entsprechend nicht versicherungspflichtig sei. Tätigkeiten, die auf eine individuelle Förderung oder konkrete Problemlösung ausgerichtet sind, zählen laut Stellungnahme mit hoher Wahrscheinlichkeit zur nicht versicherungspflichtigen Beratertätigkeit und nicht zur versicherungspflichtigen Lehrtätigkeit. Bislang gibt es hierzu aber jedoch keine einschlägige Instanzrechtsprechung oder Entscheidung des Bundessozialgerichtes.

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die eine selbstständige Tätigkeit ausführen, sollten daher im ersten Monat der Selbstständigkeit ein Statusfeststellungsverfahren beantragen und die Rentenversicherungspflicht individuell klären. Dies gilt laut Deutscher Rentenversicherung auch für die nebenberufliche Selbstständigkeit. Auch Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die bereits seit längerer Zeit selbstständig tätig sind, erhalten nur anhand einer Statusprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung Rechtssicherheit hinsichtlich einer möglichen Rentenversicherungspflicht.

BHP Mitglieder können die ausführliche Stellungnahme per E-Mail anfordern: info@bhpagentur.de

Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen nach dem Bundesteilhabegesetz – was ist neu?

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) reformiert das Recht der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen grundlegend und damit auch die Leistungserbringung und -refinanzierung von Einrichtungen und Diensten. Um seine Mitglieder über die Veränderungen im Vertragsrecht ab 01.01.2020 optimal zu informieren, hat der BHP die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Sozialrecht Christiane Hasenberg damit beauftragt, die wesentlichen Neuerungen für heilpädagogische Leistungserbringer zusammengetragen.

BHP Mitglieder können den Artikel hier herunterladen:

Hasenberg Curacon Vertragsrecht BTHG (2.8 MiB, 317 downloads)

Sie finden den Artikel außerdem in der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de Ausgabe 1/2019, die Ende Januar des kommenden Jahres erscheint.