Die Coronavirus-Pandemie hat insbesondere den Alltag von Familien und Kindern vollkommen verändert. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat jetzt erste Ergebnisse einer Online-Befragung veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf Kinder und Jugendliche beschäftigt.

Ein Drittel der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) befragten Eltern gaben an, dass ihr Kind Schwierigkeiten hätte, mit der aktuellen Situation zurechtzukommen. Ein konflikthaltiges Klima herrsche laut Studienergebnis in jeder fünften befragten Familie (22 Prozent) zur Zeit der Krise häufig oder sehr häufig. Zudem erleben viele Kinder während der Kontaktbeschränkungen offenbar Gefühle der Einsamkeit: Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der befragten Eltern stimmten der Aussage eher oder ganz zu, dass sich ihr Kind zurzeit einsam fühle. Trotz digitaler Technik ergab die Studie, dass der Kontakt zu pädagogischen Fachkräften teilweise abbricht, da diese nach Einschätzung der Eltern nur in geringem Umfang durch die pädagogischen Fachkräfte und Lehrkräfte genutzt würden. Mehr als ein Viertel der Kinder im Kindergartenalter hatten in den befragten Familien gar nichts von ihren Bezugspersonen in der Kita gehört. Mit steigendem Alter der Kinder nähme die Kontakthäufigkeit laut Studienergebnis zu und verlagere sich auf digitale Medien wie E-Mails, Video-Chats und Textnachrichten.

An der Online-Befragung nahmen zwischen dem 22. April und dem 4. Mai 2020 deutschlandweit mehr als 8.000 Eltern von Kindern im Alter von drei bis 15 Jahren teil.

Die Ergebnisse im Detail finden Sie hier.